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VIa ZR 1351/22 ECLI:DE:BGH:2023:270223BVIAZR1351.22.0 KI-generiert

Non-acceptance of revision in tort claim: applicability of national limitation periods to EU-derived protective laws under § 823 Abs. 2 BGB

Geschäftsnummer VIa ZR 1351/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (6th Civil Senate) dismissed the plaintiff's complaint against the non-acceptance of leave to appeal, thereby upholding the appellate court’s judgment and leaving the lower court’s dismissal of the claim in force. The dispute concerned a civil liability action under § 823(2) German Civil Code combined with EU-derived protective laws, where the appellate court had rejected the claim primarily on the grounds that it was time-barred. The court held that the legal questions raised lacked fundamental significance and did not require further judicial clarification, noting that the Federal Court of Justice had already ruled on similar issues prior to the appellate decision, and that EU principles of equivalence and effectiveness did not preclude the application of national limitation rules. Consequently, the plaintiff bears the costs of the complaint proceedings, and the subject value of the proceedings is set at up to €30,000.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 823 Abs. 2 BGB, § 97 Abs. 1 ZPO; Non-acceptance of revision in tort claim: applicability of national limitation periods to EU-derived protective laws under § 823 Abs. 2 BGB: The dispute concerned a civil liability action under § 823(2) German Civil Code combined with EU-derived protective laws, where the appellate court had rejected the claim primarily on the grounds that it was time-barred. The court held that the legal questions raised lacked fundamental significance and did not require further judicial clarification, noting that the Federal Court of Justice had already ruled on similar issues prior to the appellate decision, and that EU principles of equivalence and effectiveness did not preclude the application of national limitation rules. Consequently, the plaintiff bears the costs of the complaint proceedings, and the subject value of the proceedings is set at up to €30,000.

Schlagwörter

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Fristen zivilrechtliche Revision Haftung aus unerlaubter Handlung Anwendung der Gesetze Streitwert Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 25. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 9. September 2022 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung hat noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).

Die vom Kläger angeführten Zulassungsgründe gegen die selbständig die Abweisung der Klage tragende Begründung des Berufungsgerichts, jedenfalls sei ein aus anderen Gründen nicht gegebener Anspruch gemäß § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit vom Kläger unionsrechtlich hergeleiteten Schutzgesetzen auch verjährt, greifen nicht durch. Die von der Beschwerde aufgeworfenen Fragen hat der Bundesgerichtshof durch Urteil vom 13. Juni 2022 (VIa ZR 680/21, NJW-RR 2022, 1251 Rn. 25 ff.), mithin vor Erlass des Berufungsurteils, in gleichem Sinne wie das Berufungsgericht entschieden. Die unionsrechtlichen Grundsätze der Äquivalenz und Effektivität gebieten kein anderes Ergebnis (vgl. BGH, Urteil vom 10. Oktober 2022 - VIa ZR 542/21, juris Rn. 24). Auf die übrigen Rügen der Beschwerde kommt es nicht an. Dabei hat der Senat die geltend gemachten Verletzungen von Verfahrensgrundrechten geprüft, aber für nicht durchgreifend erachtet. Die Beschwerde könnte nur dann Erfolg haben, wenn hinsichtlich sämtlicher tragender Begründungen Zulassungsgründe gegeben wären (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 8. Januar 2019 - VIII ZR 18/18, juris Rn. 3; Beschluss vom 16. Dezember 2021 - I ZR 186/20, juris Rn. 27). Das ist hier nicht der Fall.

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen, weil sie nicht geeignet wäre, zur Klärung der Voraussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt bis 30.000 €.

Menges

Möhring

Götz

Rensen

Vogt-Beheim