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AnwZ (Brfg) 28/22 ECLI:DE:BGH:2023:080223BANWZ.BRFG.28.22.0 KI-generiert

Withdrawal of specialist title challenge: Dismissal of un-substantiated appeal and cost allocation for procedural non-compliance

Geschäftsnummer AnwZ (Brfg) 28/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) ordered the dismissal of the admission proceedings, declared the lower court’s judgment of July 28, 2022, moot, and imposed the costs of the proceedings on the plaintiff, who consequently did not prevail; the dispute concerned the revocation of the plaintiff’s qualification to use the title "Tax Law Specialist" by the defendant bar association, a challenge for which the plaintiff filed a request for admission of appeal but failed to substantiate it within the statutory deadline. The decisive legal basis for the dismissal and the rendering of the prior judgment ineffective includes § 112e Sentence 2 BRAO, § 125 Para. 1 Sentence 1, § 173 Sentence 1 VwGO, and § 269 Para. 3 Sentence 1 Halbsatz 2 ZPO, while the cost allocation was determined under § 112c Para. 1 Sentence 1 BRAO and § 161 Para. 2 Sentence 1 VwGO based on the principle that the plaintiff’s un-substantiated appeal would have been inadmissible under § 124a Para. 4 Sentence 4 VwGO.

Legislator-Regeste

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§ 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO, § 92 Abs. 3 Satz 1 VwGO, § 173 Satz 1 VwGO, § 161 Abs. 2 Satz 1 VwGO, § 52 Abs. 1 GKG; Withdrawal of specialist title challenge: Dismissal of un-substantiated appeal and cost allocation for procedural non-compliance: Die Streitwertfestsetzung folgt aus § 194 Abs. 1 BRAO, § 52 Abs. 1 GKG; insoweit setzt der Senat in ständiger Rechtsprechung den Streitwert mit 12.500 € fest (vgl. nur Beschluss vom 27. April 2016 - AnwZ (Brfg) 3/16, juris Rn. 16 mwN).

Schlagwörter

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Verfahrenskosten gesetzliche Ausschlussfrist Fristwahrung Steuerjustizverfahren Rückzug des Rechtsbegehrens Verfahrensgrundsatz

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Das Zulassungsverfahren wird eingestellt.

Das am 27. und 28. Juli 2022 den Beteiligten an Verkündungs statt zugestellte Urteil des 1. Senats des Hessischen Anwaltsgerichtshofs ist gegenstandslos.

Der Kläger hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.

Der Wert des Zulassungsverfahrens wird auf 12.500 € festgesetzt.

[GRUENDE]

I. Die Beklagte widerrief mit Bescheid vom 16. März 2021 die Berechtigung des Klägers, die Bezeichnung "Fachanwalt für Steuerrecht" zu führen. Hiergegen erhob der Kläger bei dem Anwaltsgerichtshof Klage. Der Anwaltsgerichtshof hat mit dem Kläger am 28. Juli 2022 an Verkündungs statt zugestelltem Urteil die Klage abgewiesen. Hiergegen hat der Kläger mit an den Anwaltsgerichtshof gerichtetem, am selben Tag eingegangenem Schriftsatz vom 29. August 2022 (Montag) die Zulassung der Berufung beantragt. Diesen Antrag hat er bis zum Ablauf der Begründungsfrist am 28. September 2022 (§ 112e Satz 2 BRAO, § 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO) nicht begründet. Nachdem er auf die Berechtigung zur Führung des Titels "Fachanwalt für Steuerrecht" verzichtet hatte, haben die Parteien das vor dem Senat anhängige Verfahren betreffend den Antrag des Klägers auf Zulassung der Berufung übereinstimmend in der Hauptsache für erledigt erklärt.

II. Nachdem die Parteien die Hauptsache übereinstimmend für erledigt erklärt haben, ist das Zulassungsverfahren entsprechend § 112e Satz 2 BRAO, § 125 Abs. 1 Satz 1, § 92 Abs. 3 Satz 1 VwGO einzustellen. Ferner ist zur Klarstellung entsprechend § 112c Abs. 1 Satz 1 BRAO, § 173 Satz 1 VwGO, § 269 Abs. 3 Satz 1 Halbsatz 2 ZPO auszusprechen, dass das angefochtene Urteil wirkungslos geworden ist. Für die gemäß § 112c Abs. 1 Satz 1 BRAO, § 161 Abs. 2 Satz 1 VwGO zu treffende Entscheidung über die Kosten des Verfahrens ist nach § 112e Satz 2 BRAO, § 125 Abs. 1 Satz 1, § 87a Abs. 1 Nr. 3 bis 5, Abs. 3 VwGO der Berichterstatter zuständig.

Über die Kosten ist nach § 112c Abs. 1 Satz 1 BRAO, § 161 Abs. 2 Satz 1 VwGO nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstands zu entscheiden. Danach sind vorliegend die Kosten dem Kläger aufzuerlegen. Denn sein Antrag auf Zulassung der Berufung hätte keinen Erfolg gehabt. Er wäre als unzulässig zu verwerfen gewesen, weil der Kläger den Antrag bis zum Ablauf der Begründungsfrist am 28. September 2022 (§ 112e Satz 2 BRAO, § 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO) nicht begründet hat.

III. Die Streitwertfestsetzung folgt aus § 194 Abs. 1 BRAO, § 52 Abs. 1 GKG; insoweit setzt der Senat in ständiger Rechtsprechung den Streitwert mit 12.500 € fest (vgl. nur Beschluss vom 27. April 2016 - AnwZ (Brfg) 3/16, juris Rn. 16 mwN).

Remmert