Legal aid denial for guardian ad litem lacking authority to file appeal in compulsory electroconvulsive therapy case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe BGH 12th Civil Senate rejected the application for legal aid filed by a guardian ad litem, resulting in the confirmation of the lower court's judgment. The dispute concerned the admissibility of electroconvulsive therapy administered as a compulsory medical treatment under guardianship law, where the guardian ad litem attempted to lodge a legal appeal against a Landgericht decision. The court ruled that the application was procedurally invalid because a guardian ad litem appointed under § 317 Abs. 3 Satz 3 FamFG lacks the authority to represent the affected person in subsequent appeal proceedings or to file a legal aid application for them. Substantively, the court indicated that the appeal would lack sufficient prospect of success under § 76 Abs. 1 FamFG and § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, as the lower court’s decision was consistent with established BGH precedent regarding the legal framework for compulsory medical treatments under § 1832 Abs. 1 BGB.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 317 Abs. 3 Satz 3 FamFG, § 76 Abs. 1 FamFG, § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 1832 Abs. 1 BGB; Legal aid denial for guardian ad litem lacking authority to file appeal in compulsory electroconvulsive therapy case: Im Übrigen weist der Senat darauf hin, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung auch keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bieten dürfte (§ 76 Abs. 1 FamFG iVm § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Die maßgeblichen Rechtsfragen zur Zulässigkeit einer Elektrokonvulsionstherapie im Rahmen einer ärztlichen Zwangsbehandlung nach § 1832 Abs. 1 BGB sind durch die Entscheidungen des Senats vom 15. Januar 2020 (BGHZ 224, 224 = FamRZ 2020, 534) und vom 30. Juni 2021 (XII ZB 191/21 - FamRZ 2021, 1739) geklärt. Die Entscheidung des Landgerichts hält sich im Rahmen dieser Senatsrechtsprechung. Verfahrens- oder materiell-rechtliche Rechtsfehler sind nicht ersichtlich.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Der Antrag der weiteren Beteiligten zu 2, der Betroffenen Verfahrenskostenhilfe für das beabsichtigte Rechtsbeschwerdeverfahren gegen den Beschluss der 12. Zivilkammer des Landgerichts Duisburg vom 23. Februar 2023 zu gewähren, wird abgelehnt.
[GRUENDE]
1. Der ausdrücklich für die Betroffene gestellte Verfahrenskostenhilfeantrag ist bereits deshalb abzulehnen, weil die Beteiligte zu 2 als Verfahrenspflegerin nach § 317 Abs. 3 Satz 3 FamFG nicht zur Vertretung der Betroffenen berechtigt ist und sie daher für diese weder Rechtsbeschwerde einlegen noch einen wirksamen Verfahrenskostenhilfeantrag für das Rechtsbeschwerdeverfahren stellen kann.
2. Im Übrigen weist der Senat darauf hin, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung auch keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bieten dürfte (§ 76 Abs. 1 FamFG iVm § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Die maßgeblichen Rechtsfragen zur Zulässigkeit einer Elektrokonvulsionstherapie im Rahmen einer ärztlichen Zwangsbehandlung nach § 1832 Abs. 1 BGB sind durch die Entscheidungen des Senats vom 15. Januar 2020 (BGHZ 224, 224 = FamRZ 2020, 534) und vom 30. Juni 2021 (XII ZB 191/21 - FamRZ 2021, 1739) geklärt. Die Entscheidung des Landgerichts hält sich im Rahmen dieser Senatsrechtsprechung. Verfahrens- oder materiell-rechtliche Rechtsfehler sind nicht ersichtlich.
Guhling
Klinkhammer
Günter
Krüger
Pernice