Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VII ZR 3/18 ECLI:DE:BGH:2019:230119BVIIZR3.18.0 KI-generiert

Auditor liability for cash-flow statement audits: inclusion in annual financial statements' liability privilege under HGB

Geschäftsnummer VII ZR 3/18
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The German Federal Court of Civil Procedure (BGH) unanimously dismissed the plaintiff's appeal (Revision), leaving the lower court's judgment in force, thereby ruling in favor of the defendant auditor. The dispute concerned the auditor's liability for investment products, where the plaintiff argued that a separate mandate to audit cash flow statements created an independent contractual duty or stricter liability. The court held that such liability does not apply because the cash flow statement is an integral extension of the annual financial statements under § 264(1) sentence 2 of the German Commercial Code (HGB), meaning the audit of cash flow statements is inextricably linked to the annual financial statement audit and thus falls within the liability privilege of § 323(1) sentence 3 HGB.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 552a Satz 1 ZPO, § 522 Abs. 2 Satz 3 ZPO, § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB, § 323 Abs. 1 Satz 3 HGB; Auditor liability for cash-flow statement audits: inclusion in annual financial statements' liability privilege under HGB: The dispute concerned the auditor's liability for investment products, where the plaintiff argued that a separate mandate to audit cash flow statements created an independent contractual duty or stricter liability. The court held that such liability does not apply because the cash flow statement is an integral extension of the annual financial statements under § 264(1) sentence 2 of the German Commercial Code (HGB), meaning the audit of cash flow statements is inextricably linked to the annual financial statement audit and thus falls within the liability privilege of § 323(1) sentence 3 HGB.

Schlagwörter

KI-generiert
Geldflussrechnung Vertragshaftung Finanzkontrolle Revisionshaftung Haftung aus Anlageberatung finanzielle Mittel

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO

Cited in the dispositive to justify the dismissal of the revision on the ground that the matter lacks fundamental significance and does not require the law's development or uniform application.

§ 552a Satz 1 ZPO

Cited in the dispositive to dismiss the revision as having no prospect of success.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Haftung des Wirtschaftsprüfers für Anlageprodukte seines Auftraggebers; Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache bei Vorliegen einer Vielzahl vergleichbarer Rechtstreite gegen den gleichen Beklagten

[TENOR]

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Dresden vom 29. November 2017 wird durch einstimmigen Beschluss auf seine Kosten zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat, die Fortbildung des Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO) und die Revision auch keine Aussicht auf Erfolg hat (§ 552a Satz 1 ZPO).

[GRUENDE]

Zur Begründung nimmt der Senat Bezug auf den Beschluss vom 21. November 2018 (§ 552a Satz 2, § 522 Abs. 2 Satz 3 ZPO). Das Vorbringen des Klägers in dem Schriftsatz vom 13. Dezember 2018 führt zu keiner abweichenden Beurteilung. Der Senat hat bereits in dem Beschluss vom 21. November 2018 (vgl. Rn. 19 ff.) ausgeführt, dass eine Einbeziehung des Klägers in den Schutzbereich des Vertrags oder eine Prospekthaftung im engeren Sinn nicht deswegen in Betracht kommt, weil der Beklagte auch mit der Prüfung der Kapitalflussrechnungen beauftragt war.

Eine abweichende Beurteilung ergibt sich nicht daraus, dass der Auftrag zur Prüfung der Kapitalflussrechnungen gesondert - was von dem Berufungsgericht nicht festgestellt ist - von der F. angeblich erteilt worden sein soll. Selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte die Beauftragung mit einer solchen Sonderleistung hier in einem rechtlichen Zusammenhang mit der Prüfung des Jahresabschlusses gestanden. Das ergibt sich - wie der Senat im Beschluss vom 21. November 2018 bereits näher ausgeführt hat - aus § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB (vgl. MünchKommHGB/Ebke, 3. Aufl., § 317 Rn. 9), wonach kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften, die nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet sind, den Jahresabschluss zusätzlich um eine Kapitalflussrechnung zu erweitern haben, die mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang eine Einheit bildet. Die Kapitalflussrechnung ist insofern erweiternder Bestandteil des Jahresabschlusses, mit dem sie in einem sachlichen Zusammenhang steht (vgl. MünchKommHGB/Reiner, 3. Aufl., § 264 Rn. 5). Der mit dem Beklagten bestehende Vertrag über die Prüfung der Kapitalflussrechnungen unterliegt damit der Haftungsprivilegierung des § 323 Abs. 1 Satz 3 HGB.

Pamp

Graßnack

Sacher

Borris

Brenneisen