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VIa ZR 1345/22 ECLI:DE:BGH:2023:170423BVIAZR1345.22.0 KI-generiert

Admissibility of complaint against non-admission of revision: failure to meet statutory appeal value threshold and Art. 103(1) GG claim

Geschäftsnummer VIa ZR 1345/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant's complaint for lack of admissibility because the statutory threshold for appeal value under § 544(2)(1) ZPO was not met, thereby leaving the lower court's refusal to allow revision in force and affirming the OLG Köln judgment. The dispute concerned a civil claim for approximately €14,145.58, where the defendant argued the appellate court violated its right to be heard (Art. 103(1) GG) and misapplied limitation of actions law by determining the statute of limitations began in 2016. The court held that the alleged procedural defects did not elevate the dispute's value above the mandatory €20,000 threshold for a constitutional appeal, and further noted that the legal issue lacked fundamental significance or a need for uniform case development under § 543(2)(1) ZPO, resulting in the defendant bearing the costs of the proceedings.

Legislator-Regeste

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§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO, § 48 Abs. 1 Satz 1 GKG, § 3 ZPO; Admissibility of complaint against non-admission of revision: failure to meet statutory appeal value threshold and Art. 103(1) GG claim: The dispute concerned a civil claim for approximately €14,145.58, where the defendant argued the appellate court violated its right to be heard (Art. 103(1) GG) and misapplied limitation of actions law by determining the statute of limitations began in 2016. The court held that the alleged procedural defects did not elevate the dispute's value above the mandatory €20,000 threshold for a constitutional appeal, and further noted that the legal issue lacked fundamental significance or a need for uniform case development under § 543(2)(1) ZPO, resulting in the defendant bearing the costs of the proceedings.

Schlagwörter

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zivilrechtliche Revision Streitwert gesetzlicher Anspruch Verfahrenskosten Anspruch auf rechtliches Gehör Verjährungsfrist

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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V ZR 145/15
April 2016 - V ZR 145/15, juris Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO

Cited as the main ground for dismissing the complaint for inadmissibility due to failure to meet the statutory appeal value threshold.

§ 97 Abs. 1 ZPO

Cited to allocate the costs of the complaint proceedings to the defendant.

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Volltext

Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 18. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 25. August 2022 wird als unzulässig verworfen, weil aus den mit Senatsbeschluss vom 27. Februar 2023 ausgeführten Gründen der Beschwerdewert des § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO nicht erreicht ist.

Die Ausführungen der Beklagten in ihrem Schriftsatz vom 28. März 2023 geben dem Senat zu einer Änderung seiner Auffassung keinen Anlass. Eine Rüge gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Fall 2 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG betreffend einen Streitwert von über 20.000 € hat die Beschwerde auf Seite 3 unten der Beschwerdebegründung nicht erhoben. Sie hat dort lediglich bekräftigt, es sei - wie vom Berufungsgericht auf Seite 5 der Urteilsgründe unter Verweis nicht nur auf eine grob fahrlässige Unkenntnis, sondern (sogar) auf die Kenntnis des Klägers von den Anspruchsvoraussetzungen ebenfalls angenommen - von einem Anlaufen der Verjährungsfrist im Jahr 2016 auszugehen. Die auf Seite 5 der Beschwerdebegründung erhobene Rüge gemäß § 544 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Fall 2 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG nimmt ausschließlich Vortrag der Beklagten in den Vorinstanzen in Bezug, der den mit der im Dezember 2019 anhängig gemachten Klage geltend gemachten Anspruch betrifft. Dessen Wert beläuft sich auf lediglich 14.145,58 €.

Im Übrigen wäre die Beschwerde aber auch unbegründet, weil die Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung hat noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung - auch unter dem Gesichtspunkt eines gerügten Verstoßes gegen Art. 103 Abs. 1 GG - eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen, weil sie nicht geeignet wäre, zur Klärung der Voraussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist.

Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Streitwert: bis 25.000 € (§ 48 Abs. 1 Satz 1 GKG i.V.m. § 3 ZPO, § 47 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 GKG; vgl. BGH, Beschluss vom 7. April 2016 - V ZR 145/15, juris Rn. 6).

Menges

Möhring

Götz

Rensen

Vogt-Beheim