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5 StR 26/23 ECLI:DE:BGH:2023:120423B5STR26.23.0 KI-generiert

Effect of minor's consent on criminal liability for abuse of a person under care under an absolute abstinence prohibition

Geschäftsnummer 5 StR 26/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice's 5th Criminal Senate dismissed the defendant's appeal, upholding the Landgericht Görlitz judgment of October 27, 2022, and ordered the defendant to bear the costs of the appellate proceedings and the victim's necessary expenses. The case involved a criminal conviction under § 174 Abs. 1 Nr. 3 StGB for the abuse of a person under one's care, where the defendant argued that the minor's consent rendered the act lawful. The Court affirmed the lower instance's finding that the statutory prohibition constitutes an absolute duty of abstinence (*absolutes Abstinenzgebot*), rendering the minor's consent legally ineffective and incapable of producing any justifying effect, thereby establishing that no legal error to the defendant's detriment was found in the original judgment.

Legislator-Regeste

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§ 174 Abs. 1 Nr. 3 StGB, § 174 Abs. 1 Nr. 1 StGB; Effect of minor's consent on criminal liability for abuse of a person under care under an absolute abstinence prohibition: Das Landgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass im Fall des Missbrauchs von Schutzbefohlenen nach § 174 Abs. 1 Nr. 3 StGB die Einwilligung des Minderjährigen unwirksam ist und deshalb keine rechtfertigende Wirkung entfalten kann; denn die Regelung enthält – wie auch § 174 Abs. 1 Nr. 1 StGB – ein absolutes Abstinenzgebot (vgl. MüKo-StGB/Renzikowski, 4. Aufl., § 174 Rn. 2, 39 mwN).

Schlagwörter

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gesetzliches Verbot Sorgfaltspflicht strafrechtliche Verantwortlichkeit von Minderjährigen Wirkungen des Urteils Besitz von Kinderpornografie Revision des Strafurteils

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Görlitz vom 27. Oktober 2022 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Das Landgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass im Fall des Missbrauchs von Schutzbefohlenen nach § 174 Abs. 1 Nr. 3 StGB die Einwilligung des Minderjährigen unwirksam ist und deshalb keine rechtfertigende Wirkung entfalten kann; denn die Regelung enthält – wie auch § 174 Abs. 1 Nr. 1 StGB – ein absolutes Abstinenzgebot (vgl. MüKo-StGB/Renzikowski, 4. Aufl., § 174 Rn. 2, 39 mwN).

Cirener

Gericke

Köhler

Resch

Werner