Import of drugs: Qualification as instigation rather than co-perpetration due to lack of control over the import process
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) amended the defendant’s conviction, changing the legal qualification from principal offender of drug import to instigation of drug import in cases of non-trivial quantity in concurrence with drug dealing, while rejecting the remainder of the defendant’s revision and upholding the four-year and three-month prison sentence. The dispute concerned whether the defendant, who ordered approximately 1 kg of MDMA from an unknown Dutch supplier and had the package shipped via a courier service to his residence, acted as a co-perpetrator (*mittäterschaftlich*) of the import into Germany. The court held that the defendant did not exercise control over the act of import, which negated the finding of principal offense, but his conduct constituted instigation under § 26 of the Criminal Code (*StGB*). The decision applied the doctrine that lack of criminal control (*Tatherrschaft*) precludes principal liability for import offenses, while the sentencing range under § 30(1) of the Narcotics Act (*BtMG*) applied to instigators remained sufficient to justify the original penalty.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 26 StGB, § 265 StPO; Import of drugs: Qualification as instigation rather than co-perpetration due to lack of control over the import process: The dispute concerned whether the defendant, who ordered approximately 1 kg of MDMA from an unknown Dutch supplier and had the package shipped via a courier service to his residence, acted as a co-perpetrator (*mittäterschaftlich*) of the import into Germany. The court held that the defendant did not exercise control over the act of import, which negated the finding of principal offense, but his conduct constituted instigation under § 26 of the Criminal Code (*StGB*). The decision applied the doctrine that lack of criminal control (*Tatherrschaft*) precludes principal liability for import offenses, while the sentencing range under § 30(1) of the Narcotics Act (*BtMG*) applied to instigators remained sufficient to justify the original penalty.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive to justify the alteration of the guilt finding to a lesser charge of instigation without violating the prohibition against reformatio in peius.
Volltext
Einfuhr von Betäubungsmitteln: Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme bei der Bestellung von Betäubungsmitteln
[TENOR]
Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Berlin vom 15. März 2017 im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte wegen Anstiftung zur Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verurteilt ist.
Die weitergehende Revision wird als unbegründet verworfen.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen (unerlaubter) Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit (unerlaubtem) Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt und einen Bargeldbetrag für verfallen erklärt. Die Revision des Angeklagten führt nur zu der aus der Beschlussformel ersichtlichen Schuldspruchänderung.
Der Schuldspruch wegen mittäterschaftlicher Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge kann nicht bestehen bleiben.
Nach den Feststellungen bestellte der Angeklagte bei einem unbekannten Lieferanten in den Niederlanden ca. 1 kg MDMA, das „absprachegemäß“ an die Adresse seiner Wohnung gesandt wurde, wobei der allein auf dem Klingelschild ausgewiesene Name der Hauptmieterin angegeben war. Das Paket wurde, „wie zwischen dem Lieferanten und dem Angeklagten vereinbart“, in den Niederlanden beim Paketdienst UPS aufgegeben und von diesem nach Deutschland befördert, wo die Drogen im Rahmen einer Zollkontrolle beschlagnahmt wurden.
Diese Umstände allein tragen die Annahme einer vom Angeklagten in (Mit-)Täterschaft begangenen Einfuhr der Drogen nicht, da sie keine Tatherrschaft des Angeklagten begründen (BGH, Beschlüsse vom 27. Mai 2014 - 3 StR 137/14, StV 2015, 633 und vom 2. Juni 2015 - 4 StR 144/15, NStZ-RR 2016, 316). Sie belegen jedoch eine Anstiftung zur Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Der Senat nimmt daher eine entsprechende Änderung des Schuldspruchs vor. Paragraph 265 StPO steht nicht entgegen, weil der Angeklagte sich nicht anders als geschehen hätte verteidigen können.
Die Strafe kann bestehen bleiben. Der Senat schließt aus, dass das Landgericht die gemäß § 26 StGB ebenfalls dem Strafrahmen des § 30 Abs. 1 BtMG zu entnehmende Strafe geringer als im angefochtenen Urteil bemessen hätte.
Mutzbauer
Sander
Schneider
König
Mosbacher