Joint and several liability for confiscation of criminal proceeds shared between co-perpetrators
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice dismissed the appeals of two defendants against the Landgericht Bochum's conviction as unfounded, but ordered the trial court to amend the judgment by supplementing the confiscation of criminal proceeds (Einziehung des Wertes von Taterträgen) to reflect that one defendant is jointly and severally liable (Gesamtschuldner) for 2,000 EUR of the total 2,375 EUR amount. The dispute concerned a procedural deficiency in the initial confiscatory award, where the appellate court failed to recognize that the primary perpetrator, who retained a portion of the loot, had also acquired shares of the proceeds subsequently handed over to a co-defendant who was absent during the criminal act. Applying the doctrine of joint and several liability for criminal proceeds in cases of multiple perpetrators, the court determined that the individual designation of the joint debtor was not required for the amendment, thereby correcting the legal error in the scope of the confiscation order while upholding the underlying convictions.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO; Joint and several liability for confiscation of criminal proceeds shared between co-perpetrators: Im Übrigen hat die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben (§ 349 Abs. 2 StPO).
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KI-generiertVolltext
Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Bochum vom 24. August 2022 werden mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass gegen den Angeklagten R. die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 2.375 €, hiervon in Höhe von 2.000 € als Gesamtschuldner, angeordnet wird.
Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Der Einziehungsausspruch ist bei dem Angeklagten R. um dessen gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 2.000 € zu ergänzen (vgl. hierzu BGH, Beschluss vom 11. Januar 2022 – 3 StR 325/21 Rn. 2; Beschluss vom 16. September 2021 – 2 StR 332/21 Rn. 3; Beschluss vom 16. August 2017 – 4 StR 301/17 Rn. 3). Die Strafkammer hat im Fall II. 3. der Urteilsgründe nicht bedacht, dass bereits der Angeklagte Re. – über den ihm verbliebenen und bei ihm allein eingezogenen Beuteanteil hinaus – auch jene Tatbeute erlangt hatte, die er später dem bei der Tatausführung nicht anwesenden Angeklagten R. überließ. Der individuellen Benennung des Gesamtschuldners bedarf es nicht (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Juni 2022 – 4 StR 31/22 Rn. 3 mwN).
Im Übrigen hat die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben (§ 349 Abs. 2 StPO).
Quentin
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Momsen-Pflanz