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5 StR 226/17 ECLI:DE:BGH:2017:290617B5STR226.17.0 KI-generiert

Admissibility of using a confession from a failed plea bargain in a subsequent successful plea bargain under § 257a StPO

Geschäftsnummer 5 StR 226/17
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Criminal Justice (5th Senate) dismissed the defendant’s appeal as unfounded, upholding the conviction and order of costs against him. The dispute centered on whether a prior confession made during a failed plea bargain (Verständigung) could be used as the basis for a subsequent, successful plea bargain and resulting conviction. The court ruled that the use of the prior confession was permissible, interpreting the failure of the first negotiation as the defendant’s implicit consent to allow the court to rely on that statement in the second proceeding. The decisive legal basis was § 257a Abs. 4 Satz 3 StPO, which the court interpreted to prohibit the use of such confessions only when no new plea bargain is concluded; it distinguished these procedural rules from absolute exclusionary grounds like those in § 136a StPO for coerced confessions, holding that the defendant retains control over such statements.

Legislator-Regeste

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§ 257c StPO, § 257a Abs. 4 Satz 3 StPO, § 136a StPO, § 136a Abs. 3 StPO; Admissibility of using a confession from a failed plea bargain in a subsequent successful plea bargain under § 257a StPO: The dispute centered on whether a prior confession made during a failed plea bargain (Verständigung) could be used as the basis for a subsequent, successful plea bargain and resulting conviction. The court ruled that the use of the prior confession was permissible, interpreting the failure of the first negotiation as the defendant’s implicit consent to allow the court to rely on that statement in the second proceeding. The decisive legal basis was § 257a Abs. 4 Satz 3 StPO, which the court interpreted to prohibit the use of such confessions only when no new plea bargain is concluded; it distinguished these procedural rules from absolute exclusionary grounds like those in § 136a StPO for coerced confessions, holding that the defendant retains control over such statements.

Schlagwörter

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Geständnis Klagegründe Vorbenutzung Teilnahme an der Straftat Verfahrensvorschriften E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 257c StPO

Cited as the procedural rule regarding the failed prior plea bargain (Verständigung) whose legal consequences define the scope of the appeal's rejection.

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Volltext

Strafverfahren: Verwertung des Geständnisses des Angeklagten aus einer zuvor gescheiterten Verständigung bei einer zweiten Verständigung

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom 9. Februar 2017 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Zur Rüge einer Verletzung von § 257c StPO hat der Generalbundesanwalt in seiner Zuschrift Folgendes ausgeführt:

„Die Rüge zeigt keinen Verfahrensfehler auf. In dem (formgerechten) Abschluss der zweiten Verständigung liegt die konkludente Erklärung des Angeklagten, das Landgericht möge sein Geständnis aus der zuvor gescheiterten Verständigung zur Grundlage seiner Entscheidung machen. Das ist zulässig und kein Gesetzesverstoß. Das Verwertungsverbot aus § 257a Abs. 4 Satz 3 StPO betrifft nur diejenigen Fälle, in denen es nach dem Scheitern einer Verständigung unter den Voraussetzungen des § 257c Abs. 4 Sätze 1 und 2 StPO zu keiner weiteren, neuen Verständigung kommt, in deren Folge ein Angeklagter erneut ein gleichlautendes Geständnis ablegen möchte. Bei Abschluss einer neuen Verständigung ist es einem Angeklagten deshalb unbenommen, auf sein ursprüngliches Geständnis - auch konkludent - zurückzugreifen. So lag es hier. Anders als in den Fällen eines durch verbotene Methoden, wie der Folter, erlangten Geständnisses nach § 136a StPO unterliegt das Geständnis aus einer (gescheiterten) Verständigung der Disposition des Betroffenen. Dies folgt schon aus dem Wortlautvergleich von § 257c Abs. 4 Satz 3 und § 136a Abs. 3 StPO.“

Dem stimmt der Senat zu.

Sander

Dölp

König

Berger

Mosbacher