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V ZR 247/23 ECLI:DE:BGH:2024:060624BVZR247.23.0 KI-generiert

Denial of legal aid for non-admission complaint due to failure to meet statutory value threshold for association of tenants' accounting dispute

Geschäftsnummer V ZR 247/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Civil Justice dismissed the plaintiff's application for the appointment of legal aid counsel, thereby denying the applicant access to the non-admission complaint procedure and leaving the lower court's decision on the association of tenants' accounting and discharge resolutions in force. The dispute concerned a unit owner's attempt to challenge the approval of a yearly accounting statement and three discharge resolutions for the building manager and administrative board, where the applicant argued that the monetary threshold for filing a non-admission complaint was constitutionally questionable and analogous to EU labor law principles regarding unused vacation pay. The court ruled that the intended litigation was devoid of prospects of success because the value in dispute was only €2,895.11, falling below the mandatory €20,000 threshold required by § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO for a non-admission complaint, and rejected the plaintiff's constitutional objections to this statutory provision.

Legislator-Regeste

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§ 78b Abs. 1 ZPO, § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO; Denial of legal aid for non-admission complaint due to failure to meet statutory value threshold for association of tenants' accounting dispute: Die Verfassungsmäßigkeit von § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO ist entgegen der Auffassung des Klägers nicht zweifelhaft (vgl. zur Vorgängerregelung des § 26 Nr. 8 EGZPO BGH, Beschluss vom 14. Oktober 2014 - VIII ZR 240/14, WuM 2014, 754 Rn. 2; Beschluss vom 18. Dezember 2002 - IX ZA 31/02, NJW-RR 2003, 645; allg. zum Instanzenzug BVerfGE 19, 323). Seine Schlussfolgerungen aus dem die Abgeltung nicht genommenen Jahresurlaubs bei der Eigenkündigung eines Beschäftigten im öffentlichen Dienst betreffenden Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 18. Januar 2024 (Comune di Copertino, C-218/22, EU:C:2024:51) liegen neben der Sache.

Schlagwörter

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Mieter nicht-administrative Streitigkeit unentgeltliche Rechtspflege Rückstellung Entlastungsbeschluss Zivilprozessverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Der Antrag des Klägers auf Beiordnung eines Notanwalts wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Die Beiordnung eines Notanwalts kommt nicht in Betracht. Denn die beabsichtigte Rechtsverfolgung ist aussichtslos (§ 78b Abs. 1 ZPO).

1. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig, weil der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer, wie der Kläger letztlich auch selbst sieht, 20.000 € nicht übersteigt (§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO). Sein Interesse an der Anfechtung der Genehmigung der Jahresabrechnung für das Jahr 2015 (Klageantrag zu 6) beträgt 226,25 €. Hinzuzurechnen ist sein Interesse an der Anfechtung der drei Entlastungsbeschlüsse (Klageanträge zu 3 bis 5): Dieses bemisst sich unter Berücksichtigung seines Anteils an eventuellen Schadensersatzansprüchen auf 168,86 € zuzüglich seines Interesses an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Verwalter und dem Verwaltungsbeirat, das mangels besonderer Anhaltspunkte mit je 1.000 € für die beiden den Verwalter betreffenden Beschlüsse und mit 500 € für den den Verwaltungsbeirat betreffenden Beschluss anzusetzen ist (vgl. Senat, Beschluss vom 17. März 2016 - V ZB 166/13, NJW-RR 2016, 649 Rn. 10 f. mwN; Beschluss vom 9. März 2017 - V ZB 113/16, NJW-RR 2017, 1099 Rn. 10). Daraus ergibt sich eine mit der Revision geltend zu machende Beschwer des Klägers von insgesamt (nur) 2.895,11 €.

2. Die Verfassungsmäßigkeit von § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO ist entgegen der Auffassung des Klägers nicht zweifelhaft (vgl. zur Vorgängerregelung des § 26 Nr. 8 EGZPO BGH, Beschluss vom 14. Oktober 2014 - VIII ZR 240/14, WuM 2014, 754 Rn. 2; Beschluss vom 18. Dezember 2002 - IX ZA 31/02, NJW-RR 2003, 645; allg. zum Instanzenzug BVerfGE 19, 323). Seine Schlussfolgerungen aus dem die Abgeltung nicht genommenen Jahresurlaubs bei der Eigenkündigung eines Beschäftigten im öffentlichen Dienst betreffenden Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 18. Januar 2024 (Comune di Copertino, C-218/22, EU:C:2024:51) liegen neben der Sache.

Brückner

Göbel

Laube

Grau

Schmidt