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I ZB 101/22 ECLI:DE:BGH:2023:040123BIZB101.22.0 KI-generiert

Admissibility of Rechtsbeschwerde in judicial recusal proceedings without explicit appellate permission

Geschäftsnummer I ZB 101/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the debtor’s appeal on points of law as inadmissible, leaving the lower court’s refusal to grant permission for appeal in force, with the debtor bearing the costs. The dispute arose from a judicial recusal proceeding, where the debtor challenged the Landgericht Augsburg’s decision to deny leave for a further appeal against that recusal order. The court held that an appeal on points of law is only permissible in judicial recusal cases if explicitly permitted by the appellate court, citing § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO; as no such permission had been granted and the decision to deny it is not subject to ordinary or extraordinary judicial review, the appeal failed under § 577 Abs. 1 ZPO, with costs assessed under § 97 Abs. 1 ZPO.

Legislator-Regeste

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§ 577 Abs. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO; Admissibility of Rechtsbeschwerde in judicial recusal proceedings without explicit appellate permission: Gegen einen Beschluss in einem Verfahren auf Richterablehnung ist die Rechtsbeschwerde - mangels Zulässigkeit kraft gesetzlicher Bestimmung (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) - nur zulässig, wenn das Beschwerdegericht sie zugelassen hat (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; vgl. BGH, Beschluss vom 18. Januar 2018 - I ZB 101/17, juris Rn. 4). Eine solche Zulassung ist hier nicht erfolgt. Die Entscheidung des Beschwerdegerichts, die Rechtsbeschwerde nicht zuzulassen, ist nicht anfechtbar (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Dezember 2021 - I ZB 57/21, juris Rn. 2 mwN). Der Weg zu einer außerordentlichen (Rechts-)Beschwerde ist nicht eröffnet und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juni 2021 - I ZB 28/21, juris Rn. 2 mwN).

Schlagwörter

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Normenkontrolle Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Wandelungsrecht verspätetes Ausstandsbegehren Verwirkung des Rückgriffsrechts Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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I ZB 101/17
Januar 2018 - I ZB 101/17, juris Rn.
I ZB 57/21
Dezember 2021 - I ZB 57/21, juris Rn.
I ZB 28/21
Juni 2021 - I ZB 28/21, juris Rn.
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Volltext

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts Augsburg - 4. Zivilkammer - vom 8. Juli 2022 wird auf Kosten des Schuldners als unzulässig verworfen.

[GRUENDE]

Die Rechtsbeschwerde des Schuldners ist nicht statthaft und deshalb als unzulässig zu verwerfen (§ 577 Abs. 1 ZPO).

I. Gegen einen Beschluss in einem Verfahren auf Richterablehnung ist die Rechtsbeschwerde - mangels Zulässigkeit kraft gesetzlicher Bestimmung (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) - nur zulässig, wenn das Beschwerdegericht sie zugelassen hat (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; vgl. BGH, Beschluss vom 18. Januar 2018 - I ZB 101/17, juris Rn. 4). Eine solche Zulassung ist hier nicht erfolgt. Die Entscheidung des Beschwerdegerichts, die Rechtsbeschwerde nicht zuzulassen, ist nicht anfechtbar (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Dezember 2021 - I ZB 57/21, juris Rn. 2 mwN). Der Weg zu einer außerordentlichen (Rechts-)Beschwerde ist nicht eröffnet und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juni 2021 - I ZB 28/21, juris Rn. 2 mwN).

II. Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO.

Koch

Pohl

Schmaltz

Odörfer

Wille