Valuation of attorney's fees for legal review concerning coercive fine to compel sworn declaration
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) set the value of the subject matter of the attorney’s activity for the legal revision proceedings at €9,000, thereby upholding the value previously asserted by the creditor. The dispute arose from a procedural order in an insolvency or debt enforcement context where a lower court had previously dismissed a coercive fine intended to compel a debtor to submit a sworn declaration of assets, leading the creditor to appeal the annulment of that fine via legal revision (Rechtsbeschwerde). The BGH determined that under § 25(1) No. 3 of the German Lawyers’ Fees Act (RVG), the value for professional services is based on the value of the action sought, which corresponds to the value of the main claim; since the creditor had specifically designated the value of the desired sworn declaration as €9,000 in its prior appeal, this amount was adopted as the fixed value for the current instance.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 33 Abs. 1 RVG, § 1 Abs. 3 RVG, § 25 Abs. 1 Nr. 3 RVG, § 25 RVG, § 33 Abs. 9 Satz 1 RVG, § 33 Abs. 9 Satz 2 Halbsatz 1 RVG; Valuation of attorney's fees for legal review concerning coercive fine to compel sworn declaration: The dispute arose from a procedural order in an insolvency or debt enforcement context where a lower court had previously dismissed a coercive fine intended to compel a debtor to submit a sworn declaration of assets, leading the creditor to appeal the annulment of that fine via legal revision (Rechtsbeschwerde). The BGH determined that under § 25(1) No. 3 of the German Lawyers’ Fees Act (RVG), the value for professional services is based on the value of the action sought, which corresponds to the value of the main claim; since the creditor had specifically designated the value of the desired sworn declaration as €9,000 in its prior appeal, this amount was adopted as the fixed value for the current instance.
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KI-generiertThe procedural basis cited to authorize the court's decision to fix the value of the subject matter of the attorney's activity.
Cited in the dispositive to establish that the decision is free of court fees.
Cited in the dispositive to rule that no costs are to be reimbursed.
Volltext
Gegenstandswert bei Streitwertangabe für eidesstattliche Versicherung
[TENOR]
Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit für das Rechtsbeschwerdeverfahren wird auf 9.000 € festgesetzt.
[GRUENDE]
I. Der Senat hat mit Beschluss vom 13. Oktober 2022 die Rechtsbeschwerde der Gläubigerin gegen den Beschluss des Landgerichts Karlsruhe vom 25. Oktober 2021 zurückgewiesen. Mit dem angefochtenen Beschluss hatte das Landgericht einen Beschluss des Amtsgerichts, mit dem dieses ein Zwangsgeld in Höhe von 9.000 € gegen die Schuldnerin verhängt hatte, um sie zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung anzuhalten, auf die sofortige Beschwerde der Schuldnerin aufgehoben und den Zwangsmittelantrag der Gläubigerin sowie deren eigene sofortige Beschwerde zurückgewiesen.
Der Verfahrensbevollmächtigte der Schuldnerin beantragt die Festsetzung des Gegenstandswerts für das Rechtsbeschwerdeverfahren. Die Gläubigerin hatte Gelegenheit zur Stellungnahme.
II. Auf den Antrag des Verfahrensbevollmächtigten der Schuldnerin, der als Antrag gemäß § 33 Abs. 1 RVG auszulegen ist, ist der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit für das Rechtsbeschwerdeverfahren auf 9.000 € festzusetzen.
1. Für die Entscheidung über den Antrag nach § 33 Abs. 1 RVG, den Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit festzusetzen, wenn sich die Gebühren in einem gerichtlichen Verfahren nicht nach dem für die Gerichtsgebühren maßgebenden Wert berechnen oder es - wie hier - an einem solchen Wert fehlt (vgl. GKG KV 2124), ist nach Inkrafttreten von § 1 Abs. 3 RVG auch beim Bundesgerichtshof nach § 33 Abs. 8 Satz 1 Halbsatz 1 RVG grundsätzlich die Einzelrichterin zuständig (vgl. BGH, Beschluss vom 9. August 2021 - GSZ 1/20, NJW 2021, 3191 [juris Rn. 8]).
2. Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit ist im Streitfall gemäß § 25 Abs. 1 Nr. 3 RVG nach dem Wert zu bestimmen, den die zu erwirkende Handlung, Duldung oder Unterlassung für den Gläubiger hat. Ausgangspunkt für die Bemessung ist regelmäßig der Wert der Hauptsache. Ob hiervon gegebenenfalls nur ein Bruchteil zu berücksichtigen ist, was in der obergerichtlichen Rechtsprechung umstritten ist (vgl. Toussaint/Toussaint, Kostenrecht, 52. Aufl., § 25 RVG Rn. 24 mwN), bedarf vorliegend keiner Entscheidung. Die Gläubigerin hat in ihrer sofortigen Beschwerde gegen den Beschluss des Amtsgerichts den Streitwert und damit auch ihr Interesse an der erstrebten eidesstattlichen Versicherung mit 9.000 € angegeben. Dieser Wert ist auch als Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit für das Rechtsbeschwerdeverfahren festzusetzen.
III. Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei (§ 33 Abs. 9 Satz 1 RVG); Kosten werden nicht erstattet (§ 33 Abs. 9 Satz 2 Halbsatz 1 RVG).
Schmaltz