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VIa ZR 1428/22 ECLI:DE:BGH:2023:060323BVIAZR1428.22.0 KI-generiert

Statute of limitations for tort claims based on EU-derived protective statutes under § 823 Abs. 2 BGB

Geschäftsnummer VIa ZR 1428/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) rejected the plaintiff's application to stay proceedings and dismissed his non-acceptance complaint, thereby upholding the lower court's decision to dismiss the appeal and leaving the defendant's victory intact. The dispute concerned a civil tort claim under § 823 Abs. 2 BGB combined with EU-derived protective statutes, where the appellate court had alternatively held the claim to be time-barred. The BGH found no grounds for admission, noting that the appellate court's reasoning aligned with established BGH case law regarding the interpretation of these protective laws and that the EU principles of equivalence and effectiveness did not mandate a different outcome, thereby ruling against the plaintiff and ordering him to bear the costs of the complaint proceedings.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 823 Abs. 2 BGB, § 97 Abs. 1 ZPO, § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO; Statute of limitations for tort claims based on EU-derived protective statutes under § 823 Abs. 2 BGB: The dispute concerned a civil tort claim under § 823 Abs. 2 BGB combined with EU-derived protective statutes, where the appellate court had alternatively held the claim to be time-barred. The BGH found no grounds for admission, noting that the appellate court's reasoning aligned with established BGH case law regarding the interpretation of these protective laws and that the EU principles of equivalence and effectiveness did not mandate a different outcome, thereby ruling against the plaintiff and ordering him to bear the costs of the complaint proceedings.

Schlagwörter

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Verjährungsfristen Zivilrechtsstreitigkeit Anwendung der Gesetze Sistierung des Verfahrens Auslegung des Rechts E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO

Basis for rejecting the non-admission complaint because the legal matter lacked fundamental significance or a need for uniform legal interpretation.

§ 97 Abs. 1 ZPO

Basis for imposing the costs of the complaint proceedings on the losing plaintiff.

§ 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO

Procedural basis for the court's decision to omit a further detailed reasoning regarding the dismissal of the complaint.

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Volltext

Der Antrag des Klägers auf Aussetzung des Verfahrens wird abgelehnt.

Die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers gegen den Beschluss des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 12. September 2022 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung hat noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).

Die vom Kläger angeführten Zulassungsgründe gegen die selbständig die Zurückweisung der Berufung tragende Begründung des Berufungsgerichts, jedenfalls sei ein aus anderen Gründen nicht gegebener Anspruch gemäß § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit vom Kläger unionsrechtlich hergeleiteten Schutzgesetzen auch verjährt, greifen nicht durch. Die von der Beschwerde aufgeworfenen Fragen hat der Bundesgerichtshof durch Urteil vom 13. Juni 2022 (VIa ZR 680/21, NJW-RR 2022, 1251 Rn. 25 ff.), mithin vor Erlass des Berufungsurteils, in gleichem Sinne wie das Berufungsgericht entschieden, das sich der höchstrichterlichen Rechtsprechung angeschlossen hat. Die unionsrechtlichen Grundsätze der Äquivalenz und Effektivität gebieten kein anderes Ergebnis (vgl. BGH, Urteil vom 10. Oktober 2022 - VIa ZR 542/21, juris Rn. 24). Auf die übrigen Rügen der Beschwerde kommt es nicht an. Dabei hat der Senat die geltend gemachten Verletzungen von Verfahrensgrundrechten geprüft, aber für nicht durchgreifend erachtet. Die Beschwerde könnte nur dann Erfolg haben, wenn hinsichtlich sämtlicher tragender Begründungen Zulassungsgründe gegeben wären (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 8. Januar 2019 - VIII ZR 18/18, juris Rn. 3; Beschluss vom 16. Dezember 2021 - I ZR 186/20, juris Rn. 27). Das ist hier nicht der Fall (vgl. auch BGH, Urteil vom 22. Februar 2022 - VI ZR 265/20, VersR 2023, 341 Rn. 18; Urteil vom 22. Februar 2022 - VI ZR 934/20, VersR 2022, 852 Rn. 14; Beschluss vom 12. September 2022 - VIa ZR 230/22, juris Rn. 17).

Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen, weil sie nicht geeignet wäre, zur Klärung der Voraussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt bis 30.000 €.

Menges

Krüger

Götz

Rensen

Wille