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VIII ZR 146/22 ECLI:DE:BGH:2023:100123BVIIIZR146.22.0 KI-generiert

Cost allocation and dispute value in withdrawn leave-to-appeal proceedings

Geschäftsnummer VIII ZR 146/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The plaintiff's motion for leave to appeal (Nichtzulassungsbeschwerde) against a lower court judgment was deemed lost after the plaintiff withdrew it, resulting in the lower court's partial and final default judgment becoming final; the plaintiff was ordered to bear the costs of the appellate proceeding. The dispute concerned a claim for the return of the purchase price, subject to a utility compensation deduction determined by the appellate court's discretion, following a second-instance judgment in a civil sales contract case. The Federal Court of Justice confirmed that the withdrawal of the motion constitutes a loss of the remedy, costs are allocated per §§ 565, 516 Abs. 3 ZPO, and the amount in dispute is capped at €80,000, rejecting arguments for a lower minimum value despite partial inadmissibility of the complaint under §§ 539, 338 ZPO and disregarding post-filing circumstances that did not align with established precedent.

Legislator-Regeste

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§ 47 GKG, § 338 ZPO, §§ 565, 516 Abs. 3 ZPO; Cost allocation and dispute value in withdrawn leave-to-appeal proceedings: The dispute concerned a claim for the return of the purchase price, subject to a utility compensation deduction determined by the appellate court's discretion, following a second-instance judgment in a civil sales contract case. The Federal Court of Justice confirmed that the withdrawal of the motion constitutes a loss of the remedy, costs are allocated per §§ 565, 516 Abs. 3 ZPO, and the amount in dispute is capped at €80,000, rejecting arguments for a lower minimum value despite partial inadmissibility of the complaint under §§ 539, 338 ZPO and disregarding post-filing circumstances that did not align with established precedent.

Schlagwörter

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Streitwert Rückzug der Zivilklage Kostenverlegung Teilklage Ertrag nicht geleisteter Kostenvorschuss

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§§ 565, 516 Abs. 3 ZPO

Provisions cited in the dispositive to impose the costs of the non-admission complaint on the plaintiff following the withdrawal of the appeal.

§ 47 GKG

Provision cited in the dispositive to determine the amount in dispute for the non-admission complaint proceedings.

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Volltext

Die Klägerin wird, nachdem sie die Nichtzulassungsbeschwerde gegen das am 24. Mai 2022 verkündete Teilversäumnis- und Endurteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe - 25. Zivilsenat in Freiburg - zurückgenommen hat, dieses Rechtsmittels für verlustig erklärt.

Die Kosten der Nichtzulassungsbeschwerde werden ihr auferlegt (§§ 565, 516 Abs. 3 ZPO).

Der Gegenstandswert des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens wird auf bis 80.000 € festgesetzt (§ 47 GKG; bezüglich des Prozessrechtsverhältnisses zur Beklagten zu 1 auf bis 45.000 € und bezüglich des Prozessrechtsverhältnisses zur Beklagten zu 2 auf bis 22.000 €). Entgegen der im Schriftsatz des Prozessbevollmächtigten der Beschwerdeführerin vom 4. November 2022 vertretenen Auffassung rechtfertigt der Umstand, dass die in vollem Umfang eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde teilweise nach § 539 Abs. 1, 3, § 338 ZPO unstatthaft gewesen ist, nicht die Festsetzung eines geringeren Streitwerts, insbesondere nicht die Festsetzung lediglich des Mindeststreitwerts von bis zu 500 €.

Auch ist hinsichtlich des mit der Beschwerde ebenfalls angegriffenen kontradiktorischen Teils des Berufungsurteils (teilweise Abweisung der Klage durch unechtes Versäumnisurteil) bezüglich der erstrebten Rückzahlung des Kaufpreises unter Abzug einer - von dem Berufungsgericht im Rahmen des ihm zustehenden tatrichterlichen Schätzungsermessens (vgl. hierzu Senatsurteil vom 29. September 2021 - VIII ZR 111/20, BGHZ 231, 149 Rn. 52 ff.) bestimmten - Nutzungsentschädigung nicht auf die in dem vorgenannten Schriftsatz angeführten nachträglich bis zur Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde eingetretenen Umstände abzustellen, da dies - unabhängig von dem Fehlen dahingehender Feststellungen - nicht im Einklang mit den Grundsätzen des vom Berufungsgericht zutreffend herangezogenen Senatsbeschlusses vom 12.

Oktober 2021 (VIII ZR 255/20, NJW 2022, 194) stünde.

Dr. Bünger

Dr. Schmidt

Dr. Matussek

Dr. Reichelt

Dr. Böhm