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6 StR 462/22 ECLI:DE:BGH:2023:090123B6STR462.22.0 KI-generiert

Criminal revision: non-disclosure of numerical biostatistical probability in genetic evidence not fatal due to guilty admissions

Geschäftsnummer 6 StR 462/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) 6th Criminal Senate dismissed the appeals of the defendants as unfounded, upholding the conviction by the Landgericht Hannover and ordering the defendants to bear the costs of their appeals and the necessary expenses incurred by the joinder of public prosecution. The dispute concerned a criminal conviction where the appellate court found a procedural defect in the first-instance judgment: the failure to disclose the numerical biostatistical probability result of molecular genetic comparative examinations in the judgment reasons, as required by established BGH case law. However, the court held that this error did not render the verdict void or require remand under § 337(1) Code of Criminal Procedure because the defendants had made largely guilty admissions and a multitude of other incriminating indicia supported the findings of fact, rendering the procedural omission irrelevant to the outcome.

Legislator-Regeste

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§ 337 Abs. 1 StPO; Criminal revision: non-disclosure of numerical biostatistical probability in genetic evidence not fatal due to guilty admissions: Die Darstellung der Ergebnisse der molekulargenetischen Vergleichsuntersuchungen in den Urteilsgründen entspricht zwar nicht den Anforderungen, die nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs an sie zu stellen sind (vgl. BGH, Beschlüsse vom 14. September 2022 4 StR 140/22; vom 8. Oktober 2019 2 StR 341/19). Es fehlt insoweit die Mitteilung der biostatistischen Wahrscheinlichkeitsaussage in numerischer Form (vgl. zu den Einzelheiten KK-StPO/Tiemann, 9. Aufl., § 261 Rn. 138 mwN). Allerdings schließt der Senat angesichts der weitgehend geständigen Einlassungen der Angeklagten und der Vielzahl belastender Indizien aus, dass das Urteil auf diesem Rechtsfehler beruht (§ 337 Abs. 1 StPO).

Schlagwörter

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Schuldschein Revision des Strafurteils unerhebliche Beweismittel Strafverfolgung DNA-Beweis Sachverhaltsirrtum

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hannover vom 16. Mai 2022 werden als unbegründet verworfen.

Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:

Die Darstellung der Ergebnisse der molekulargenetischen Vergleichsuntersuchungen in den Urteilsgründen entspricht zwar nicht den Anforderungen, die nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs an sie zu stellen sind (vgl. BGH, Beschlüsse vom 14. September 2022 4 StR 140/22; vom 8. Oktober 2019 2 StR 341/19). Es fehlt insoweit die Mitteilung der biostatistischen Wahrscheinlichkeitsaussage in numerischer Form (vgl. zu den Einzelheiten KK-StPO/Tiemann, 9. Aufl., § 261 Rn. 138 mwN). Allerdings schließt der Senat angesichts der weitgehend geständigen Einlassungen der Angeklagten und der Vielzahl belastender Indizien aus, dass das Urteil auf diesem Rechtsfehler beruht (§ 337 Abs. 1 StPO).

Sander

Feilcke

Tiemann

von Schmettau

Arnoldi