Apportionment of litigation costs after settlement of main action during pending non-admission complaint under § 91a ZPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (I. Civil Senate) dismissed the plaintiff's complaint for lack of permission to appeal against the Düsseldorf Regional Court of Appeal's judgment of 9 December 2021 and ordered the plaintiff to bear the costs of the non-admission proceedings. Although the parties declared the main action concluded, with only a claim for reimbursement of warning costs (€1,597.34) remaining, the appellate court found no grounds for revision due to the absence of fundamental significance or procedural rights violations, and it upheld the first-instance cost distribution (plaintiff 54%, defendant 46%) and second-instance cost distribution (plaintiff 45%, defendant 55%). The dispute concerned civil procedure and the apportionment of litigation costs following a partial settlement, specifically addressing whether a favorable cost allocation could be granted under § 91a ZPO. The decisive legal basis was § 91a ZPO, which mandates that costs are awarded at equitable discretion based on the likely outcome of the hypothetical revision; since the complaint for lack of permission to appeal was untenable, the plaintiff was liable for all associated costs, including those of the lower instances, irrespective of the merits of the underlying claim.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 91a Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 91a ZPO, § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO; Apportionment of litigation costs after settlement of main action during pending non-admission complaint under § 91a ZPO: Civil Senate) dismissed the plaintiff's complaint for lack of permission to appeal against the Düsseldorf Regional Court of Appeal's judgment of 9 December 2021 and ordered the plaintiff to bear the costs of the non-admission proceedings. Although the parties declared the main action concluded, with only a claim for reimbursement of warning costs (€1,597.34) remaining, the appellate court found no grounds for revision due to the absence of fundamental significance or procedural rights violations, and it upheld the first-instance cost distribution (plaintiff 54%, defendant 46%) and second-instance cost distribution (plaintiff 45%, defendant 55%). The dispute concerned civil procedure and the apportionment of litigation costs following a partial settlement, specifically addressing whether a favorable cost allocation could be granted under § 91a ZPO. The decisive legal basis was § 91a ZPO, which mandates that costs are awarded at equitable discretion based on the likely outcome of the hypothetical revision; since the complaint for lack of permission to appeal was untenable, the plaintiff was liable for all associated costs, including those of the lower instances, irrespective of the merits of the underlying claim.
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KI-generiertGoverns the determination of costs for the main proceedings after the parties declared the case moot, requiring a decision based on the likely outcome of the appeal.
Justifies the court's omission of a detailed reasoning regarding the dismissal of the non-admission complaint.
Volltext
Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 9. Dezember 2021 wird zurückgewiesen.
Die Kosten erster Instanz tragen die Klägerin zu 54% und die Beklagte zu 46%.
Die Kosten der Berufungsinstanz tragen die Klägerin zu 45% und die Beklagte zu 55%.
Die Kosten des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens trägt die Klägerin.
Streitwert: Bis zur teilweise übereinstimmenden Erledigungserklärung: 100.000 €, danach: 1.597,34 €.
[GRUENDE]
I. Im Rahmen des Verfahrens der von ihr eingelegten Nichtzulassungsbeschwerde hat die Klägerin die Hauptsache - mit Ausnahme des Antrags auf Erstattung von Abmahnkosten - für erledigt erklärt und beantragt, der Beklagten die Kosten aufzuerlegen. Hinsichtlich des Klageantrags auf Erstattung der Abmahnkosten in Höhe von weiteren 1.597,34 € hat die Klägerin die Nichtzulassungsbeschwerde weiterverfolgt und für den Fall der Unzulässigkeit der Beschwerde in diesem Punkt hilfsweise die Erledigung erklärt, verbunden mit dem Antrag, die Kosten auch insoweit der Beklagten aufzuerlegen.
Die Erklärungen der Klägerin sind der Prozessbevollmächtigten der Beklagten mit Belehrung gemäß § 91a Abs. 1 Satz 2 ZPO am 5. Mai 2022 zugestellt worden. Die Beklagte hat hierauf binnen der zweiwöchigen Notfrist nicht reagiert.
II. Die (übereinstimmende) Erledigung der Hauptsache kann noch in der Rechtsmittelinstanz, auch noch während des Verfahrens über eine Nichtzulassungsbeschwerde, erklärt werden. Da durch die übereinstimmenden Erklärungen der Parteien der Rechtsstreit insgesamt erledigt ist, ist über alle bisher entstandenen Kosten des Rechtsstreits, einschließlich der Kosten der Vorinstanzen, gemäß der auch im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde geltenden Vorschrift des § 91a ZPO nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstands durch Beschluss zu entscheiden. Dabei ist der mutmaßliche Ausgang des Beschwerde- und gegebenenfalls des Revisionsverfahrens zu berücksichtigen. Eine für den Kläger günstige Entscheidung über die Kosten des Rechtsstreits einschließlich derjenigen der Tatsacheninstanzen kommt nur in Betracht, wenn nach dem Sach- und Streitstand bei Eintritt des erledigenden Ereignisses die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision Erfolg gehabt und die Durchführung der Revision zu einer Verurteilung der Beklagten geführt hätte. Hätte dagegen die Nichtzulassungsbeschwerde keinen Erfolg gehabt, weil kein Zulassungsgrund vorliegt, sind dem Beschwerdeführer gemäß § 91a ZPO die Kosten des Rechtsstreits aufzuerlegen; auf die Erfolgsaussichten der Revision kommt es dann nicht mehr an (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Februar 2003 - VII ZR 121/02, ZfBR 2003, 453 [juris Rn. 7]; Beschluss vom 30. September 2004 - I ZR 30/04, WRP 2005, 126 [juris Rn. 4] mwN; Beschluss vom 15. Dezember 2017 - I ZR 258/14, GRUR 2018, 335 [juris Rn. 20] = WRP 2018, 478 - Aquaflam; Beschluss vom 1. Juni 2022 - I ZR 62/21 [juris Rn. 2]).
1. Danach hat die Klägerin die Kosten des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens zu tragen. In Bezug auf den auf Erstattung der Abmahnkosten gerichteten Klageantrag ist die Nichtzulassungsbeschwerde unbegründet, im Hinblick auf den für erledigt erklärten Teil des Rechtsstreits wäre sie unbegründet gewesen. Die Rechtssache hat jeweils keine grundsätzliche Bedeutung, die auf die Verletzung von Verfahrensgrundrechten gestützten Rügen greifen nicht durch und die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfordern eine Entscheidung des Revisionsgerichts auch im Übrigen nicht. Von einer näheren Begründung wird entsprechend § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.
2. Hinsichtlich der Kostenverteilung der ersten Instanz und des Berufungsverfahrens verbleibt es bei der Kostenentscheidung des Berufungsgerichts.
Koch
Löffler
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Schmaltz
Wille