Inadmissibility of "skip appeal" and direct appeal to Federal Court of Justice in preliminary injunction proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice dismissed the applicant's "skip appeal" as inadmissible, upholding the lower court's decision and waiving court costs. The dispute concerned an application for preliminary injunctive relief filed in civil proceedings, where the applicant attempted to bypass the appellate level to challenge the regional court's dismissal of the application. The court held that a "skip appeal" is not available in preliminary injunction proceedings, nor is an appeal directly to the Federal Court of Justice permissible, as the only valid remedy against a regional court's decision is an immediate appeal to the higher regional court. Additionally, the appeal was procedurally defective for lacking representation by a lawyer admitted to the Federal Court of Justice, and the limitation on the number of instances prevented attacking the dismissal via an appeal. The waiver of costs was granted because the lower court failed to provide proper instructions on available legal remedies.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 75 FamFG, § 567 Abs. 1 ZPO, § 569 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 542 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO, § 21 Abs. 1 Satz 3 GKG; Inadmissibility of "skip appeal" and direct appeal to Federal Court of Justice in preliminary injunction proceedings: Darüber hinaus ist das Rechtsmittel unzulässig, weil es nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).
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KI-generiertVolltext
Das als "Sprungbeschwerde" bezeichnete Rechtsmittel des Antragstellers gegen den Beschluss des Landgerichts Karlsruhe - Zivilkammer II - vom 4. Januar 2023 wird als unzulässig verworfen. Kosten werden nicht erhoben.
[GRUENDE]
I. Das vom Antragsteller in seiner Eingabe vom 6. Januar 2023 als "Sprungbeschwerde" bezeichnete Rechtsmittel ist unzulässig.
1. Eine Sprungrechtsbeschwerde, für die nach § 133 GVG der Bundesgerichtshof zuständig ist, ist im Verfahren der einstweiligen Verfügung nicht statthaft; sie ist in Zivilsachen nur in § 75 FamFG vorgesehen, in dessen Anwendungsbereich das vorliegende Verfahren jedoch nicht fällt (vgl. BGH, Beschluss vom 22. April 2021 - III ZB 24/21, juris Rn. 4).
2. Eine Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof gegen den Beschluss des Landgerichts ist ebenfalls nicht statthaft. Einziges Rechtsmittel gegen die Zurückweisung des Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung im Beschlusswege ist die sofortige Beschwerde gemäß § 567 Abs. 1 ZPO. Diese muss gemäß § 569 Abs. 1 Satz 1 ZPO bei dem Gericht, das die Entscheidung erlassen hat, oder bei dem Beschwerdegericht eingelegt werden; Beschwerdegericht ist bei Entscheidungen des Landgerichts aber nicht der Bundesgerichtshof, sondern das Oberlandesgericht (§ 119 Abs. 1 Nr. 2 GVG; vgl. BGH, Beschluss vom 22. April 2021 - III ZB 24/21, juris Rn. 4). Im Übrigen kann die Zurückweisung eines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung wegen des durch § 542 Abs. 2 Satz 1 ZPO begrenzten Instanzenzugs mit der Rechtsbeschwerde nicht angegriffen werden (vgl. BGH, Beschluss vom 28. April 2021 - I ZB 22/21, juris Rn. 3).
3. Darüber hinaus ist das Rechtsmittel unzulässig, weil es nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).
II. Von der Erhebung von Gerichtskosten wird gemäß § 21 Abs. 1 Satz 3 GKG abgesehen, weil die Entscheidung des Landgerichts keine ordnungsgemäße Rechtsbehelfsbelehrung enthielt (§ 232 Satz 1 ZPO).
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