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5 StR 672/25 ECLI:DE:BGH:2026:060526B5STR672.25.0 KI-generiert

Limitation of arson conviction to structural fire in a residential building and procedural handling of concurrence charges

Geschäftsnummer 5 StR 672/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Fifth Criminal Senate of the Federal Court of Justice (BGH) partially upheld the appeal of the defendant against a Leipzig Regional Court judgment dated August 21, 2025, which had convicted him of multiple counts of aggravated arson, endangering bodily integrity, and property damage, resulting in a combined eight-year prison sentence and preventive detention. The Senate limited the proceedings for one specific incident (Case II.2) to aggravated arson under § 306a Abs. 2, § 306 Abs. 1 Nr. 1 StGB in concurrence with bodily injury and property damage, excluding the alternative charge of aggravated arson under § 306a Abs. 1 Nr. 1 StGB to avoid deciding on the legal definition of partially destroying a building serving as a residence. Consequently, the conviction was adjusted to reflect this narrower charge, while the eight-year sentence and the order for preventive detention under § 66 StGB remained in force, as the change did not alter the applicable sentencing framework or the prerequisites for preventive measures. The remaining grounds of appeal were dismissed, and the defendant was ordered to bear the costs of the proceedings.

Legislator-Regeste

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§ 306 Abs. 1 Nr. 1 StGB, § 349 Abs. 2 StPO, § 306a Abs. 1 Nr. 1 StGB, § 354 Abs. 1 StPO, § 260 Abs. 4 Satz 5 StPO, § 306a Abs. 2 StGB; Limitation of arson conviction to structural fire in a residential building and procedural handling of concurrence charges: The Senate limited the proceedings for one specific incident (Case II.2) to aggravated arson under § 306a Abs. 2, § 306 Abs. 1 Nr. 1 StGB in concurrence with bodily injury and property damage, excluding the alternative charge of aggravated arson under § 306a Abs. 1 Nr. 1 StGB to avoid deciding on the legal definition of partially destroying a building serving as a residence. Consequently, the conviction was adjusted to reflect this narrower charge, while the eight-year sentence and the order for preventive detention under § 66 StGB remained in force, as the change did not alter the applicable sentencing framework or the prerequisites for preventive measures. The remaining grounds of appeal were dismissed, and the defendant was ordered to bear the costs of the proceedings.

Schlagwörter

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Brandstiftung Strafurteil Verfahrensbeschränkungen Haftkosten Immobilienbesitz Verjährungsfrist

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Procedural basis for dismissing the further revision as unfounded after the procedural limitation.

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Volltext

1. Das Verfahren wird im Fall II.2 der Urteilsgründe auf den Vorwurf der schweren Brandstiftung (§ 306a Abs. 2, § 306 Abs. 1 Nr. 1 StGB) in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung beschränkt.

2. Die weitergehende Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Leipzig vom 21. August 2025 wird mit der Maßgabe verworfen, dass der Angeklagte im Fall II.2 der Urteilsgründe wegen schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und mit Sachbeschädigung schuldig ist.

3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen schwerer Brandstiftung in zwei tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen sowie Sachbeschädigung in sieben tateinheitlichen Fällen (Tat II.1 der Urteilsgründe), wegen schwerer Brandstiftung in zwei tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen sowie Sachbeschädigung in drei tateinheitlichen Fällen (Tat II.2 der Urteilsgründe) und wegen versuchter schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit Brandstiftung (Tat II.3 der Urteilsgründe) zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt und seine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Die mit der Sachrüge geführte Revision des Angeklagten erzielt den aus der Beschlussformel ersichtlichen geringfügigen Erfolg und ist im Übrigen unbegründet (§ 349 Abs. 2 StPO).

1. Im Fall II.2 der Urteilsgründe hat der Senat das Verfahren aus prozessökonomischen Gründen mit Zustimmung des Generalbundesanwalts auf den Vorwurf der schweren Brandstiftung gemäß § 306a Abs. 2, § 306 Abs. 1 Nr. 1 StGB in Tateinheit mit Körperverletzung (in zwei tateinheitlichen Fällen) und mit Sachbeschädigung (in drei tateinheitlichen Fällen) beschränkt und die weitergehende tateinheitliche schwere Brandstiftung gemäß § 306a Abs. 1 Nr. 1 StGB von der Verfolgung ausgenommen. Deswegen muss der Senat nicht entscheiden, ob eine teilweise Zerstörung eines Gebäudes, das der Wohnung von Menschen dient, vorliegt (vgl. BGH, Urteil vom 5. April 2018 - 3 StR 13/18, NJW 2019, 90, 92).

Der Senat ändert daher den Schuldspruch entsprechend § 354 Abs. 1 StPO ab, wobei er aus Gründen der Übersichtlichkeit von der Tenorierung der gleichartigen Tateinheit abgesehen hat (vgl. § 260 Abs. 4 Satz 5 StPO).

2. Der Strafausspruch bleibt von der Schuldspruchänderung unberührt. Der Senat schließt aus, dass das Landgericht im Fall II.2 der Urteilsgründe angesichts des unverändert maßgeblichen Strafrahmens gemäß § 306a Abs. 2 StGB und der verbleibenden weiteren tateinheitlichen Delikte auf eine niedrigere Einzelstrafe erkannt hätte.

3. Die vom Landgericht rechtsfehlerfrei angenommenen Voraussetzungen der Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung gemäß § 66 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 2 StGB werden von der geringfügigen Schuldspruchänderung nicht tangiert.

4. Im Übrigen hat die Nachprüfung des Urteils keine den Angeklagten beschwerenden Rechtsfehler ergeben.

5. Angesichts des nur geringfügigen Erfolgs der Revision ist es nicht unbillig, den Angeklagten mit den gesamten Kosten seines Rechtsmittels zu belasten (§ 473 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 4 StPO).

Cirener

Gericke

Mosbacher

Köhler

Resch