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4 StR 430/22 ECLI:DE:BGH:2023:190123B4STR430.22.0 KI-generiert

Inadmissibility of Gegenvorstellung against appellate rejection of criminal appeal under § 304 Abs. 4 StPO

Geschäftsnummer 4 StR 430/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Bundesgerichtshof rejected the convicted defendant's petition for further review, upholding the appellate court's prior decision that dismissed his criminal appeal and thereby confirming the finality of the first-instance conviction. The dispute arose from the defendant's challenge to the Landgericht Dortmund's judgment of May 12, 2022, citing alleged procedural errors regarding a faulty witness translation and offering an alternative factual account, which the appellate court had previously deemed a groundless appeal under § 349 Abs. 2 StPO. The court held that the filing constituted a "Gegenvorstellung" (further review) rather than an "Anhörungsrüge" (hearing complaint) because it did not allege a violation of the right to be heard by the appellate senate, and it was procedurally inadmissible as no legal remedy exists to overturn or amend a Revisionsverwerfung (rejection of appeal), per § 304 Abs. 4 Satz 1 StPO.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 356a StPO, § 304 Abs. 4 Satz 1 StPO; Inadmissibility of Gegenvorstellung against appellate rejection of criminal appeal under § 304 Abs. 4 StPO: The dispute arose from the defendant's challenge to the Landgericht Dortmund's judgment of May 12, 2022, citing alleged procedural errors regarding a faulty witness translation and offering an alternative factual account, which the appellate court had previously deemed a groundless appeal under § 349 Abs. 2 StPO. The court held that the filing constituted a "Gegenvorstellung" (further review) rather than an "Anhörungsrüge" (hearing complaint) because it did not allege a violation of the right to be heard by the appellate senate, and it was procedurally inadmissible as no legal remedy exists to overturn or amend a Revisionsverwerfung (rejection of appeal), per § 304 Abs. 4 Satz 1 StPO.

Schlagwörter

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Verletzung von Verfahrensrechten Revision eines Entscheids Einreichung einer Strafanzeige Anspruch auf rechtliches Gehör Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Untätigkeitsklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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4 StR 499/21
Juli 2022 – 4 StR 499/21; Beschluss vom 20.
3 StR 420/20
Mai 2021 ‒ 3 StR 420/20 mwN).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 304 Abs. 4 Satz 1 StPO

Provision cited to establish that no further legal remedy is available against the appellate court's rejection of the criminal appeal.

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Volltext

Die Gegenvorstellung des Verurteilten gegen den Beschluss des Senats vom 22. November 2022 wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

Der Senat hat mit Beschluss vom 22. November 2022 die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Dortmund vom 12. Mai 2022 gemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen. Gegen diesen Beschluss wendet sich der Verurteilte mit einer als „Beschwerde“ bezeichneten Eingabe vom 4. Januar 2023, mit der er Mängel des erstinstanzlichen Verfahrens behauptet und einen abweichenden Sachverhalt schildert.

Die Eingabe ist als Gegenvorstellung gegen den Beschluss des Senats vom 22. November 2022 auszulegen. Eine Anhörungsrüge gemäß § 356a StPO enthält das Schreiben des Verurteilten nicht, denn er macht keinen Gehörsverstoß des Senats im Revisionsverfahren geltend, sondern behauptet unter Hinweis auf eine fehlerhafte Übersetzung in erster Instanz und unter eigener Würdigung einzelner Beweismittel einen anderen Ablauf der Tat. Die Anhörungsrüge wäre im Übrigen auch verfristet.

Der Gegenvorstellung bleibt der Erfolg versagt. Gegen den angegriffenen Beschluss, mit dem der Senat die Revision des Verurteilten verworfen hat, ist ein Rechtsmittel nicht mehr zulässig (§ 304 Abs. 4 Satz 1 StPO). Das Revisionsgericht kann diese Entscheidung, mit der es die Rechtskraft des tatrichterlichen Urteils herbeigeführt hat, weder aufheben noch ändern (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Juli 2022 – 4 StR 499/21; Beschluss vom 20. Mai 2021 ‒ 3 StR 420/20 mwN).

Bartel

Rommel

Maatsch

Scheuß

Momsen-Pflanz