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EnVR 4/23 ECLI:DE:BGH:2024:100624BENVR4.23.0 KI-generiert

Enforcement of agreed cost distribution following complaint withdrawal in regulatory proceedings

Geschäftsnummer EnVR 4/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage geteilt

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) decided that the proceeding is to be treated as not having been filed following the complainant’s withdrawal of the complaint in settlement with the regulatory authority, and ordered the respondent to bear 61.82% of court costs and 74.02% of extrajudicial costs for the appeal, and 100% of the costs for the legal recourse procedure, while the complainant bore the remainder; the dispute involved a complaint against a regulatory decision where the parties reached an out-of-court agreement on the resolution of the dispute and the distribution of procedural costs. The decisive legal basis for the outcome is § 90 of the Energy Industry Act (EnWG), which permits the court to give effect to the parties' agreed cost allocation in lieu of the standard application of "equity" that would typically shift all costs to the withdrawing party, provided such an agreement exists.

Legislator-Regeste

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§ 50 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 GKG, § 3 ZPO, § 90 EnWG; Enforcement of agreed cost distribution following complaint withdrawal in regulatory proceedings: The decisive legal basis for the outcome is § 90 of the Energy Industry Act (EnWG), which permits the court to give effect to the parties' agreed cost allocation in lieu of the standard application of "equity" that would typically shift all costs to the withdrawing party, provided such an agreement exists.

Schlagwörter

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Prozesserledigung Vollstreckungskosten Kostenverlegung prozessleitende Verfügungen Ertrag E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
§ 50 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 GKG
Cited as the basis for the determination of the subject value of the legal recourse proceedings.
§ 3 ZPO
Cited as the basis for the determination of the subject value of the legal recourse proceedings.
§ 90 EnWG
Serves as the legal basis for the decision on the distribution of costs in the appeal and legal recourse procedures.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 90 EnWG

Serves as the legal basis for the decision on the distribution of costs in the appeal and legal recourse procedures.

§ 50 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 GKG

Cited as the basis for the determination of the subject value of the legal recourse proceedings.

§ 3 ZPO

Cited as the basis for the determination of the subject value of the legal recourse proceedings.

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Volltext

Die Beschwerdegegnerin trägt von den Kosten des Beschwerdeverfahrens 61,82 % der Gerichtskosten und 74,02 % der außergerichtlichen Kosten sowie die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens (Gerichtskosten und außergerichtliche Kosten) in voller Höhe.

Der Gegenstandswert für das Rechtsbeschwerdeverfahren wird auf 12.095.718 € festgesetzt. Im Übrigen verbleibt es bei der Wertfestsetzung des Beschwerdegerichts.

[GRUENDE]

Die Betroffene hat die Beschwerde im Einvernehmen mit der Bundesnetzagentur zurückgenommen. Die Rücknahme der Beschwerde bewirkt, dass das Verfahren als nicht anhängig geworden anzusehen ist (BGH, Beschlüsse vom 27. August 2013 - EnVR 19/10, juris Rn. 1; vom 23. April 2013 - EnVR 47/12, juris Rn. 2 mwN).

Die Kostenentscheidung beruht auf § 90 EnWG. Zwar entspricht es nach der Rechtsprechung des Senats regelmäßig der Billigkeit, die Kosten des Beschwerde- und Rechtsbeschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und die Erstattung der außergerichtlichen Auslagen der Regulierungsbehörde anzuordnen, wenn der Beschwerdeführer sich durch die Rücknahme seiner Beschwerde in die Rolle des Unterlegenen begeben hat (BGH, Beschlüsse vom 3. März 2009 - EnVR 75/07, juris Rn. 1; vom 7. November 2006 - KVR 19/06, WuW/E DE-R 1982 Rn. 2 - Kostenverteilung nach Rechtsbeschwerderücknahme). Indes ist eine solche Kostenfolge unbillig, wenn sich der Beschwerdeführer in einer außergerichtlichen Einigung über die Erledigung des Streits zur Rücknahme verpflichtet hat (vgl. BGH, Beschluss vom 27. August 2013 - EnVR 19/10, juris Rn. 2). Ist dabei - wie hier - auch eine Einigung über die Verteilung der Kosten des Beschwerde- und Rechtsbeschwerdeverfahrens erzielt worden, ist diese nach Rücknahme der Beschwerde grundsätzlich bei der anschließend zu treffenden Kostenentscheidung zugrunde zu legen. Soweit der Senat in früheren Entscheidungen angenommen hat, es entspräche bei einer außergerichtlichen Einigung grundsätzlich der Billigkeit, die Kosten des Verfahrens gegeneinander aufzuheben, da hierin ein Fall gegenseitigen Nachgebens läge, steht diese Rechtsprechungspraxis immer unter dem Vorbehalt einer von den Verfahrensbeteiligten vereinbarten Kostenregelung (vgl. BGH, Beschlüsse vom 27. August 2013 - EnVR 19/10, juris Rn. 2; vom 3. Februar 2014 - EnVR 11/11, juris Rn. 2), wie sie hier vorliegt.

Die Festsetzung des Gegenstandswerts beruht auf § 50 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 GKG und § 3 ZPO.

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