Sentencing for rape of a sex worker: exclusion of victim's professional consent and unrelated behavioral changes from mitigating factors
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (6th Criminal Senate) dismissed the appellants' revisions against the lower court's convictions for rape in concurrence with grievous bodily injury, upholding the Landgericht Hannover's judgment and ordering each appellant to bear the costs of their own appeal and those of the counterclaimant. The dispute concerned sentencing considerations in a sexual assault case involving a sex worker victim; the appellate court clarified that it was not a sentencing error to exclude two factors from the appellants' favor: the victim's professional status and willingness to perform sexual acts for compensation (which contradicted newer BGH jurisprudence), and her subsequent cessation of drug use, which the appellate court noted was an independent decision by the victim rather than a direct result of the crime. The decisive legal basis rests on criminal sentencing doctrines, specifically rejecting considerations of victim consent or conduct based on commercial sexual activity and excluding causal links between the offense and unrelated victim behaviors from mitigating sentencing factors.
Legislator-Regeste
KI-generiertSentencing for rape of a sex worker: exclusion of victim's professional consent and unrelated behavioral changes from mitigating factors: Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Schlagwörter
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KI-generiertVolltext
(Strafzumessung bei Vergewaltigung einer Prostituierten)
[TENOR]
Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hannover vom 28. Februar 2024 werden als unbegründet verworfen.
Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Ergänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:
Es benachteiligt die jeweils wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verurteilten Angeklagten nicht, dass das Landgericht bei der Strafzumessung zu ihren Gunsten die – der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. ausführlich dazu BGH, Beschluss vom 9. August 2022 – 6 StR 279/22 mwN; vgl. ferner Schäfer/Sander/van Gemmeren, Praxis der Strafzumessung, 6. Aufl., Rn. 1621) entgegenstehende – Erwägung eingestellt hat, die Nebenklägerin habe als Prostituierte gearbeitet und sei bereit gewesen, bestimmte sexuelle Praktiken gegen Entgelt vorzunehmen. Gleiches gilt für die Wertung, zugunsten der Angeklagten sei zu berücksichtigen, die Geschädigte habe „aufgrund der Tat ihren über das Substitut hinausgehenden Drogen- und Medikamentenkonsum eingestellt“. Dabei lässt die Strafkammer ersichtlich außer Acht, dass maßgeblicher Grund dafür nicht die von den Angeklagten verübte Straftat, sondern eine eigenständige Entscheidung der Nebenklägerin war.
Feilcke
Tiemann
Fritsche
von Schmettau
Arnoldi