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4 StR 56/21 ECLI:DE:BGH:2021:240821B4STR56.21.0 KI-generiert

Auxiliary party's liability for revision court costs despite statutory legal aid appointment

Geschäftsnummer 4 StR 56/21
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the objection filed by a victim's auxiliary party against the assessment of €162 in court costs for the unsuccessful revision proceedings. The dispute concerned whether auxiliary party representation appointed under statutory legal aid provisions exempted the auxiliary party from bearing the costs of their own unsuccessful appeal. The court ruled that while the appointed representative covers procedural representation, the auxiliary party remains liable for court fees incurred when the revision is dismissed as unfounded under § 349(2) StPO, as they must bear the risk of their own legal assessment. The decisive legal basis was § 66 GKG for the objection procedure, § 473(1) StPO for the cost imposition upon an unsuccessful appeal, and Nr. 3520 of the GKG cost schedule, which the court affirmed as correct and applicable despite the existence of a legal aid appointment under §§ 395, 397a StPO.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 66 Abs. 1 GKG, § 473 Abs. 1 StPO, § 3 Abs. 2 GKG, § 66 Abs. 8 Satz 1 GKG, § 66 Abs. 8 Satz 2 GKG; Auxiliary party's liability for revision court costs despite statutory legal aid appointment: The dispute concerned whether auxiliary party representation appointed under statutory legal aid provisions exempted the auxiliary party from bearing the costs of their own unsuccessful appeal. The court ruled that while the appointed representative covers procedural representation, the auxiliary party remains liable for court fees incurred when the revision is dismissed as unfounded under § 349(2) StPO, as they must bear the risk of their own legal assessment. The decisive legal basis was § 66 GKG for the objection procedure, § 473(1) StPO for the cost imposition upon an unsuccessful appeal, and Nr. 3520 of the GKG cost schedule, which the court affirmed as correct and applicable despite the existence of a legal aid appointment under §§ 395, 397a StPO.

Schlagwörter

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Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege Kostenauflage strafrechtliches Revisionsverfahren Parteientschädigung gesetzliche Vertretung gesetzliche Grundlage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 349 Abs. 2 StPO
Juli 2021 gemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen und dem Beschwerdeführer die Kosten seines Rechtsmittels auferlegt.
§ 66 Abs. 1 GKG
Cited as the procedural basis for the objection procedure regarding the cost assessment, although the dispositive implicitly applies the remedy to reject the objection.
§ 473 Abs. 1 StPO
Juli 2021 gemäß § 473 Abs. 1 StPO die Kosten des Rechtsmittels auferlegt worden.
§ 3 Abs. 2 GKG
Diese bestimmt sich gemäß § 3 Abs. 2 GKG nach dem Kostenverzeichnis der Anlage 1 zum GKG.
§ 66 Abs. 8 Satz 1 GKG
Cited to establish that the objection proceedings are free of court fees.
§ 66 Abs. 8 Satz 2 GKG
Cited to rule that no costs are reimbursed in the objection proceedings.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 66 Abs. 1 GKG

Cited as the procedural basis for the objection procedure regarding the cost assessment, although the dispositive implicitly applies the remedy to reject the objection.

§ 66 Abs. 8 Satz 1 GKG

Cited to establish that the objection proceedings are free of court fees.

§ 66 Abs. 8 Satz 2 GKG

Cited to rule that no costs are reimbursed in the objection proceedings.

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Volltext

Kostenentscheidung bei Erfolglosigkeit der Revision des durch einen Beistand unterstützten Nebenklägers

[TENOR]

Die Erinnerung des Nebenklägers gegen den Ansatz der Gerichtskosten mit Kostenrechnung vom 27. Juli 2021 (Kassenzeichen 780021209761) wird zurückgewiesen.

Das Verfahren über die Erinnerung ist gebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet.

[GRUENDE]

I. Der Senat hat die Revision des Nebenklägers gegen das Urteil des Landgerichts Kaiserslautern vom 12. November 2020 durch Beschluss vom 21. Juli 2021 gemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen und dem Beschwerdeführer die Kosten seines Rechtsmittels auferlegt. Daraufhin ist mit Kostenrechnung vom 27. Juli 2021 gegen den Beschwerdeführer eine Gebühr für das Revisionsverfahren in Höhe von 162 € angesetzt worden. Hiergegen wendet sich der Nebenkläger mit seiner Erinnerung. Er macht geltend, dass ihm ein Rechtsanwalt beigeordnet worden sei und die Nebenklage keine Kostentragungspflicht treffe.

Die Kostenbeamtin hat der Erinnerung nicht abgeholfen.

II. 1. Zur Entscheidung über die Erinnerung gegen den Ansatz der Kosten beim Bundesgerichtshof ist gemäß §§ 1 Abs. 5, 66 Abs. 6 GKG der Einzelrichter zuständig (BGH, Beschlüsse vom 23. April 2015 – I ZB 73/14, NJW 2015, 2194 Rn. 6 f. und vom 30. Januar 2020 – 4 StR 291/19 Rn. 7).

2. Die gemäß § 66 Abs. 1 GKG zulässige Erinnerung ist unbegründet. Der Kostenansatz ist zutreffend.

a) Dem Nebenkläger sind durch den Verwerfungsbeschluss vom 21. Juli 2021 gemäß § 473 Abs. 1 StPO die Kosten des Rechtsmittels auferlegt worden. Auch die Höhe der Kosten ist nicht zu beanstanden. Diese bestimmt sich gemäß § 3 Abs. 2 GKG nach dem Kostenverzeichnis der Anlage 1 zum GKG. Gemäß Nr. 3520 des Kostenverzeichnisses beträgt die Gebühr für den hier einschlägigen Tatbestand der Verwerfung der Revision des Nebenklägers durch Beschluss nach § 349 Abs. 2 StPO 162 €.

b) Von dieser Kostenfolge war auch nicht wegen der erfolgten Beistandsbestellung gemäß §§ 395 Abs. 2, 397a Abs. 1 StPO abzusehen.

Zwar erstreckt sich die Beistandsbestellung auch auf das Revisionsverfahren (BGH, Beschluss vom 30. Mai 2000 – 4 StR 24/00 Rn. 2). Davon nicht erfasst ist allerdings das Risiko, im Revisionsverfahren bei Erfolglosigkeit des Rechtsmittels die Gerichtskosten zu tragen (vgl. BGH, Beschluss vom 6. August 2019 – 1 ARs 4/19). Einem Nebenkläger ist es zuzumuten, das Risiko einer Rechtsmitteleinlegung selbst einzuschätzen und gegebenenfalls deren Kosten zu tragen (vgl. BGH, Beschluss vom 30. Januar 2020 – 4 StR 291/19).

3. Das Verfahren ist gerichtsgebührenfrei (§ 66 Abs. 8 Satz 1 GKG), Kosten werden nicht erstattet (§ 66 Abs. 8 Satz 2 GKG).

Lutz

Richter am Bundesgerichtshof