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V ZR 40/22 ECLI:DE:BGH:2023:260123BVZR40.22.0 KI-generiert

Property disturbance injunction and valuation: admissibility of revision and basis for calculating dispute value (market value diminishment vs. removal costs)

Geschäftsnummer V ZR 40/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) rejected the plaintiffs' non-admission complaint, thereby upholding the lower court's refusal to grant leave for revision and leaving the judgment of the Oberlandesgericht Naumburg in force; the plaintiffs bore the costs of the appellate proceedings, which had a dispute value of €66,553.10. The dispute concerned a property law action for injunctive relief against a disturbance of ownership, damages, and declaratory judgment, where the BGH found that the case did not raise questions of fundamental importance nor require revision to develop the law or ensure uniform jurisprudence. The decisive legal basis for the rejection was § 543 para. 2 ZPO, while the value in dispute was calculated under § 47 GKG based on the decrease in market value of the property resulting from the disturbance rather than removal costs, with the cost allocation governed by § 97 para. 1 ZPO.

Legislator-Regeste

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§ 97 Abs. 1 ZPO, § 543 Abs. 2 ZPO, § 3 ZPO, § 48 Abs. 1 Satz 1 GKG, § 47 Abs. 1 Satz 1 GKG, § 63 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GKG; Property disturbance injunction and valuation: admissibility of revision and basis for calculating dispute value (market value diminishment vs. removal costs): The dispute concerned a property law action for injunctive relief against a disturbance of ownership, damages, and declaratory judgment, where the BGH found that the case did not raise questions of fundamental importance nor require revision to develop the law or ensure uniform jurisprudence. The decisive legal basis for the rejection was § 543 para. 2 ZPO, while the value in dispute was calculated under § 47 GKG based on the decrease in market value of the property resulting from the disturbance rather than removal costs, with the cost allocation governed by § 97 para. 1 ZPO.

Schlagwörter

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Verkehrswert der Liegenschaft Streitwert Revision eines Entscheids Schadensersatzklage Abschiebung Verstrickungsbruch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 97 Abs. 1 ZPO
Procedural rule cited in the dispositive to order that the plaintiffs bear the costs of the appeal proceedings.
§ 543 Abs. 2 ZPO
Eine Entscheidung ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (§ 543 Abs. 2 ZPO).
§ 3 ZPO
Den Gegenstandswert hat der Senat gemäß § 3 ZPO, § 47, § 48 Abs.
§ 48 Abs. 1 Satz 1 GKG
Den Gegenstandswert hat der Senat gemäß § 3 ZPO, § 47, § 48 Abs. 1 Satz 1 GKG bemessen.
§ 47 Abs. 1 Satz 1 GKG
a) Gemäß § 47 Abs. 1 Satz 1 GKG richtet sich der Streitwert nach den Anträgen des Rechtsmittelführers.
§ 63 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GKG
c) Zu einer Änderung des Streitwerts für die Vorinstanzen von Amts wegen gemäß § 63 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GKG ist der Senat nicht befugt, weil die Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde nicht zu dem Anfall der „Hauptsache“ führt (vgl.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 97 Abs. 1 ZPO

Procedural rule cited in the dispositive to order that the plaintiffs bear the costs of the appeal proceedings.

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Volltext

Die Beschwerde der Kläger gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Naumburg vom 19. Januar 2022 wird zurückgewiesen.

Die Kläger tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 66.553,10 €.

[GRUENDE]

I. 1. Die Rechtssache wirft keine entscheidungserheblichen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf. Eine Entscheidung ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (§ 543 Abs. 2 ZPO).

2. Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO.

3. Den Gegenstandswert hat der Senat gemäß § 3 ZPO, § 47, § 48 Abs. 1 Satz 1 GKG bemessen.

a) Gemäß § 47 Abs. 1 Satz 1 GKG richtet sich der Streitwert nach den Anträgen des Rechtsmittelführers. Der Wert im Hinblick auf die Zurückweisung der beantragten Unterlassung bemisst sich dabei nach dem Wertverlust, den das Grundstück durch die Störung oder Einwirkung erleidet (vgl. Senat, Beschluss vom 12. März 2020 - V ZR 190/19, juris Rn. 4). Dieser Wertverlust beträgt nach dem von den Klägern eingereichten Verkehrswertgutachten 60.935 €. Hinzuzusetzen sind 4.618,10 € bezüglich des Antrags auf Schadensersatz und weitere 1.000 € bezüglich des Feststellungsantrags.

b) Gemäß § 47 Abs. 2 und 3 GKG wird der Streitwert durch den Wert des Streitgegenstandes des ersten Rechtszugs begrenzt. Dies führt hier nicht zu einer niedrigeren Wertfestsetzung. Zwar hat das Landgericht - ebenso wie das Berufungsgericht - den Streitwert des Unterlassungsantrags anhand der für die Beseitigung der Störung erforderlichen Kosten in Höhe von 28.600 € ermittelt. Richtigerweise wäre aber auf die Verkehrswertminderung des Grundstücks der Kläger abzustellen gewesen.

c) Zu einer Änderung des Streitwerts für die Vorinstanzen von Amts wegen gemäß § 63 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GKG ist der Senat nicht befugt, weil die Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde nicht zu dem Anfall der „Hauptsache“ führt (vgl. Senat, Beschluss vom 12. März 2020 - V ZR 160/19, WM 2020, 1796 Rn. 5).

Brückner

Göbel

Malik

Laube

Grau