Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4 StR 287/24 ECLI:DE:BGH:2024:300724B4STR287.24.0 KI-generiert

Double counting of dangerous weapon use in sentencing for qualified robbery under § 250 StGB

Geschäftsnummer 4 StR 287/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The German Federal Court of Criminal Justice (BGH) dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the Landgericht Zweibrücken's conviction and sentencing, with the appellant ordered to bear the costs of the legal remedy. The defendant, convicted of qualified robbery, challenged the judgment and contested the sentencing, arguing that the consideration of a co-perpetrator's use of a dangerous weapon violated the prohibition against double counting (*Doppelverwertungsverbot*) when mitigating the offense to a less serious case under § 250(3) StGB. The court affirmed that the lower tribunal correctly sentenced the defendant within the statutory framework of § 250(3) StGB, ruling that while the use of a dangerous weapon (§ 250(2) no. 1 StGB) cannot solely preclude the classification as a less serious case, it may be factored into the sentencing within that framework without violating § 46(3) StGB.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 349 Abs. 2 StPO, § 250 Abs. 3 StGB, § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB, § 46 Abs. 3 StGB; Double counting of dangerous weapon use in sentencing for qualified robbery under § 250 StGB: The defendant, convicted of qualified robbery, challenged the judgment and contested the sentencing, arguing that the consideration of a co-perpetrator's use of a dangerous weapon violated the prohibition against double counting (*Doppelverwertungsverbot*) when mitigating the offense to a less serious case under § 250(3) StGB. The court affirmed that the lower tribunal correctly sentenced the defendant within the statutory framework of § 250(3) StGB, ruling that while the use of a dangerous weapon (§ 250(2) no. 1 StGB) cannot solely preclude the classification as a less serious case, it may be factored into the sentencing within that framework without violating § 46(3) StGB.

Schlagwörter

KI-generiert
Strafzumessung bei Raub Doppelverwertungsverbot Waffenrechtsdelikte doppelte Strafbarkeit Grundsatz ne bis in idem gesetzliches Verbot

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Zweibrücken vom 15. März 2024 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Auch die Strafzumessung des Landgerichts ist rechtsfehlerfrei. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Strafkammer bei der konkreten Strafbemessung aus dem Strafrahmen des § 250 Abs. 3 StGB dem Angeklagten angelastet hat, der Mittäter habe „ein gefährliches Werkzeug bei der Tat verwendet (§ 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB)“. Darin liegt kein Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot des § 46 Abs. 3 StGB. Die Regelung des minder schweren Falles in § 250 Abs. 3 StGB differenziert nicht zwischen den Qualifikationstatbeständen in § 250 Abs. 1 und 2 StGB, deren jeweiliger Unrechtsgrad in einer deutlich abgestuften Mindeststrafandrohung zum Ausdruck kommt. Im Hinblick auf § 46 Abs. 3 StGB darf ein minder schwerer Fall zwar nicht schon deshalb abgelehnt werden, weil gemäß § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB ein gefährliches Werkzeug verwendet wurde (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Mai 2007 – 5 StR 96/07 Rn. 3). Dieser Umstand kann aber – wie hier geschehen – innerhalb des Strafrahmens des § 250 Abs. 3 StGB zu Lasten des Täters verwertet werden (vgl. BGH, Urteil vom 19. Dezember 2018 – 2 StR 477/17 Rn. 11 mwN).

Quentin

Bartel

Maatsch

Scheuß

Marks