WEG Act reform impact on pre-2020 community resolutions for standing in work-contract warranty claims
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice dismissed the defendant's complaint against the non-admission of revision, thereby upholding the lower court’s decision and leaving the liability for costs with the defendant, confirming that the property owners' association has standing to sue. The dispute concerned whether a community resolution enacted prior to December 1, 2020, granting the association authority to bring claims for contract law warranty rights (specifically cost advances for defect removal) regarding common property remained valid after the enactment of the new WEG Act. Relying on its recent precedent in V ZR 213/21, the court held that § 9a(2) WEG did not invalidate pre-existing resolutions, affirming that the association’s right to exercise such claims persists for both contractual and work-contract based remedies, and further finding that the defendant’s arguments lacked merit even on the merits.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 101 Abs. 1 ZPO, § 637 Abs. 3 BGB, § 97 Abs. 1, § 101 Abs. 1 ZPO; WEG Act reform impact on pre-2020 community resolutions for standing in work-contract warranty claims: The dispute concerned whether a community resolution enacted prior to December 1, 2020, granting the association authority to bring claims for contract law warranty rights (specifically cost advances for defect removal) regarding common property remained valid after the enactment of the new WEG Act. Relying on its recent precedent in V ZR 213/21, the court held that § 9a(2) WEG did not invalidate pre-existing resolutions, affirming that the association’s right to exercise such claims persists for both contractual and work-contract based remedies, and further finding that the defendant’s arguments lacked merit even on the merits.
Schlagwörter
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KI-generiertProvisions cited in the dispositive to determine the allocation of costs caused by the intervening party (Nebenintervention).
Volltext
Prozessführungsbefugnis einer WEG für werkvertragliche Gewährleistungsansprüche
[TENOR]
Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des 9. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 10. Dezember 2021 wird zurückgewiesen.
Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens mit Ausnahme der durch die Nebenintervention auf Beklagtenseite verursachten Kosten; diese trägt die Streithelferin selbst (§ 97 Abs. 1, § 101 Abs. 1 ZPO).
Gegenstandswert: 27.370 €
[GRUENDE]
Der von der Beschwerde geltend gemachte Zulassungsgrund der grundsätzlichen Bedeutung der Frage, ob ein vor dem 1. Dezember 2020 ergangener Vergemeinschaftungsbeschluss einer Wohnungseigentümergemeinschaft bezüglich werkvertraglicher Ansprüche eines Erwerbers, die auf die Beseitigung von Mängeln am Gemeinschaftseigentum gerichtet sind, durch das In-Kraft-Treten von § 9a Abs. 2 WEG seine Wirksamkeit verloren hat, liegt nicht mehr vor. Der Bundesgerichtshof hat die genannte Frage im Urteil vom 11. November 2022 - V ZR 213/21 Rn. 18 ff., Rn. 24 ff., Rn. 30 ff., NJW 2023, 217 in dem Sinne beantwortet, dass die Prozessführungsbefugnis einer Wohnungseigentümergemeinschaft, die sich aus einem vor dem 1. Dezember 2020 erlassenen Vergemeinschaftungsbeschluss ergibt, auch nach der Neuregelung der Ausübungsbefugnis der Wohnungseigentümergemeinschaft in § 9a Abs. 2 WEG fortbesteht. Das gilt sowohl, wenn ein entsprechender Anspruch des Erwerbers auf eine kaufvertragliche Nachbesserungspflicht gestützt wird, als auch, wenn - wie hier - ein werkvertraglicher Anspruch auf Kostenvorschuss (§ 634 Nr. 2, § 637 Abs. 3 BGB) in Rede steht.
Die Entscheidung des Berufungsgerichts steht im Einklang mit der nunmehr ergangenen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 11. November 2022 - V ZR 213/21, NJW 2023, 217).
Eine Revision der Beklagten hätte auch im Übrigen in der Sache keine Aussicht auf Erfolg.
Von einer weiteren Begründung wird abgesehen, weil sie nicht geeignet wäre, zur Klärung der Voraussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist (§ 544 Abs. 6 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO).
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