Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6 ARs 15/20 ECLI:DE:BGH:2020:011220B6ARS15.20.0 KI-generiert

Mandatory nature of confiscation of criminal proceeds under § 73 StGB in juvenile criminal proceedings

Geschäftsnummer 6 ARs 15/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The BGH 6th Criminal Senate ruled that the confiscation of criminal proceeds and their value under §§ 73, 73c StGB is mandatory rather than discretionary when juvenile criminal law is applied. In a reference procedure concerning a conflict of judicial views, the Court rejected the position of the 1st Criminal Senate, which had held that such confiscation decisions lay within the discretion of the trial court in juvenile cases, thereby aligning with the mandatory view adopted by the 2nd, 4th, and 5th Criminal Senates. This decision clarifies the substantive application of compulsory confiscation norms in proceedings governed by juvenile law, removing judicial discretion from the determination of whether to order the forfeiture of assets derived from criminal acts.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 73c Satz 1 StGB; Mandatory nature of confiscation of criminal proceeds under § 73 StGB in juvenile criminal proceedings: Der Senat folgt der durch den 1. Strafsenat im Anfragebeschluss (vom 11. Juli 2019 – 1 StR 467/18) vertretenen Ansicht nicht, dass Einziehungsentscheidungen nach §§ 73, 73c StGB bei Anwendung von Jugendstrafrecht im Ermessen des Tatgerichts stehen. Vielmehr sieht er diese in Einklang mit den Antwortbeschlüssen des 2., 4. und 5. Strafsenats (BGH, Beschlüsse vom 6. Mai 2020 – 2 ARs 203/19; vom 10. März 2020– 4 ARs 10/19, NStZ-RR 2020, 261; vom 6. Februar 2020 – 5 ARs 20/19, NStZ-RR 2020, 124) als obligatorisch an und hat mit Beschluss vom 17. November 2020 – 6 StR 369/20 entsprechend entschieden.

Schlagwörter

KI-generiert
strafrechtliche Einziehung Prozessrecht Verbindlichkeit Ertrag Jugendstrafzumessung Streitwertberechnung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Der Senat vertritt die Auffassung, dass die Entscheidung über die Einziehung von Taterträgen sowie des Wertes von Taterträgen (§ 73 Abs. 1, § 73c Satz 1 StGB) auch bei Anwendung von Jugendstrafrecht nicht im Ermessen des Tatgerichts steht.

[GRUENDE]

Der Senat folgt der durch den 1. Strafsenat im Anfragebeschluss (vom 11. Juli 2019 – 1 StR 467/18) vertretenen Ansicht nicht, dass Einziehungsentscheidungen nach §§ 73, 73c StGB bei Anwendung von Jugendstrafrecht im Ermessen des Tatgerichts stehen. Vielmehr sieht er diese in Einklang mit den Antwortbeschlüssen des 2., 4. und 5. Strafsenats (BGH, Beschlüsse vom 6. Mai 2020 – 2 ARs 203/19; vom 10. März 2020– 4 ARs 10/19, NStZ-RR 2020, 261; vom 6. Februar 2020 – 5 ARs 20/19, NStZ-RR 2020, 124) als obligatorisch an und hat mit Beschluss vom 17. November 2020 – 6 StR 369/20 entsprechend entschieden.

Schneider

König

Feilcke

Tiemann

Fritsche