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3 StR 388/22 ECLI:DE:BGH:2022:291122B3STR388.22.0 KI-generiert

Calculating the value of criminal proceeds for confiscation in commercial drug trafficking

Geschäftsnummer 3 StR 388/22
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Justice partially granted the defendant's appeal, modifying the confiscation order to set the value of criminal proceeds at €22,673.52 rather than the lower court's €22,713.52, while rejecting the remainder of the appeal and ordering the defendant to bear the costs of the proceedings. The defendant, convicted by the Regional Court of Oldenburg of commercial drug trafficking and possession in significant quantities, challenged the judgment primarily through the confiscation ruling, where the appellate court identified a calculation error in the original assessment of proceeds from a specific sale. The decisive legal basis involved the application of § 349 Abs. 2 StPO for the rejection of the substantive appeal and the analogous application of § 354 Abs. 1 StPO to correct the confiscation amount based on the established factual findings, alongside § 473 Abs. 4 StPO for cost allocation given the limited success of the revision.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 354 Abs. 1 StPO, § 473 Abs. 4 StPO; Calculating the value of criminal proceeds for confiscation in commercial drug trafficking: The defendant, convicted by the Regional Court of Oldenburg of commercial drug trafficking and possession in significant quantities, challenged the judgment primarily through the confiscation ruling, where the appellate court identified a calculation error in the original assessment of proceeds from a specific sale. The decisive legal basis involved the application of § 349 Abs. 2 StPO for the rejection of the substantive appeal and the analogous application of § 354 Abs. 1 StPO to correct the confiscation amount based on the established factual findings, alongside § 473 Abs. 4 StPO for cost allocation given the limited success of the revision.

Schlagwörter

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Betäubungsmittelhandel strafrechtliche Einziehung Ertrag Wert der Umsätze Revision des Strafurteils Kostenberechnung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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3 StR 37/22
März 2022 - 3 StR 37/22, juris Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 354 Abs. 1 StPO

Applied in the dispositive to justify the modification of the confiscation order to correct the calculated value of criminal proceeds.

§ 473 Abs. 4 StPO

Cited in the dispositive to impose the costs of the legal remedy on the appellant due to the limited success of the appeal.

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Volltext

1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Oldenburg vom 8. Juni 2022 im Ausspruch über die Einziehung dahin geändert, dass die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 22.673,52 € angeordnet wird.

2. Die weitergehende Revision wird verworfen.

3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen gewerbsmäßiger Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige, Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in sechs Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit mit gewerbsmäßiger Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige, Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und Besitzes von Betäubungsmitteln in Tateinheit mit Abgabe von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. Es hat ferner die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 22.713,52 € angeordnet.

Die auf die Rügen der Verletzung formellen und materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten führt in dem aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Umfang zur Änderung des Einziehungsausspruchs. Im Übrigen ist das Rechtsmittel unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.

1. Die Verfahrensrüge ist aus den vom Generalbundesanwalt zutreffend ausgeführten Gründen unzulässig (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO).

2. Die auf die Sachrüge veranlasste umfassende Überprüfung des Urteils hat zum Schuld- und zum Strafausspruch keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben.

3. Die durch das Landgericht getroffene Einziehungsentscheidung hält rechtlicher Nachprüfung stand, soweit sie in Höhe von 22.673,52 € angeordnet worden ist. Hinsichtlich des darüber hinausgehenden Betrages tragen die Feststellungen sie nicht. Hiernach erlangte der Angeklagte im Fall II. 4. durch den Verkauf von 350 g Marihuana zu einem Verkaufspreis von 7,20 €/g einen Betrag in Höhe von 2.520 €. Abweichend hiervon hat die Strafkammer der Berechnung des Einziehungsausspruchs einen Betrag in Höhe von "2.560 €" zu Grunde gelegt (vgl. UA 17). Der Senat hat insoweit den Tenor in analoger Anwendung des § 354 Abs. 1 StPO neu gefasst (vgl. BGH, Beschluss vom 22. März 2022 - 3 StR 37/22, juris Rn. 2).

4. Angesichts des geringen Erfolgs der Revision ist es nicht unbillig, den Angeklagten mit den gesamten Kosten seines Rechtsmittels zu belasten (§ 473 Abs. 4 StPO).

Schäfer

Berg

Erbguth

Kreicker

Voigt