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I ZA 6/22 ECLI:DE:BGH:2023:200423BIZA6.22.0 KI-generiert

Inadmissibility of Rechtsbeschwerde against interlocutory ruling on judge recusal and Anhörungsrüge

Geschäftsnummer I ZA 6/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice denied the applicant’s request for legal aid, concluding that the intended appeal lacked prospects of success and was procedurally inadmissible, thereby leaving the lower court’s decisions in force. The dispute involved an attempt to file a legal appeal against the appellate court’s prior rulings, which had dismissed the applicant’s interlocutory complaint and applications for the recusal of judges. The court held that the decision on the interlocutory complaint is statutorily unchallengeable, and that a legal appeal against decisions in recusal proceedings is only permissible if explicitly admitted by the appellate court, which did not occur in this instance; consequently, no extraordinary judicial remedy was available to challenge these procedural determinations.

Legislator-Regeste

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 321a Abs. 4 Satz 4 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO; Inadmissibility of Rechtsbeschwerde against interlocutory ruling on judge recusal and Anhörungsrüge: The dispute involved an attempt to file a legal appeal against the appellate court’s prior rulings, which had dismissed the applicant’s interlocutory complaint and applications for the recusal of judges. The court held that the decision on the interlocutory complaint is statutorily unchallengeable, and that a legal appeal against decisions in recusal proceedings is only permissible if explicitly admitted by the appellate court, which did not occur in this instance; consequently, no extraordinary judicial remedy was available to challenge these procedural determinations.

Schlagwörter

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Zwischenentscheid unentgeltliche Rechtspflege verspätetes Ausstandsbegehren Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Vorabentscheidungsverfahren Prozessrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO

Basis for the denial of legal aid because the intended legal remedy lacked prospects of success.

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Volltext

Der Antrag der Antragstellerin auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe zur Durchführung des Rechtsbeschwerdeverfahrens unter Beiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Die von der Antragstellerin beabsichtigte Rechtsverfolgung bietet keine Aussicht auf Erfolg (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Die angestrebte Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Beschwerdegerichts vom 9. Mai 2022 ist nicht statthaft und daher unzulässig.

I. Die Entscheidung des Beschwerdegerichts, die Anhörungsrüge der Antragstellerin vom 26. Oktober 2021 zurückzuweisen, ist gemäß § 321a Abs. 4 Satz 4 ZPO unanfechtbar. Gegen sie ist daher ein Rechtsmittel nicht gegeben (vgl. BGH, Beschluss vom 15. Februar 2022 - I ZB 79/21, juris Rn. 5).

II. Die Entscheidung des Beschwerdegerichts, die Ablehnungsgesuche der Antragstellerin vom 26. Oktober 2021, 3. Dezember 2021 und 30. Dezember 2021 als unzulässig zu verwerfen, ist ebenfalls nicht angreifbar. Gegen einen Beschluss in einem Verfahren auf Ablehnung eines Richters ist die Rechtsbeschwerde - mangels Zulässigkeit kraft gesetzlicher Bestimmung (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) - nur zulässig, wenn das Beschwerdegericht sie zugelassen hat (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO). Das gilt auch, wenn das Beschwerdegericht erstmals über ein Ablehnungsgesuch zu entscheiden hat (BGH, Beschluss vom 4. Januar 2023 - I ZB 89/22, juris Rn. 2 mwN). Eine solche Zulassung ist hier nicht erfolgt. Die Entscheidung des Beschwerdegerichts, die Rechtsbeschwerde nicht zuzulassen, ist nicht anfechtbar (BGH, Beschluss vom 4. Januar 2023 - I ZB 89/22, juris Rn. 2 mwN). Der Weg zu einer außerordentlichen (Rechts-)Beschwerde ist nicht eröffnet und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (BGH, Beschluss vom 4. Januar 2023 - I ZB 89/22, juris Rn. 2 mwN).

Koch

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Wille