Anhörungsrüge inadmissibility due to lack of Federal Court of Justice admitted counsel in § 522 ZPO proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe defendant’s complaint regarding a hearing violation (*Anhörungsrüge*) was dismissed as inadmissible at the defendant's cost, leaving the Federal Court of Justice's earlier dismissal of the appeal and the underlying appellate decision in force. The dispute arose when the defendant, represented only by an attorney admitted in the second instance, filed a review appeal against an appellate court judgment rendered under the simplified procedure of § 522 ZPO, subsequently challenging the court's rejection of that appeal on the grounds that the court misinterpreted the arguments and that the requirement for a specific type of legal representation violated the constitution. The decisive legal basis was § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO in conjunction with § 321a ZPO, which mandates that an *Anhörungsrüge* against a Federal Court of Justice decision and any appeal under the simplified procedure must be filed by a lawyer specifically admitted to practice before the Federal Court of Justice; because the defendant’s counsel did not meet this statutory admission requirement, the procedural objections were deemed fundamentally flawed, rendering the constitutional challenge regarding the admission restriction moot and the initial filing inadmissible.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 103 Abs. 1 GG, § 321a ZPO, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO, § 522 ZPO, § 544 ZPO; Anhörungsrüge inadmissibility due to lack of Federal Court of Justice admitted counsel in § 522 ZPO proceedings: Die Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO gegen eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs kann gemäß § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO nur von einem beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt erhoben und begründet werden (vgl. BGH, Beschluss vom 18. Mai 2005 - VIII ZB 3/05, NJW 2005, 2017; Beschluss vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, MDR 2013, 421 Rn. 5; Beschluss vom 26. Januar 2021 - VI ZR 354/19, MDR 2021, 376 Rn. 3; BeckOK ZPO/Bacher, Stand: 1.12. 2022, § 321a Rn. 26 mwN). Daran fehlt es hier.
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KI-generiertVolltext
Die Gehörsrüge des Beklagten gegen den Beschluss des Senats vom 8. November 2022 wird auf seine Kosten als unzulässig verworfen.
[GRUENDE]
I. Der Beklagte, vertreten durch seine Prozessbevollmächtigte der Berufungsinstanz, wendet sich mit seiner Anhörungsrüge vom 2. Dezember 2022 gegen den ihm am 18. November 2022 zugestellten Senatsbeschluss vom 8. November 2022, mit dem sein als Revision bezeichnetes Rechtsmittel gegen die Entscheidung des 13. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main mit Sitz in Darmstadt vom 22. Juni 2022 auf seine Kosten verworfen worden ist. Er meint, der Senat habe den Vortrag des Beklagten fehlinterpretiert und ihn damit in seinem Grundrecht aus Art. 103 Abs. 1 GG verletzt. Weiter hält er die Beschränkung der Postulationsfähigkeit auf beim Bundesgerichtshof zugelassene Rechtsanwälte für verfassungswidrig.
II. 1. Die Anhörungsrüge ist bereits unzulässig.
Die Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO gegen eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs kann gemäß § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO nur von einem beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt erhoben und begründet werden (vgl. BGH, Beschluss vom 18. Mai 2005 - VIII ZB 3/05, NJW 2005, 2017; Beschluss vom 16. Oktober 2012 - II ZB 6/09, MDR 2013, 421 Rn. 5; Beschluss vom 26. Januar 2021 - VI ZR 354/19, MDR 2021, 376 Rn. 3; BeckOK ZPO/Bacher, Stand: 1.12. 2022, § 321a Rn. 26 mwN). Daran fehlt es hier.
2. Die Anhörungsrüge wäre aber auch unbegründet. Bereits die Einlegung des als Revision bezeichneten Rechtsmittels gegen den im Verfahren gemäß § 522 ZPO ergangenen Beschluss des Berufungsgerichts war unzulässig, da der Beklagte nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt vertreten war (§§ 549, 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO). Das Erfordernis, sich durch einen bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt vertreten zu lassen, begegnet keinen durchgreifenden verfassungs-, konventions- oder unionsrechtlichen Bedenken (vgl. BVerfG, NJW 2008, 1293, 1295 ff.; BGH, Beschluss vom 4. März 2002 - AnwZ 1/01, BGHZ 150, 70, 72 ff.; MünchKommZPO/Toussaint, 6. Aufl., § 78 Rn. 5; Jacoby in Stein/Jonas, ZPO, 23. Aufl., § 78 Rn. 11, jeweils mwN). Auf den Inhalt der Rechtsmittelbegründung kam es danach nicht mehr an. Nichts anderes würde gelten, wenn man das Rechtsmittel des Beklagten in eine Nichtzulassungsbeschwerde umdeuten würde (§ 544 ZPO).
Born
Bernau
B. Grüneberg
von Selle
C. Fischer