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III ZR 116/20 ECLI:DE:BGH:2023:120123BIIIZR116.20.0 KI-generiert

Continuation of civil proceedings following party death and submission of heirs' power of attorney negating grounds for suspension under § 246 ZPO

Geschäftsnummer III ZR 116/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant's application to suspend the proceedings, ruling in favor of the continuation of the litigation without delay. The dispute concerned a civil proceeding where the plaintiff had died, and the defendant sought a suspension under § 246(1) sentence 2 ZPO. However, the plaintiff's counsel had already submitted a death certificate, a probate order confirming the identity of three heirs, and their power of attorney to represent the estate and immediately resume the case upon any suspension. The court held that no ground for suspension remained because the necessary documentation to continue the proceedings before the heirs was already on record, citing established case law that such suspensions must be avoided when the process can be seamlessly continued by the new parties.

Legislator-Regeste

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Continuation of civil proceedings following party death and submission of heirs' power of attorney negating grounds for suspension under § 246 ZPO: Danach hat zum Zeitpunkt der Stellung des Aussetzungsantrags kein Grund für eine Aussetzung des Verfahrens gemäß § 246 Abs. 1 Halbsatz 2 ZPO mehr bestanden (vgl. BGH, Beschluss vom 10. November 2016 - I ZR 101/16, juris Rn. 4); die Anordnung, das Verfahren auszusetzen, hat in einer Konstellation wie hier zu unterbleiben (vgl. BGH aaO; OLG Düsseldorf, MDR 2015, 1205 f).

Schlagwörter

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Todesbescheinigung Zivilrechtsstreitigkeit Vollmacht Strafaussetzung Erbe Einstellung des Konkursverfahrens

Zitierte Rechtsprechung

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I ZR 101/16
November 2016 - I ZR 101/16, juris Rn.
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Volltext

Der Antrag des Prozessbevollmächtigten der Beklagten auf Aussetzung des Verfahrens wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Der Prozessbevollmächtigte der Beklagten hat am 25. November 2022 beantragt, das Verfahren - der Sache nach - gemäß § 246 Abs. 1 Halbsatz 2 ZPO auszusetzen. Zur Begründung hat er vorgetragen, der Prozessbevollmächtigte des (früheren) Klägers A. T. habe mitgeteilt, dass dieser verstorben sei, und habe eine Sterbeurkunde vorgelegt.

Der Prozessbevollmächtigte des verstorbenen Klägers A. T. hatte zuvor schon neben der Kopie der Sterbeurkunde die Kopie der Ausfertigung eines Erbscheins vom 30. November 2021 vorgelegt, nach welchem A. T. von C. E. T. , F. P. T. und F. T. beerbt worden ist. Mit Schriftsatz vom 12. Dezember 2022 hat der Prozessbevollmächtigte des früheren Klägers außerdem mitgeteilt, dass ihn dessen vorgenannte drei Erben beauftragt und bevollmächtigt hätten, sie im vorliegenden Verfahren zu vertreten, insbesondere im Falle einer Aussetzung das Verfahren umgehend aufzunehmen, damit dieses ohne Verzögerung fortgesetzt werden könne. Entsprechende Vollmachten der drei Erben hat er in Kopie beigefügt.

Danach hat zum Zeitpunkt der Stellung des Aussetzungsantrags kein Grund für eine Aussetzung des Verfahrens gemäß § 246 Abs. 1 Halbsatz 2 ZPO mehr bestanden (vgl. BGH, Beschluss vom 10. November 2016 - I ZR 101/16, juris Rn. 4); die Anordnung, das Verfahren auszusetzen, hat in einer Konstellation wie hier zu unterbleiben (vgl. BGH aaO; OLG Düsseldorf, MDR 2015, 1205 f).

Herrmann

Reiter

Kessen

Herr

Liepin