Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4 StR 355/16 ECLI:DE:BGH:2017:060617B4STR355.16.0 KI-generiert

Admissibility of review complaint alleging breach of judicial duty to investigate monetary value of website

Geschäftsnummer 4 StR 355/16
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the appeals of two defendants as unfounded, upholding the conviction by the Essen Regional Court and ordering the defendants to bear the costs of their legal remedies. The case involved a criminal appeal where the defendants challenged the lower court’s failure to obtain an expert opinion regarding the monetary value of a website they allegedly set up, alleging a violation of the court’s duty to investigate the truth ex officio. The appellate court held that the appeals were not sufficiently substantiated because the defendants failed to demonstrate which specific facts from the trial record or proceedings should have compelled the court to commission the requested expert testimony, thereby failing to meet the procedural requirements for challenging a breach of the judicial investigation principle under Section 244(2) of the Code of Criminal Procedure.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 349 Abs. 2 StPO, § 244 Abs. 2 StPO; Admissibility of review complaint alleging breach of judicial duty to investigate monetary value of website: The case involved a criminal appeal where the defendants challenged the lower court’s failure to obtain an expert opinion regarding the monetary value of a website they allegedly set up, alleging a violation of the court’s duty to investigate the truth ex officio. The appellate court held that the appeals were not sufficiently substantiated because the defendants failed to demonstrate which specific facts from the trial record or proceedings should have compelled the court to commission the requested expert testimony, thereby failing to meet the procedural requirements for challenging a breach of the judicial investigation principle under Section 244(2) of the Code of Criminal Procedure.

Schlagwörter

KI-generiert
Untersuchungsgrundsatz richterliche Pflichtverletzung Rechtsgutachten E-Justice Strafanzeige Verfahrensüberprüfung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
1 StR 175/96
Mai 1996 - 1 StR 175/96, NStZ-RR 1996, 299).
5 StR 145/98
September 1998 - 5 StR 145/98, StV 1998, 635).
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 349 Abs. 2 StPO

Basis for dismissing the revisions as unfounded because the review based on the justifications did not reveal a legal error to the detriment of the accused.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Revisionsbegründung in Strafsachen: Inhaltliche Anforderungen bei einer Rüge eines Verstoßes gegen den Untersuchungsgrundsatz

[TENOR]

Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Essen vom 18. Dezember 2015 werden als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Die Rügen der Angeklagten D. (Revisionsbegründung durch Rechtsanwalt H. vom 7. April 2016) und L. , die Strafkammer habe gegen ihre Aufklärungspflicht (§ 244 Abs. 2 StPO) verstoßen, weil sie zu der Frage der Werthaltigkeit der eingerichteten Internetseite kein Sachverständigengutachten erholt habe, sind nicht zulässig erhoben. Denn die Beschwerdeführer verhalten sich nicht ausreichend dazu, was die Strafkammer zu der vermissten Beweiserhebung drängen musste. Das Gericht hat Beweise nur dann von Amts wegen zu erheben, wenn ihm aus den Akten oder aus dem Stoff der Verhandlung noch Umstände oder Möglichkeiten bekannt oder erkennbar sind, die bei verständiger Würdigung der Sachlage begründete Zweifel an der Richtigkeit der auf Grund der bisherigen Beweisaufnahme erlangten Überzeugung wecken müssen (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Mai 1996 - 1 StR 175/96, NStZ-RR 1996, 299). Diese Umstände sind von dem Revisionsführer in ausreichender Form darzulegen (vgl. BGH, Urteil vom 15. September 1998 - 5 StR 145/98, StV 1998, 635). Es hätte daher hier der Mitteilung bedurft, aus welchen Aktenteilen oder welchem Stoff der Hauptverhandlung das Gericht entnehmen musste, dass ein Sachverständiger zu den von den Beschwerdeführern erwarteten Befundtatsachen und Wertungen gelangen würde. Hieran fehlt es.

Sost-Scheible

Cierniak

Franke

Quentin

Feilcke