Admissibility of legal complaint against ruling that detention order was unlawful rather than denying detention
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice dismissed the appeal of the competent authority as inadmissible, leaving the lower court’s decision in force which established that the district court’s order for detention violated the rights of the affected individual; the costs of the appeal were imposed on the authority, and no court fees were charged. The case involved a foreign national whose asylum application was rejected, leading to provisional detention and a subsequent district court order for detention to secure deportation; the regional court had ruled that this detention order was unlawful because the underlying detention application was itself inadmissible. The decisive legal basis for the dismissal was the lack of permission for the appeal, as the statutory prerequisites for a permissible appeal in cases involving the denial or rejection of a liberty-depriving measure were not met, specifically referencing the non-applicability of the exceptional admissibility rules for such measures.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 70 Abs. 1 FamFG, § 84 FamFG; Admissibility of legal complaint against ruling that detention order was unlawful rather than denying detention: The case involved a foreign national whose asylum application was rejected, leading to provisional detention and a subsequent district court order for detention to secure deportation; the regional court had ruled that this detention order was unlawful because the underlying detention application was itself inadmissible. The decisive legal basis for the dismissal was the lack of permission for the appeal, as the statutory prerequisites for a permissible appeal in cases involving the denial or rejection of a liberty-depriving measure were not met, specifically referencing the non-applicability of the exceptional admissibility rules for such measures.
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KI-generiertVolltext
Abschiebungshaft: Zulässigkeit der Beschwerde gegen einen die Rechtswidrigkeit der Sicherungshaft anordnenden Beschluss
[TENOR] Die Rechtsbeschwerde der beteiligten Behörde gegen den Beschluss des Landgerichts Arnsberg - 5. Zivilkammer - vom 7. März 2017 wird als unzulässig verworfen.
Gerichtskosten werden nicht erhoben. Die zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendigen Auslagen des Betroffenen in dem Rechtsbeschwerdeverfahren werden dem Hochsauerlandkreis auferlegt.
Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens beträgt 5.000 €.
[GRUENDE] I.
1
Der Betroffene, ein marokkanischer Staatsangehöriger, reiste am 1. Februar 2016 in die Bundesrepublik Deutschland ein und stellte einen Asylantrag. Dieser wurde mit Bescheid des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vom 12. September 2016 abgelehnt und der Betroffene aufgefordert, die Bundesrepublik Deutschland binnen einer Woche nach Bekanntgabe der Entscheidung zu verlassen. Am 12. Januar 2017 wurde der Betroffene vorläufig festgenommen.
2
Mit Beschluss vom gleichen Tag hat das Amtsgericht auf Antrag der beteiligten Behörde gegen den Betroffenen Haft zur Sicherung von dessen Abschiebung bis zum 26. März 2017 angeordnet. Auf die Beschwerde hat das Landgericht festgestellt, dass der Beschluss des Amtsgerichts den - zwischenzeitlich aus der Haft entlassenen - Betroffenen in seinen Rechten verletzt hat. Mit der von dem Landgericht nicht zugelassenen Rechtsbeschwerde beantragt die beteiligte Behörde, diesen Beschluss aufzuheben und die Beschwerde des Betroffenen nebst dem damit verbundenen Feststellungsantrag zu verwerfen.
II.
3
Nach Ansicht des Beschwerdegerichts durfte Haft zur Sicherung der Abschiebung des Betroffenen mangels Vorliegens eines zulässigen Haftantrages nicht angeordnet werden.
III.
4
1. Die Rechtsbeschwerde ist nicht statthaft, da sie von dem Beschwerdegericht nicht zugelassen wurde (§ 70 Abs. 1 FamFG). Die Voraussetzungen des § 70 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 i.V.m. Satz 3 FamFG liegen nicht vor, weil sich die Rechtsbeschwerde nicht gegen einen Beschluss richtet, durch den eine freiheitsentziehende Maßnahme abgelehnt oder zurückgewiesen worden ist.
5
2. Die Kostenentscheidung beruht auf § 84 FamFG. Die Festsetzung des Gegenstandswerts richtet sich nach § 36 Abs. 3 GNotKG.
Stresemann
Schmidt-Räntsch
Kazele
Haberkamp
Hamdorf