Value in dispute threshold for non-admission appeal in housing tenancy cases: calculation of vacating order based on 3.5 times annual net rent
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) denied the defendant's application for legal aid (processkostenhilfe) to file a non-admission appeal (Nichtzulassungsbeschwerde) against a regional court judgment, finding the appeal inadmissible and devoid of prospects of success. The dispute arose from a housing tenancy termination where the defendant was ordered to vacate the apartment and pay outstanding rent, but the calculated value in dispute (Streitwert) did not meet the statutory threshold required for such an appeal. Under German civil procedure law, specifically § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO, a non-admission appeal for a violation of the law requires a dispute value exceeding €20,000; however, pursuant to §§ 8, 9 ZPO and established BGH case law for indefinite rental agreements, the value of a vacating order is calculated as 3.5 times the annual net rent. Here, the total value in dispute amounted to only €11,664.42 (comprising €927.12 in monetary claims and €10,737.30 derived from a monthly net rent of €255.65), falling significantly below the admissibility threshold, rendering the sought legal remedy unavailable under § 114 Abs. 1 ZPO.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO, § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO; Value in dispute threshold for non-admission appeal in housing tenancy cases: calculation of vacating order based on 3.5 times annual net rent: Nach der Rechtsprechung des Senats bemisst sich die Beschwer durch eine Verurteilung zur Räumung einer Wohnung gemäß §§ 8, 9 ZPO nach dem 3 1/2-fachen Jahresbetrag der Nettomiete, wenn es sich (wie hier) um ein unbefristetes Mietverhältnis handelt und die "streitige" Zeit deshalb nicht bestimmt ist (st. Rspr.; vgl. nur Senatsbeschluss vom 17. Januar 2017 - VIII ZR 178/16, WuM 2017, 162 Rn. 3 mwN).
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KI-generiertVolltext
Prozesskostenhilfeversagung für Nichtzulassungsbeschwerde: Nichterreichen des Beschwerdewerts; Beschwer bei Verurteilung zur Räumung einer Wohnung
[TENOR]
Der Antrag der Beklagten, ihr Prozesskostenhilfe für eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil den Landgerichts Osnabrück vom 22. Januar 2020 zu gewähren, wird zurückgewiesen.
[GRUENDE]
Die beantragte Prozesskostenhilfe konnte nicht bewilligt werden, weil die beabsichtigte Nichtzulassungsbeschwerde mangels Erreichens des Beschwerdewertes von mehr als 20.000 € (§ 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) unzulässig wäre und deshalb von vornherein keine Aussicht auf Erfolg hätte (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO).
Nach der Rechtsprechung des Senats bemisst sich die Beschwer durch eine Verurteilung zur Räumung einer Wohnung gemäß §§ 8, 9 ZPO nach dem 3 1/2-fachen Jahresbetrag der Nettomiete, wenn es sich (wie hier) um ein unbefristetes Mietverhältnis handelt und die "streitige" Zeit deshalb nicht bestimmt ist (st. Rspr.; vgl. nur Senatsbeschluss vom 17. Januar 2017 - VIII ZR 178/16, WuM 2017, 162 Rn. 3 mwN).
Der Beschwerdewert beträgt danach lediglich 11.664,42 € und setzt sich zusammen aus der Verurteilung zur Zahlung von 927,12 € sowie - bezüglich des Räumungsausspruchs - aus dem 3 1/2-fachen Betrag der Jahresnettomiete, woraus sich bei einer monatlichen Nettomiete von 255,65 € ein Betrag von 10.737,30 € ergibt (42 x 255,65 €).
Dr. Milger
Dr. Fetzer
Dr. Bünger
Dr. Schmidt
Wiegand