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5 StR 672/19 ECLI:DE:BGH:2020:140520B5STR672.19.0 KI-generiert

Insufficiency of procedural objections for lack of structured presentation and concrete designation of errors in criminal revision

Geschäftsnummer 5 StR 672/19
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (5th Criminal Senate) dismissed the defendant's appeal as unfounded, with the sole modification that the defendant is liable as a joint debtor for the confiscation amount; the defendant bears the costs of the appeal and the necessary expenses incurred by the adhesion claimant. The dispute involved a criminal appeal challenging the procedural conduct of the trial, where the defendant attempted to raise procedural objections by re-narrating the entirety of the main hearing proceedings rather than isolating specific errors. The court held that all procedural objections were inadmissible because the appellant failed to meet the substantive requirements for revision pleadings under § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, specifically by failing to provide a clearly structured presentation that distinguishes relevant procedural facts from irrelevant case content and fails to concretely designate the alleged legal errors, thereby preventing the appellate court from discerning the direction of the attacks.

Legislator-Regeste

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§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO; Insufficiency of procedural objections for lack of structured presentation and concrete designation of errors in criminal revision: Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels sowie die in der Revisionsinstanz im Adhäsionsverfahren entstandenen besonderen Kosten und die der Adhäsionsklägerin insoweit entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Schlagwörter

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Verfahrensrügen strafrechtliches Revisionsverfahren Verfahrenskosten materieller Fehler strafrechtliche Einziehung Fehlen materieller Voraussetzungen
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Volltext

Revision in Strafsachen: Unzureichende Begründung von Verfahrensrügen

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 9. August 2019 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Angeklagte für den Einziehungsbetrag als Gesamtschuldner haftet.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels sowie die in der Revisionsinstanz im Adhäsionsverfahren entstandenen besonderen Kosten und die der Adhäsionsklägerin insoweit entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 28. Januar 2020 bemerkt der Senat:

Sämtliche Verfahrensrügen sind bereits unzulässig erhoben. Es genügt den Anforderungen an einen ordnungsgemäßen Revisionsvortrag (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO) nicht, sämtliche Verfahrenstatsachen im Sinne einer Nacherzählung der Hauptverhandlung zu referieren, statt bezogen auf die konkrete Rüge (lediglich) den insoweit relevanten Verfahrensstoff mitzuteilen. Es ist nicht Aufgabe des Revisionsgerichts, den Revisionsvortrag aus verschiedenen Unterlagen jeweils an passender Stelle zu ergänzen und dabei den Sachzusammenhang selbst herzustellen (vgl. BGH, Urteil vom 4. September 2014 - 1 StR 75/14, StraFo 2015, 70; Beschluss vom 14. April 2010 - 2 StR 42/10; Herb, NStZ-RR 2019, 97, 98). Die Revision lässt einen klar strukturierten Vortrag und eine erkennbare Unterscheidung zwischen Revisionsvortrag und zum Teil wahllos eingestreutem Akteninhalt vermissen (vgl. BGH, Urteil vom 23. August 2006 - 5 StR 151/06, dort nicht abgedruckt). Zudem werden die geltend gemachten Rechtsfehler teilweise nicht hinreichend konkret bezeichnet und dadurch die Angriffsrichtungen der Rügen nicht deutlich.

Cirener

Mosbacher

Köhler

Resch

von Häfen