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X ARZ 223/26 ECLI:DE:BGH:2026:190526BXARZ223.26.0 KI-generiert

Recusal based on alleged decision errors without bias grounds; constitutional complaint for hearing right failure on formal and material flaws

Geschäftsnummer X ARZ 223/26
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH), 10th Civil Senate, dismissed the defendant's requests for the recusal of the panel members as obviously inadmissible and rejected his constitutional complaint (Anhörungsrüge) against the Senate's order of April 21, 2026, placing the costs of proceedings on the defendant. The dispute arose from the defendant's challenge to a prior Senate order in a civil matter, where he alleged formal and material errors by the panel but failed to demonstrate any specific grounds for bias or a violation of his right to be heard. The court held that a recusal request is obviously inadmissible if it contains only general allegations of error without establishing a reasonable suspicion of bias, as per established case law (citing BGH, Judgment of June 13, 2023 - VIII ZR 127/17), and that the claimed formal and material errors did not substantiate a breach of Article 103(1) of the German Basic Law. The decision rested on §§ 40, 41 of the Courts Constitution Act for the recusal issues and § 97(1) of the Code of Civil Procedure for the cost allocation.

Legislator-Regeste

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Art. 103 Abs. 1 GG, § 97 Abs. 1 ZPO; Recusal based on alleged decision errors without bias grounds; constitutional complaint for hearing right failure on formal and material flaws: The dispute arose from the defendant's challenge to a prior Senate order in a civil matter, where he alleged formal and material errors by the panel but failed to demonstrate any specific grounds for bias or a violation of his right to be heard. The court held that a recusal request is obviously inadmissible if it contains only general allegations of error without establishing a reasonable suspicion of bias, as per established case law (citing BGH, Judgment of June 13, 2023 - VIII ZR 127/17), and that the claimed formal and material errors did not substantiate a breach of Article 103(1) of the German Basic Law. The decision rested on §§ 40, 41 of the Courts Constitution Act for the recusal issues and § 97(1) of the Code of Civil Procedure for the cost allocation.

Schlagwörter

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Zivilprozessordnung Streitgegenstand Anspruch auf rechtliches Gehör Ausstandsbegehren Verfassung ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 97 Abs. 1 ZPO

Cited as the legal basis for the allocation of costs to the defendant.

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Volltext

Die Ablehnungsgesuche gegen den Vorsitzenden Richter Dr. Bacher, den Richter Dr. Deichfuß, die Richterinnen Dr. Kober-Dehm und Dr. Marx und den Richter Dr. Crummenerl werden als unzulässig verworfen.

Die Anhörungsrüge gegen den Senatsbeschluss vom 21. April 2026 wird auf Kosten des Beklagten zurückgewiesen.

[GRUENDE]

I. Das Ablehnungsgesuch gegen die am Senatsbeschluss vom 21. April 2026 beteiligten Richterinnen und Richter ist offensichtlich unzulässig. Die Entscheidung darüber kann deshalb unter Mitwirkung der abgelehnten Richterinnen und Richter ergehen.

Ein Ablehnungsgesuch, das lediglich Ausführungen enthält, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind, ist offensichtlich unzulässig (vgl. nur BGH, Beschluss vom 13. Juni 2023 - VIII ZR 127/17 Rn. 2).

Diese Voraussetzung ist im Streitfall erfüllt.

Der Beklagte gibt keinen Grund für seine Ablehnungsgesuche an. Er rügt lediglich formelle und materielle Fehler des Beschlusses vom 21. April 2026, ohne aufzuzeigen, dass diese im Falle ihres Vorliegens zugleich die Besorgnis der Befangenheit begründen könnten.

II. Die Anhörungsrüge ist unbegründet.

Der Beklagte rügt zwar eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG). Er stützt diese Rügen aber ausschließlich auf angebliche formelle und materielle Fehler des angefochtenen Beschlusses, die im Falle ihres Vorliegens keine Verletzung von Art. 103 Abs. 1 GG begründen würden.

III. Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO.

IV. Der Beklagte kann nicht mit einer Antwort auf weitere Eingaben in dieser Sache rechnen.

Bacher

Kober-Dehm

Marx

Crummenerl

v. Pückler