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I ZB 4/23 ECLI:DE:BGH:2023:230323BIZB4.23.0 KI-generiert

Inadmissibility of legal appeal against non-acceptance of recusal motion and denial of provisional order in enforcement proceedings

Geschäftsnummer I ZB 4/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the debtor's legal appeal (Rechtsbeschwerde) as inadmissible, leaving the lower court's decision in force and imposing the costs of the proceedings on the debtor. The dispute arose from a debtor's challenge, including a motion for recusal against a judge or court clerk in the appellate instance and an objection to the denial of a provisional order, where the appellate court had decided not to admit the legal appeal. The court held that the legal appeal was not statutorily permissible because the lower court failed to explicitly admit it, as required by § 574 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 ZPO for decisions in recusal proceedings and related motions under § 573 ZPO; consequently, the appellate court's decision not to admit the appeal is unchallengeable and no extraordinary remedy is available. Furthermore, the court ruled that no legal remedy, including a Rechtsbeschwerde, exists against the denial of a provisional order under § 766 Abs. 1 S. 2, § 732 Abs. 2 ZPO when applied mutatis mutandis via § 707 Abs. 2 S. 2 ZPO, relying on § 577 Abs. 1 ZPO for the dismissal and § 97 Abs. 1 ZPO for the cost allocation.

Legislator-Regeste

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§ 577 Abs. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO, § 573 Abs. 1 ZPO, § 732 Abs. 2 ZPO, § 707 Abs. 2 Satz 2 ZPO; Inadmissibility of legal appeal against non-acceptance of recusal motion and denial of provisional order in enforcement proceedings: Gegen die Ablehnung einer einstweiligen Anordnung nach § 766 Abs. 1 Satz 2, § 732 Abs. 2 ZPO findet in entsprechender Anwendung von § 707 Abs. 2 Satz 2 ZPO kein Rechtsmittel - und damit auch keine Rechtsbeschwerde - statt (vgl. OLG Köln, NJW-RR 2001, 69 [juris Rn. 6]; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 2. März 2018 - 4 W 28/17, juris Rn. 9 und 12; Lackmann in Musielak/Voit, ZPO, 19. Aufl., § 707 Rn. 12).

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren Vollstreckungsverfahren Anfechtung von Zwischenentscheiden Einrede der Verfassungswidrigkeit Wandelungsrecht Vorabentscheidungsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts Augsburg - 4. Zivilkammer - vom 22. Dezember 2022 wird auf Kosten des Schuldners als unzulässig verworfen.

[GRUENDE]

Die Rechtsbeschwerde des Schuldners ist nicht statthaft und deshalb als unzulässig zu verwerfen (§ 577 Abs. 1 ZPO).

I. Gegen einen Beschluss in einem Verfahren auf Ablehnung eines Richters oder eines Urkundsbeamten der Geschäftsstelle in der Beschwerdeinstanz ist die Rechtsbeschwerde - mangels Zulässigkeit kraft gesetzlicher Bestimmung (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) - nur zulässig, wenn das Beschwerdegericht sie zugelassen hat (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO). Das gilt auch, wenn das Beschwerdegericht erstmals über ein Ablehnungsgesuch zu entscheiden hat (BGH, Beschluss vom 4. Januar 2023 - I ZB 89/22, juris Rn. 2 mwN). Eine nach § 573 Abs. 1 ZPO ergangene Erinnerungsentscheidung des Beschwerdegerichts ist ebenfalls nur dann mit der Rechtsbeschwerde angreifbar, wenn das Beschwerdegericht das Rechtsmittel zugelassen hat (BGH, Beschluss vom 4. Januar 2023 - I ZB 89/22, juris Rn. 2 mwN). Eine solche Zulassung ist hier nicht erfolgt. Die Entscheidung des Beschwerdegerichts, die Rechtsbeschwerde nicht zuzulassen, ist nicht anfechtbar (BGH, Beschluss vom 4. Januar 2023 - I ZB 89/22, juris Rn. 2 mwN). Der Weg zu einer außerordentlichen (Rechts-)Beschwerde ist nicht eröffnet und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (BGH, Beschluss vom 4. Januar 2023 - I ZB 89/22, juris Rn. 2 mwN).

Gegen die Ablehnung einer einstweiligen Anordnung nach § 766 Abs. 1 Satz 2, § 732 Abs. 2 ZPO findet in entsprechender Anwendung von § 707 Abs. 2 Satz 2 ZPO kein Rechtsmittel - und damit auch keine Rechtsbeschwerde - statt (vgl. OLG Köln, NJW-RR 2001, 69 [juris Rn. 6]; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 2. März 2018 - 4 W 28/17, juris Rn. 9 und 12; Lackmann in Musielak/Voit, ZPO, 19. Aufl., § 707 Rn. 12).

II. Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO.

Koch

Feddersen

Pohl

Schmaltz

Wille