Partial dismissal of sexual offense convictions under § 154(2) StPO based on procedural economy without altering the aggregate sentence
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (6th Criminal Senate) partially granted the defendant's appeal, dismissing the remainder, by ordering a partial dismissal of the proceedings pursuant to § 154(2) Code of Criminal Procedure for one count of rape committed in a cumulative offense with abuse of a dependent person, thereby modifying the conviction to reflect four such cases instead of five while leaving the aggregate sentence of eight years' imprisonment unchanged. The underlying dispute concerned a revision appeal against a Landgericht Braunschweig conviction for multiple counts of sexual offenses, including rape, severe sexual abuse of children, sexual abuse of children, sexual assault, and sexual coercion, all committed in conjunction with the abuse of dependents or minors, where the defendant challenged the application of substantive law. The decisive legal basis for the procedural modification was the doctrine of procedural economy (*prozessökonomische Gründe*) under § 154(2) StPO, which allowed the court to exclude that the exclusion of the dismissed single-count sentence would have necessitated a reduction in the total aggregate sentence, resulting in a cost allocation where the state bore costs for the dismissed portion and the defendant bore costs for the remainder and the incidental claims of the victim associates.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 154 Abs. 2 StPO, § 467 Abs. 1 StPO, § 349 Abs. 2 StPO; Partial dismissal of sexual offense convictions under § 154(2) StPO based on procedural economy without altering the aggregate sentence: The underlying dispute concerned a revision appeal against a Landgericht Braunschweig conviction for multiple counts of sexual offenses, including rape, severe sexual abuse of children, sexual abuse of children, sexual assault, and sexual coercion, all committed in conjunction with the abuse of dependents or minors, where the defendant challenged the application of substantive law. The decisive legal basis for the procedural modification was the doctrine of procedural economy (*prozessökonomische Gründe*) under § 154(2) StPO, which allowed the court to exclude that the exclusion of the dismissed single-count sentence would have necessitated a reduction in the total aggregate sentence, resulting in a cost allocation where the state bore costs for the dismissed portion and the defendant bore costs for the remainder and the incidental claims of the victim associates.
Schlagwörter
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KI-generiertLegal basis cited in the dispositive for the partial dismissal of the proceedings regarding one specific count of the conviction.
Cited in the dispositive to determine the allocation of procedural costs and necessary expenses for the dismissed portion of the case.
Volltext
1. Auf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Braunschweig vom 26. Juni 2025 wird
a) das Verfahren im Fall B.II.3 der Urteilsgründe nach § 154 Abs. 2 StPO eingestellt,
b) das vorgenannte Urteil im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte der Vergewaltigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen in vier Fällen, der Vergewaltigung in Tateinheit mit schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern und mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen, des sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen in drei Fällen, des sexuellen Übergriffs in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen sowie der sexuellen Nötigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Kindern und mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen schuldig ist.
2. Die weitergehende Revision wird verworfen.
3. Soweit das Verfahren eingestellt worden ist, trägt die Staatskasse die Kosten des Verfahrens und die notwendigen Auslagen des Beschwerdeführers. Die verbleibenden Kosten seines Rechtsmittels und die den Nebenklägerinnen im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen trägt der Angeklagte.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen in fünf Fällen, Vergewaltigung in Tateinheit mit schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern und mit schwerem sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen, sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen in drei Fällen, sexuellen Übergriffs in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen sowie sexueller Nötigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Kindern und mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt, von der drei Monate wegen einer rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung als vollstreckt gelten. Gegen die Verurteilung wendet sich die auf die Rüge der Verletzung sachlichen Rechts gestützte Revision des Angeklagten.
Der Senat stellt das Verfahren auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Angeklagten nach § 154 Abs. 2 StPO aus prozessökonomischen Gründen mit der Kostenfolge des § 467 Abs. 1 StPO ein, soweit der Angeklagte im Fall B.II.3 der Urteilsgründe wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen verurteilt worden ist.
Dies hat die Änderung des Schuldspruchs sowie den Wegfall der für die Tat festgesetzten Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten zur Folge. Die Teileinstellung des Verfahrens lässt den Ausspruch über die Gesamtstrafe unberührt. Der Senat kann im Hinblick auf die verbleibenden Einzelstrafen von zweimal vier Jahren und drei Monaten, zweimal drei Jahren und neun Monaten, drei Jahren und drei Monaten, zwei Jahren, einem Jahr und sechs Monaten sowie dreimal zehn Monaten ausschließen, dass das Landgericht ohne die im eingestellten Fall verhängte Freiheitsstrafe auf eine mildere Gesamtstrafe erkannt hätte.
Die Überprüfung des Urteils im verbleibenden Umfang hat aufgrund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben (§ 349 Abs. 2 StPO).
Bartel
RiBGH Wenskeist urlaubsbedingtgehindert zusignieren.
Fritsche
Bartel
Ri´inBGH von Schmettauist urlaubsbedingtgehindert zusignieren.
Ri´inBGH Dietschist krankheitsbedingtgehindert zusignieren.
Bartel
Bartel