Denial of free legal aid and counsel appointment in criminal revision for co-accused
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) 6th Criminal Senate dismissed the applicant's petition for free legal aid and the appointment of counsel for the revision proceedings. The dispute arose when a co-accused accused filed an unfounded appeal under § 349 Abs. 2 StPO, prompting the applicant to seek representation in the resulting revision phase. The court held that the prerequisites for procedural legal aid under § 397a Abs. 2 Satz 1 StPO were not met, as the lack of specific factual or legal difficulties in the case, combined with the unfounded nature of the underlying appeal, did not demonstrate that the applicant could not adequately represent her own interests. Consequently, the provision for official legal representation under § 397a Abs. 1 StPO was also deemed inapplicable.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 397a Abs. 2 Satz 1 StPO, § 349 Abs. 2 StPO, § 397a Abs. 1 StPO; Denial of free legal aid and counsel appointment in criminal revision for co-accused: Da auch die Voraussetzungen des § 397a Abs. 1 StPO nicht gegeben sind, kam die – insoweit vorrangige – Bestellung eines anwaltschaftlichen Beistandes ebenfalls nicht in Betracht.
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KI-generiertVolltext
Der Antrag der Nebenklägerin S. vom 7. September 2022, ihr für das Revisionsverfahren „ratenfreie Prozesskostenhilfe unter Beiordnung von Rechtsanwältin P. “ zu gewähren, wird abgelehnt.
[GRUENDE]
Der Antrag war abzulehnen, da die Voraussetzungen der Gewährung von Prozesskostenhilfe für die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts im Revisionsverfahren gemäß § 397a Abs. 2 Satz 1 StPO nicht vorliegen. Im Hinblick auf die allein vom Angeklagten eingelegte und nach § 349 Abs. 2 StPO unbegründete Revision und die keine besonderen Schwierigkeiten bietende Sach- und Rechtslage ist – auch unter Berücksichtigung des Alters und der familiären Beziehung der Nebenklägerin zum Angeklagten – nicht ersichtlich, dass die Nebenklägerin ihre Interessen nicht selbst ausreichend wahrnehmen kann oder ihr dies nicht zuzumuten ist (st. Rspr.: BGH, Beschlüsse vom 23. Juli 2015 – 1 StR 52/15, NStZ-RR 2015, 351 [dort nicht abgedruckt]; vom 29. Juli 2020 – 6 StR 163/20; vom 23. Juni 2021 – 4 StR 171/21; KK-StPO/Allgayer, 9. Auflage, § 397a Rn. 16).
Da auch die Voraussetzungen des § 397a Abs. 1 StPO nicht gegeben sind, kam die – insoweit vorrangige – Bestellung eines anwaltschaftlichen Beistandes ebenfalls nicht in Betracht.
Sander