Admissibility of complaint for denial of justice against rejection of non-admission of appeal: Requirement of new and independent violation of right to be heard
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Bundesgerichtshof dismissed the plaintiff's complaint for denial of justice (Anhörungsrüge) as inadmissible, with costs awarded against the plaintiff, thereby leaving the prior order rejecting the complaint for non-admission of revision in force. The dispute concerned the procedural admissibility of a complaint challenging the appellate court's decision to reject a non-admission complaint (Nichtzulassungsbeschwerde), where the appellant alleged a violation of its right to be heard (Art. 103(1) German Constitution) due to the court's failure to grant leave to appeal. The decisive legal basis was the requirement that such a complaint must demonstrate a new and independent procedural error by the reviewing court, not merely repeat the substantive arguments for non-admission or claim that the denial of leave implied a failure to consider the appellant's pleadings; the court held that citing the statutory simplified reasoning provision for rejection orders did not constitute a violation of the right to be heard, and the underlying substantive grounds for rejecting the non-admission complaint were found to be well-founded.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 103 Abs. 1 GG, § 97 Abs. 1 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO analog; Admissibility of complaint for denial of justice against rejection of non-admission of appeal: Requirement of new and independent violation of right to be heard: The dispute concerned the procedural admissibility of a complaint challenging the appellate court's decision to reject a non-admission complaint (Nichtzulassungsbeschwerde), where the appellant alleged a violation of its right to be heard (Art. 103(1) German Constitution) due to the court's failure to grant leave to appeal. The decisive legal basis was the requirement that such a complaint must demonstrate a new and independent procedural error by the reviewing court, not merely repeat the substantive arguments for non-admission or claim that the denial of leave implied a failure to consider the appellant's pleadings; the court held that citing the statutory simplified reasoning provision for rejection orders did not constitute a violation of the right to be heard, and the underlying substantive grounds for rejecting the non-admission complaint were found to be well-founded.
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KI-generiertBasis for the order imposing the costs of the proceedings on the plaintiff.
Volltext
Zulässigkeit einer Anhörungsrüge gegen die Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde: Anforderungen an die Darlegung einer neuen und eigenständigen Gehörsverletzung
[TENOR]
Die Anhörungsrüge gegen den Senatsbeschluss vom 8. November 2018 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.
[GRUENDE]
I. Die Anhörungsrüge ist unzulässig.
1. Eine Anhörungsrüge muss Ausführungen dazu enthalten, aus welchen Umständen sich die entscheidungserhebliche Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch das Gericht ergeben soll. Wendet sich die Anhörungsrüge gegen die Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde, bedarf es dazu Ausführungen in Bezug auf die Entscheidung über die Nichtzulassung der Revision (BGH, Beschluss vom 19. März 2009 - V ZR 142/08, NJW 2009, 1609 Rn. 4). Die Anhörungsrüge ist insoweit nur zulässig, wenn die Entscheidung, die Revision nicht zuzulassen, das Verfahrensgrundrecht auf rechtliches Gehör neu und eigenständig verletzt (BVerfGE 107, 395, 410 [juris Rn. 48 f.]; BVerfG, NJW 2008, 2635, 2636 [juris Rn. 16 f.]; NJW 2011, 1497 [juris Rn. 19]; BGH, Beschluss vom 13. Dezember 2007 - I ZR 47/06, GRUR 2008, 932 Rn. 6 = WRP 2008, 956; Beschluss vom 17. Dezember 2015 - I ZR 256/14, juris Rn. 2). Eine Anhörungsrüge muss sich damit auseinandersetzen und in diesem Zusammenhang die Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG darlegen. Hierfür reicht eine schlichte Behauptung einer Gehörsverletzung nicht aus, sondern es ist vielmehr erforderlich, dass die Umstände vorgetragen werden, aus denen sich ergibt, dass der Bundesgerichtshof bei seiner Entscheidung das Vorbringen des Beschwerdeführers übergangen haben muss (vgl. BGH, NJW 2009, 1609 Rn. 9 f. mwN; BGH, Beschluss vom 17. Dezember 2015 - I ZR 256/14, juris Rn. 2; Beschluss vom 15. Februar 2018 - I ZR 216/16, juris Rn. 2).
2. Diesen Anforderungen wird die Anhörungsrüge nicht gerecht.
a) Soweit mit der Anhörungsrüge der Vortrag aus der Nichtzulassungsbeschwerde wiederholt wird, kann die Anhörungsrüge damit nicht begründet werden, weil damit keine neue und eigenständige Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG durch das Rechtsmittelgericht gerügt wird. Dasselbe gilt, soweit die Anhörungsrüge geltend macht, die mit der Nichtzulassungsbeschwerde erhobenen Rügen und dargelegten Zulassungsgründe hätten zwingend zur Zulassung der Revision führen müssen; der Umstand, dass die Zulassung der Revision unterblieben sei, lasse daher darauf schließen, dass der Senat das Vorbringen der Klägerin nicht zur Kenntnis genommen oder nicht in Erwägung gezogen habe. Die Partei hat keinen Anspruch darauf, dass das Gericht sich in dem von ihr für richtig erachteten Sinn mit ihrem Vorbringen befasst (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Juli 2011 - I ZB 68/10, GRUR 2012, 314 Rn. 12 - Medicus.log).
b) Eine neue und eigenständige Gehörsverletzung kann auch nicht damit begründet werden, dass der Bundesgerichtshof von der vom Gesetzgeber in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise vorgesehenen Begründungserleichterung gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO Gebrauch gemacht hat (vgl. im Einzelnen BGH, NJW 2009, 1609 Rn. 6; BGH, Beschluss vom 15. August 2013 - I ZR 119/12, juris Rn. 6 bis 8).
II. Im Übrigen wäre die Anhörungsrüge auch unbegründet. Der Senat hat bei seiner Entscheidung vom 8. November 2018 die Angriffe der Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers in vollem Umfang geprüft, jedoch sämtlich nicht für durchgreifend erachtet.
III. Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO analog.
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