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IV ZR 365/13 ECLI:DE:BGH:2017:230317BIVZR365.13.0 KI-generiert

Retroactive unwinding of fund-linked life insurance via objection to contract assignment versus original formation

Geschäftsnummer IV ZR 365/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) dismissed the plaintiff's appeal for lack of admissibility and prospects of success, upholding the lower court's judgment in a dispute concerning a fund-linked life insurance policy based on the policy model. The core issue was whether the insurance policyholder could effectively unwind the entire insurance relationship retroactively to 2001—including premiums paid by the former employer—by invoking a right of objection (*Widerspruchsrecht*) following the assignment of the contract to the policyholder in 2003. The BGH held that even assuming the contract was assigned via a true contractual takeover, the policyholder's 2013 objection was directed at the contract itself rather than the assignment, meaning it could not prevent the contract's original formation. Consequently, the attempted reclamation of all premiums failed, and the appellate court's limited admission of the appeal regarding enrichment claims was insufficient to support the broader claim for total contract dissolution under § 8(5) VVG.

Legislator-Regeste

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§ 552a Satz 1 ZPO, § 552a ZPO; Retroactive unwinding of fund-linked life insurance via objection to contract assignment versus original formation: The core issue was whether the insurance policyholder could effectively unwind the entire insurance relationship retroactively to 2001—including premiums paid by the former employer—by invoking a right of objection (*Widerspruchsrecht*) following the assignment of the contract to the policyholder in 2003. The BGH held that even assuming the contract was assigned via a true contractual takeover, the policyholder's 2013 objection was directed at the contract itself rather than the assignment, meaning it could not prevent the contract's original formation. Consequently, the attempted reclamation of all premiums failed, and the appellate court's limited admission of the appeal regarding enrichment claims was insufficient to support the broader claim for total contract dissolution under § 8(5) VVG. (§ 552a Satz 1 ZPO: Basis for dismissing the revision because the prerequisites for its admission were not met and it had no prospects of success.) «[TENOR] Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts - 9. Zivilsenat - vom 29. Oktober 2013 wird gemäß § 552a Satz 1 ZPO auf seine Kosten zurückgewiesen.»

Schlagwörter

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Versicherungsvertragsrecht gerichtliche Aufhebung der Kassenverfügung Versicherungsvertrag Subrogation des Versicherers Vollstreckung eines deutschen Versäumnisurteils Verzug des Versicherers § 552a Satz 1 ZPO § 552a ZPO

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 552a Satz 1 ZPO

Basis for dismissing the revision because the prerequisites for its admission were not met and it had no prospects of success.

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Volltext

Abschluss einer fondsgebundenen Rentenversicherung nach dem Policenmodell: Widerspruchsrecht des Versicherungsnehmers nach Übernahme des Vertrages

[TENOR] Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts - 9. Zivilsenat - vom 29. Oktober 2013 wird gemäß § 552a Satz 1 ZPO auf seine Kosten zurückgewiesen.

Der Streitwert für das Revisionsverfahren wird auf 4.432,38 € festgesetzt.

[GRUENDE] 1

Die vom Berufungsgericht zugelassene Revision der Klägerseite (Versicherungsnehmer: im Folgenden d. VN) war gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen, weil die Voraussetzungen für ihre Zulassung nicht vorliegen und die Revision keine Aussicht auf Erfolg hat. Der Senat hat die Parteien mit Beschluss vom 21. Dezember 2016 auf die beabsichtigte Zurückweisung hingewiesen. Auf die dortigen Gründe wird ergänzend Bezug genommen.

2

Der Schriftsatz des Klägervertreters vom 24. Februar 2017 gibt keine Veranlassung, von der Zurückweisung der Revision abzusehen.

3

Es kann dahinstehen, ob im Jahr 2003 das Versicherungsverhältnis automatisch oder - wie die Revision meint - im Wege einer echten Vertragsübernahme auf d. VN überging. Im letzteren Fall hätte ein etwaiges Widerspruchsrecht d. VN nicht ein Zustandekommen des Versicherungsvertrages von Anfang an verhindern können. Diese Wirkung möchte d. VN mit seiner Widerspruchs-/Widerrufserklärung vom 28. Januar 2013 erreichen. Diese Erklärung enthält zwar keine ausdrückliche Bezugnahme auf den Vertragsschluss durch den früheren Arbeitgeber d. VN im Jahr 2001. Sie bezieht sich aber nach ihrer dem Versicherer als Empfänger erkennbaren Zielrichtung auf den Versicherungsvertrag als solchen und nicht auf die Übernahme desselben. Wie die Revision in ihrer Stellungnahme zum Hinweis des Senats einräumt, will sich d. VN "im größtmöglichen Umfang" rückwirkend vom Versicherungsverhältnis lösen. Demgemäß verlangt er ausweislich der Forderungsaufstellung alle - nicht nur die von ihm, sondern auch die von seinem früheren Arbeitgeber gezahlten - Prämien zurück.

4

Ein möglicherweise auf d. VN übergegangenes Rücktrittsrecht gemäß § 8 Abs. 5 Satz 1 VVG kann der Revision schon deshalb nicht zum Erfolg verhelfen, weil sie insoweit aus dem in dem Hinweisbeschluss genannten Gründen nicht zugelassen ist. Auch wenn das Berufungsgericht die zu § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG genannten Gründe für "uneingeschränkt auf die Problematik einer etwaigen Europarechtswidrigkeit des § 8 Abs. 5 Satz 4 VVG (a.F.)" übertragbar gehalten hat, hat es die Zulassung eindeutig und wirksam auf den aus dem Widerspruch abgeleiteten Bereicherungsanspruch beschränkt.

Mayen

Harsdorf-Gebhardt

Lehmann

Dr. Brockmöller

Dr. Bußmann