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5 StR 326/23 ECLI:DE:BGH:2024:270624B5STR326.23.0 KI-generiert

Substitution of private plaintiff’s counsel due to illness: application of § 143a StPO and eligibility of retired academic as auxiliary counsel

Geschäftsnummer 5 StR 326/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice, 5th Criminal Senate, ordered the revocation of the previously appointed auxiliary counsel for the private plaintiff and directed the appointment of the plaintiff’s newly designated representative in their stead, effectively siding with the private plaintiff’s request for substitution. The dispute concerned the continued adequacy of representation during criminal proceedings, where the initially appointed counsel was unable to fulfill duties due to long-term illness, prompting a motion to substitute with a specified academic lawyer who was already familiar with the case files from prior involvement. The Court based its decision on the analogous application of § 143a(2) No. 3 Sentence 1 Variant 2 StPO to the private plaintiff’s counsel under § 397a StPO, determining that the original appointment could no longer guarantee appropriate representation; it further upheld the new appointment under §§ 397a(3) Sentence 2 and 142(5) Sentence 3 StPO, rejecting arguments that the substitute’s retirement status or the short timeline before the appellate hearing were prohibitive, while denying the General Federal Prosecutor’s request for joint representation under § 397b(1) StPO as it would cause unequal treatment without significant procedural efficiency.

Legislator-Regeste

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§ 143 StPO, § 142 Abs. 5 Satz 3 StPO, § 397b Abs. 1 StPO; Substitution of private plaintiff’s counsel due to illness: application of § 143a StPO and eligibility of retired academic as auxiliary counsel: Die Bestellung von Rechtsanwalt W. ist in entsprechender Anwendung des § 143a Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Var. 2 StPO (vgl. LR/Wenske, StPO, 27. Aufl., § 397a Rn. 41; zur analogen Anwendung von § 143 StPO aF BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2018 – 4 StR 184/18 mwN) aufzuheben, weil eine angemessene Vertretung des Nebenklägers aufgrund der längerfristigen Erkrankung des Beistands nicht mehr gewährleistet ist.

Schlagwörter

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Bestellung eines Rechtsbeistands gesetzliche Vertretung neues rechtliches Vorbringen prozessleitende Verfügungen Pflichten der Staatsanwaltschaft Vertretungsverbot für Rechtsanwälte

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Dem Nebenkläger G. wird auf seinen Antrag N. anstelle von Rechtsanwalt W. zum Beistand bestellt.

[GRUENDE]

Die Bestellung von Rechtsanwalt W. ist in entsprechender Anwendung des § 143a Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Var. 2 StPO (vgl. LR/Wenske, StPO, 27. Aufl., § 397a Rn. 41; zur analogen Anwendung von § 143 StPO aF BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2018 – 4 StR 184/18 mwN) aufzuheben, weil eine angemessene Vertretung des Nebenklägers aufgrund der längerfristigen Erkrankung des Beistands nicht mehr gewährleistet ist.

An seiner statt ist der vom Nebenkläger bezeichnete N. zu bestellen, weil wichtige Gründe nicht entgegenstehen (§ 397a Abs. 3 Satz 2, § 142 Abs. 5 Satz 3 StPO). Dass der Universitätsprofessor in den Ruhestand getreten ist, hindert seine Wahl nach § 138 Abs. 1 und 3 StPO nicht (vgl. LR/Jahn, StPO, 27. Aufl., § 138 Rn. 18; KK-StPO/Willnow, 9. Aufl., § 138 Rn. 5; MüKo-StPO/Kämpfer/Travers, 2. Aufl., § 138 Rn. 10). Ebenso wenig steht die Kürze der Zeit bis zur Revisionshauptverhandlung seiner Bestellung entgegen, weil er als ehemaliger Beistand des verstorbenen Nebenklägers M. in den Verfahrensstoff eingearbeitet ist, wie er auf Nachfrage versichert hat. Die vom Generalbundesanwalt beantragte Anordnung einer gemeinschaftlichen Nebenklagevertretung nach § 397b Abs. 1 StPO hätte hingegen eine Ungleichbehandlung gegenüber den übrigen Nebenklägern ohne bedeutsame Vereinfachung oder Beschleunigung des Verfahrens bedeutet.

Cirener