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6 StR 32/23 ECLI:DE:BGH:2023:040423B6STR32.23.0 KI-generiert

Forfeiture of drug trafficking proceeds: inclusion of payment for undelivered shipment in commission-based transactions

Geschäftsnummer 6 StR 32/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) partially granted the defendant's revision, modifying the lower court's judgment by reducing the order for the forfeiture of proceeds from criminal activities from 34,420 Euro to 33,380 Euro, while rejecting the remainder of the appeal and upholding the five-year and six-month imprisonment and placement in a detoxification facility. The case involved an appeal against a conviction for armed drug trafficking, where the defendant challenged the calculation of the monetary value subject to confiscation. The decisive legal issue concerned the scope of proceeds under § 73c StGB; the appellate court determined that because the defendant operated on a commission basis with payment due upon subsequent delivery, the price for the final undelivered shipment could not be included in the forfeiture calculation, as the record did not establish that the funds for that specific transaction had actually been received, necessitating a reduction in the confiscated amount pursuant to § 354 Abs. 1 StPO.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 4 StPO, § 349 Abs. 2 StPO, § 73c StGB, § 354 Abs. 1 StPO; Forfeiture of drug trafficking proceeds: inclusion of payment for undelivered shipment in commission-based transactions: The case involved an appeal against a conviction for armed drug trafficking, where the defendant challenged the calculation of the monetary value subject to confiscation. The decisive legal issue concerned the scope of proceeds under § 73c StGB; the appellate court determined that because the defendant operated on a commission basis with payment due upon subsequent delivery, the price for the final undelivered shipment could not be included in the forfeiture calculation, as the record did not establish that the funds for that specific transaction had actually been received, necessitating a reduction in the confiscated amount pursuant to § 354 Abs. 1 StPO.

Schlagwörter

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Betäubungsmittelhandel Verwirkung Zahlungsverkehr Deliktsgut strafrechtliches Revisionsverfahren Strafregister

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 4 StPO

Cited in the dispositive section to justify the partial success of the revision and the modification of the lower court's judgment.

§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive section to declare the remainder of the revision unfounded and subject to rejection.

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Volltext

Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Halle vom 5. Oktober 2022 dahin geändert, dass die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 33.380 Euro angeordnet ist.

Die weitergehende Revision wird verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt und seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt sowie die Einziehung von „Wertersatz“ in Höhe von 34.420 Euro angeordnet. Gegen dieses Urteil wendet sich der Angeklagte mit seiner auf die Rüge der Verletzung sachlichen Rechts gestützten Revision. Das Rechtsmittel hat den aus der Beschlussformel ersichtlichen Erfolg (§ 349 Abs. 4 StPO); im Übrigen ist es unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.

Die Einziehungsentscheidung begegnet zum Teil durchgreifenden rechtlichen Bedenken.

Der Angeklagte wickelte seine Verkaufsgeschäfte auf Kommissionsbasis ab, wobei die vorhergehende Lieferung von Betäubungsmitteln jeweils erst bei Abholung der nächsten bezahlt wurde. Den Feststellungen ist nicht zu entnehmen, dass der Angeklagte das Geld für die letzte Lieferung – abweichend von dieser Verfahrensweise – bereits erhielt. Gleichwohl hat das Landgericht den Kaufpreis für dieses Geschäft in seine Berechnung einbezogen. Der Senat schließt aus, dass insoweit weitergehende Feststellungen getroffen werden können, und setzt den gemäß § 73c StGB einzuziehenden Geldbetrag entsprechend § 354 Abs. 1 StPO um 1.040 Euro herab.

Sander

Feilcke

Tiemann

Fritsche

von Schmettau