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2 StR 33/23 ECLI:DE:BGH:2023:280323B2STR33.23.0 KI-generiert

Liability of convicted defendant for auxiliary plaintiff’s counsel fees despite lack of valid intervention declaration

Geschäftsnummer 2 StR 33/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant’s appeal on the merits and upheld the lower court’s judgment, while correcting the cost allocation by ordering the convicted defendant to bear both the procedural costs and the necessary expenses incurred by the victim’s legal representative. The dispute concerned a criminal case where, despite the lack of a valid declaration of intervention by the injured party, the trial court had appointed a lawyer for the person entitled to participate as an auxiliary plaintiff. The court ruled that under § 472(3) sentence 1 in conjunction with §§ 406h and 397a(1) StPO, a convicted defendant is liable for the necessary expenses arising from the exercise of powers by a court-appointed auxiliary plaintiff's representative, even if the formal conditions for auxiliary plaintiff status were not fully met.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 397a Abs. 1 StPO, § 472 Abs. 3 Satz 1 StPO; Liability of convicted defendant for auxiliary plaintiff’s counsel fees despite lack of valid intervention declaration: The dispute concerned a criminal case where, despite the lack of a valid declaration of intervention by the injured party, the trial court had appointed a lawyer for the person entitled to participate as an auxiliary plaintiff. The court ruled that under § 472(3) sentence 1 in conjunction with §§ 406h and 397a(1) StPO, a convicted defendant is liable for the necessary expenses arising from the exercise of powers by a court-appointed auxiliary plaintiff's representative, even if the formal conditions for auxiliary plaintiff status were not fully met.

Schlagwörter

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Entschädigung der amtlichen Verteidigung Kostenauflage Strafprozessordnung Verfahrensmangel Opfereigenschaft Zivilklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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1 StR 497/08
Oktober 2008 – 1 StR 497/08, NStZ 2009, 287; BeckOK StPO/Weiner, 46.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the first order to justify the dismissal of the defendant's appeal as unfounded.

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Volltext

Kostenentscheidung in einer Strafsache: Notwendige Auslagen des Nebenklageberechtigten

[TENOR]

1. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Köln vom 12. August 2022 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

2. Seine sofortige Beschwerde wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass die Kostenentscheidung des Landgerichts dahin lautet, dass der Angeklagte die Kosten des Verfahrens und die der Nebenklageberechtigten für den Verletztenbeistand entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen hat.

3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten seiner Rechtsmittel und die der Nebenklageberechtigten dadurch für den Verletztenbeistand entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

[GRUENDE]

1. Die Revision des Angeklagten ist unbegründet gemäß § 349 Abs. 2 StPO.

2. Die zulässige sofortige Beschwerde gegen die Kostenentscheidung des Landgerichts hat keinen Erfolg. Zwar mangelt es – wie der Generalbundesanwalt in seiner Antragsschrift vom 2. Februar 2023 zutreffend ausführt – an einer wirksamen Anschlusserklärung der Geschädigten. Bestellt ein Gericht aber – wie vorliegend – der zum Anschluss als Nebenklägerin Berechtigten einen Rechtsanwalt als Beistand gemäß § 406h i.V.m. § 397a Abs. 1 StPO, so hat der Angeklagte als Verurteilter gemäß § 472 Abs. 3 Satz 1 StPO auch deren notwendige Auslagen zu tragen, die in Wahrnehmung der Befugnisse nach § 406h entstanden sind (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Oktober 2008 – 1 StR 497/08, NStZ 2009, 287; BeckOK StPO/Weiner, 46. Ed., § 472 Rn. 13).

Franke

Krehl

Meyberg

Grube

Schmidt