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KZR 47/15 ECLI:DE:BGH:2019:290119BKZR47.15.0 KI-generiert

Determination of the matter in dispute for association actions under the GWB and fee adjustment under § 89b GWB based on members' financial capacity

Geschäftsnummer KZR 47/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Cartel Senate of the Federal Court of Justice rejected both the plaintiff's objection to the court fee determination and its application for an adjustment of the matter in dispute, upholding the original assessment and leaving the plaintiff bearing the full procedural costs. The case involved a declaratory action brought by an industry association under the Act against Restraints of Competition to prevent compensation claims by the defendants against its members, where the association challenged the initial fee calculation as excessive. The court held that under § 3 ZPO, the matter in dispute corresponds to the interest of a significant individual member, and crucially, § 89b GWB only permits fee adjustment if the collective body of the association's members is unable to bear the full procedural costs; merely demonstrating that the association's own income or assets are insufficient is not a valid ground for reducing the fee.

Legislator-Regeste

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§ 3 ZPO, § 89b GWB; Determination of the matter in dispute for association actions under the GWB and fee adjustment under § 89b GWB based on members' financial capacity: The case involved a declaratory action brought by an industry association under the Act against Restraints of Competition to prevent compensation claims by the defendants against its members, where the association challenged the initial fee calculation as excessive. The court held that under § 3 ZPO, the matter in dispute corresponds to the interest of a significant individual member, and crucially, § 89b GWB only permits fee adjustment if the collective body of the association's members is unable to bear the full procedural costs; merely demonstrating that the association's own income or assets are insufficient is not a valid ground for reducing the fee.

Schlagwörter

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Gebührenfestsetzung Streitgegenstand Feststellungsinteresse öffentliches Interesse Verfahrensrügen finanzielle Leistungsfähigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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I ZR 185/95
März 1998 - I ZR 185/95, WRP 1998, 741, 742 - Verbandsinteresse).
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Volltext

Klage eines Interessenverbands nach dem GWB: Streitwertbemessung; Anpassung des Streitwerts

[TENOR]

Die Gegenvorstellung des Klägers gegen die Festsetzung des Streitwerts im Beschluss vom 9. Oktober 2018 und der Antrag auf Anpassung des Streitwerts werden zurückgewiesen.

[GRUENDE]

I. Die Gegenvorstellung des Klägers gegen die Festsetzung des Streitwerts ist unbegründet. Nicht anders als bei der Unterlassungsklage eines Verbands nach den Regelungen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb entspricht das nach § 3 ZPO maßgebliche Klägerinteresse bei der Klage eines Verbands nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen im Allgemeinen dem Interesse eines gewichtigen Verbandsmitglieds. Diese Rechtsprechung beruht gerade auf der Erwägung, dass die Feststellung, ob der Verband im Interesse seiner Mitglieder handelt oder - auch - im Allgemeininteresse tätig wird, vielfach nicht ohne Weiteres möglich ist (BGH, Beschluss vom 5. März 1998 - I ZR 185/95, WRP 1998, 741, 742 - Verbandsinteresse). Im Streitfall geht es dem Kläger darum, Vergütungsforderungen der Beklagten gegen seine Mitglieder abzuwenden, und damit vorrangig um die Wahrung der Interessen der Verbandsmitglieder. Dass das Interesse eines gewichtigen Verbandsmitglieds unzutreffend bemessen sei, macht der Kläger nicht geltend.

II. Auch der Antrag auf Anpassung des Streitwerts nach § 89b GWB ist unbegründet. Bei der Klage eines Interessenverbands, der im Interesse seiner Mitglieder tätig wird, reicht insoweit der Vortrag nicht aus, dass die regelmäßigen Einnahmen und das Vermögen des Verbands nicht ausreichen, um die Belastung mit den Prozesskosten nach dem vollen Streitwert zu tragen. Voraussetzung für eine Anpassung des Streitwerts nach dieser Bestimmung ist vielmehr, dass die Mitglieder des Klägers in ihrer Gesamtheit nicht in der Lage sind, diese Belastung zu tragen. Dies ist weder vorgetragen noch glaubhaft gemacht. Ob eine andere Beurteilung angezeigt wäre, wenn mit der Klage in erster Linie Interessen der Allgemeinheit verfolgt würden, kann dahingestellt bleiben, denn im Streitfall handelt der Kläger vorrangig im Interesse seiner Mitglieder.

Meier-Beck

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