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4 StR 292/25 ECLI:DE:BGH:2025:130825B4STR292.25.0 KI-generiert

Cut-off effect of prior convictions and validity of separate enforcement of monetary penalties alongside new custodial sentence

Geschäftsnummer 4 StR 292/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (4th Criminal Senate) dismissed the defendant's revision as unfounded, upholding the Landgericht Bremen’s judgment from November 4, 2024, and ordering the defendant to bear the costs of the appeal and the necessary expenses of the附带plaintiff. The dispute concerned the procedural treatment of prior convictions and the calculation of aggregate sentencing, specifically challenging the trial court’s decision to leave a prior monetary penalty in existence alongside a new custodial sentence rather than forming a global aggregate penalty. Although the appellate court acknowledged that the trial court erred in its legal reasoning by assuming the "cut-off effect" (Zäsurwirkung) of an unexecuted prior conviction was voided by the use of § 53 Abs. 2 Satz 2 StGB, the court held this error did not disadvantage the defendant; instead, it concluded that respecting the cut-off effect would have resulted in a harsher aggregate penalty, as the prior monetary fines and a separate custodial sentence would have been enforced alongside the new term, whereas the trial court’s discretionary application of § 56 Abs. 2 StGB to suspend part of the new sentence was deemed consistent with the interests of justice.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 53 Abs. 2 Satz 2 StGB, § 56 Abs. 2 StGB; Cut-off effect of prior convictions and validity of separate enforcement of monetary penalties alongside new custodial sentence: The dispute concerned the procedural treatment of prior convictions and the calculation of aggregate sentencing, specifically challenging the trial court’s decision to leave a prior monetary penalty in existence alongside a new custodial sentence rather than forming a global aggregate penalty. Although the appellate court acknowledged that the trial court erred in its legal reasoning by assuming the "cut-off effect" (Zäsurwirkung) of an unexecuted prior conviction was voided by the use of § 53 Abs. 2 Satz 2 StGB, the court held this error did not disadvantage the defendant; instead, it concluded that respecting the cut-off effect would have resulted in a harsher aggregate penalty, as the prior monetary fines and a separate custodial sentence would have been enforced alongside the new term, whereas the trial court’s discretionary application of § 56 Abs. 2 StGB to suspend part of the new sentence was deemed consistent with the interests of justice.

Schlagwörter

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Strafzumessung Vollzug von Geldstrafen Wirkungen des Urteils Revision des Strafurteils Bussenbemessung prozessleitende Verfügungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Basis for dismissing the revision as unfounded because the re-examination did not reveal a legal error to the disadvantage of the accused.

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Volltext

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Bremen vom 4. November 2024 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Soweit das Landgericht verkannt hat, dass die Zäsurwirkung einer unerledigten Verurteilung – hier: des Urteils des Amtsgerichts Bremen-Blumenthal vom 26. August 2020 – nicht deshalb entfällt, weil das Tatgericht von der Möglichkeit Gebrauch macht, eine der zäsurbildenden Verurteilung zugrundeliegende Geldstrafe gemäß § 53 Abs. 2 Satz 2 StGB gesondert neben Freiheitsstrafe bestehen zu lassen (vgl. BGH, Urteil vom 12. September 2019 – 4 StR 146/19 Rn. 32 mwN), ist der Angeklagte hierdurch nicht beschwert.

Bei Beachtung der Zäsurwirkung wäre neben einer aus den Einzelfreiheitsstrafen für die zwischen November 2018 und Juni 2020 begangenen Taten zu II.1. bis 3. der hiesigen Urteilsgründe (zwei Jahre und neun Monate, neun Monate und sechs Monate) zu bildenden Gesamtfreiheitsstrafe und – bei diesbezüglicher Anwendung des § 53 Abs. 2 Satz 2 StGB – einer Gesamtgeldstrafe aus dem vorgenannten Urteil sowie aus einem weiteren Urteil desselben Amtsgerichts vom 15. Juli 2022, das Taten von 2018 und 2019 betraf, die Einzelstrafe im Fall II.4. der Urteilsgründe (ein Jahr und zehn Monate Freiheitsstrafe) isoliert zu verhängen gewesen. Das Gesamtstrafenübel wäre damit, wie das Landgericht zur Begründung seiner Entscheidung, die Geldstrafen gesondert bestehen zu lassen, selbst ausgeführt hat, ein größeres. Hieran ändert auch der Umstand nichts, dass die Vollstreckung der Einzelfreiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten hätte zur Bewährung ausgesetzt werden können. Denn der Senat schließt angesichts der im Urteil strafschärfend herangezogenen Zumessungsgesichtspunkte sowie der zu § 53 Abs. 2 Satz 2 StGB angeführten Erwägung, bei nachträglicher Gesamtstrafenbildung hätte die dann „insgesamt zu verbüßende Freiheitsstrafe“ das für den Angeklagten größere Strafübel dargestellt, aus, dass die Strafkammer ihr durch § 56 Abs. 2 StGB eingeräumtes Ermessen so ausgeübt hätte.

Quentin

Maatsch

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Marks

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