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XI ZR 526/19 ECLI:DE:BGH:2020:021220BXIZR526.19.0 KI-generiert

Section 242 BGB good faith and consistency with 1st Civil Senate case law in revision proceedings

Geschäftsnummer XI ZR 526/19
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The BGH 11th Civil Senate rejected the plaintiff's revision in a unanimous non-heard ruling, upholding the appellate court's judgment and placing the costs on the plaintiff. The dispute concerned the application of implied consent or good faith principles under § 242 BGB, specifically whether the lower court erred in its legal assessment. The Senate determined that no fundamental legal significance existed, as the plaintiff failed to demonstrate a divergence between the 11th Civil Senate's jurisprudence and the 1st Civil Senate's decision of 13 December 2018 regarding § 242 BGB, nor did the plaintiff's arguments justify altering this assessment. Furthermore, the court refused to suspend the proceedings pending a preliminary reference to the Court of Justice of the European Union, relying on previous rulings in this matter and a subsequent rejection of a constitutional complaint by the Federal Constitutional Court.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 552a ZPO, § 522 Abs. 2 Satz 3 ZPO, § 242 BGB; Section 242 BGB good faith and consistency with 1st Civil Senate case law in revision proceedings: The dispute concerned the application of implied consent or good faith principles under § 242 BGB, specifically whether the lower court erred in its legal assessment. The Senate determined that no fundamental legal significance existed, as the plaintiff failed to demonstrate a divergence between the 11th Civil Senate's jurisprudence and the 1st Civil Senate's decision of 13 December 2018 regarding § 242 BGB, nor did the plaintiff's arguments justify altering this assessment. Furthermore, the court refused to suspend the proceedings pending a preliminary reference to the Court of Justice of the European Union, relying on previous rulings in this matter and a subsequent rejection of a constitutional complaint by the Federal Constitutional Court.

Schlagwörter

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zivilrechtliche Revision Treu und Glauben Streitgegenstand Vorlage zur Vorabentscheidung eingetragene Partnerschaft Verfassungsänderung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO

Cited as the main ground for rejecting the revision due to the lack of fundamental legal significance and the non-requirement for a court decision to develop the law or ensure uniform jurisprudence.

§ 552a ZPO

Cited as the procedural basis for rejecting the revision on the grounds that it has no prospect of success.

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Volltext

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des 13. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg vom 16. Oktober 2019 wird durch einstimmigen Beschluss auf Kosten des Klägers zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO) und die Revision auch keine Aussicht auf Erfolg hat (§ 552a ZPO).

Zur Begründung nimmt der Senat Bezug auf das Schreiben seines Vorsitzenden vom 13. Oktober 2020 (§ 552a Satz 2, § 522 Abs. 2 Satz 3 ZPO), das sich nicht nur damit befasst, warum dem Berufungsgericht bei der Anwendung des § 242 BGB kein Rechtsfehler unterlaufen ist, sondern auch nähere Ausführungen dazu enthält, dass und warum eine zulassungsrelevante Divergenz zu dem Urteil des I. Zivilsenats vom 13. Dezember 2018 (I ZR 51/17, WM 2019, 1985 Rn. 39 ff.) nicht besteht. Die Argumentation des Klägers in seinen Schriftsätzen vom 26. November 2020 und 27. November 2020 gibt zu einer anderen Bewertung - auch im Hinblick auf das dort zitierte, das Urheberrecht betreffende Urteil des I. Zivilsenats vom 15. September 1999 (I ZR 57/97, NJW 2000, 140, 142) - keinen Anlass. Ein von einer Stimme in der Literatur behaupteter Widerspruch zwischen der Rechtsprechung des Senats und der des I. Zivilsenats besteht nicht (unzutreffend daher Knops, WM 2020, 2249, 2257 mit Fn. 135).

Der Senat hat schließlich, was sich dem Schreiben seines Vorsitzenden vom 13. Oktober 2020 ebenfalls im Einzelnen entnehmen lässt, entgegen den neuerlichen Ausführungen des Klägers in seinem Schriftsatz vom 27. November 2020 keinen Anlass, seine Entscheidung über die Revision von einer vorherigen Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union über ein Vorabentscheidungsersuchen abhängig zu machen. Insoweit verweist der Senat (nochmals) auf seine Beschlüsse vom 21. Januar 2020 (XI ZR 189/19, WM 2020, 371), vom 3. März 2020 (XI ZR 189/19, juris) und vom 31. März 2020 (XI ZR 198/19, WM 2020, 838 Rn. 15 f.). Eine gegen den zuletzt genannten Beschluss eingelegte Verfassungsbeschwerde hat das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 4. August 2020 (1 BvR 1138/20) nicht zur Entscheidung angenommen. Entsprechend besteht kein Anlass, das Verfahren bis zur Erledigung eines Vorabentscheidungsersuchens auszusetzen.

Streitwert: bis 9.000 €

Ellenberger

Grüneberg

Menges

Derstadt

Ettl