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5 ARs 54/16 ECLI:DE:BGH:2017:230217B5ARS54.16.0 KI-generiert

Recusal against finalized orders and § 33a StPO hearing cure for inadmissible appeals

Geschäftsnummer 5 ARs 54/16
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) 5th Criminal Senate dismissed the complainant's application for recusal of five judges as inadmissible and rejected her motion to cure a denial of justice under § 33a StPO, ordering the complainant to bear the costs. The dispute concerned the complainant's attempt to challenge a prior decision rendered by the panel via administrative order, specifically arguing that her right to be heard was violated. The court held that recusal motions are inadmissible against already-finalized decisions, and that § 33a StPO cannot be used to circumvent procedural deadlines by falsely alleging a violation of Article 103(1) of the German Basic Law. The court further confirmed that the underlying complaint had been correctly dismissed as inadmissible because the superior court had not granted leave for legal appeal, thereby exhausting the regular legal remedies. Consequently, the prior decision of January 26, 2017, stands, and the complainant was barred from filing further submissions on this matter.

Legislator-Regeste

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§ 25 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 33a StPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 356a StPO, § 29 Abs. 1 EGGVG; Recusal against finalized orders and § 33a StPO hearing cure for inadmissible appeals: The dispute concerned the complainant's attempt to challenge a prior decision rendered by the panel via administrative order, specifically arguing that her right to be heard was violated. The court held that recusal motions are inadmissible against already-finalized decisions, and that § 33a StPO cannot be used to circumvent procedural deadlines by falsely alleging a violation of Article 103(1) of the German Basic Law. The court further confirmed that the underlying complaint had been correctly dismissed as inadmissible because the superior court had not granted leave for legal appeal, thereby exhausting the regular legal remedies. Consequently, the prior decision of January 26, 2017, stands, and the complainant was barred from filing further submissions on this matter.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren Anspruch auf rechtliches Gehör Beschwerdelegitimation prozessleitende Verfügungen Streitgegenstand Einreichung einer Strafanzeige

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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3 StR 277/93
August 1993 - 3 StR 277/93, NStZ 1993, 600).
1 StR 180/06
November 2006 - 1 StR 180/06, und vom 13.
3 StR 425/06
Februar 2007 - 3 StR 425/06, BGHR StPO § 26a Unzulässigkeit 17).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 33a StPO

Cited in the second order to ground the dismissal of the applicant's request for the curing of legal hearing defects.

§ 29 Abs. 1 EGGVG

Cited in the second order to establish the inadmissibility of the underlying complaint because the right of appeal was not permitted by the higher court.

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Volltext

1. Das Ablehnungsgesuch der Beschwerdeführerin gegen den Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof Dr. Mutzbauer, den Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Sander, die Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Schneider sowie die Richter am Bundesgerichtshof Dr. Berger und Prof. Dr. Mosbacher wird als unzulässig verworfen.

2. Der Antrag auf Nachholung rechtlichen Gehörs gegen den Beschluss des Senats vom 26. Januar 2017 wird auf Kosten der Beschwerdeführerin als unbegründet verworfen.

[GRUENDE]

1. Die Ablehnung von Richtern wegen Besorgnis der Befangenheit ist unzulässig, wenn sie sich nicht gegen die Beteiligung an einer zukünftigen, sondern gegen die Mitwirkung an einer vorangegangenen Entscheidung wendet. Entscheidet das Gericht im Beschlusswege, kann ein Ablehnungsgesuch in entsprechender Anwendung des § 25 Abs. 2 Satz 2 StPO nur so lange statthaft vorgebracht werden, bis die Entscheidung ergangen ist (BGH, Beschluss vom 6. August 1993 - 3 StR 277/93, NStZ 1993, 600). Etwas anderes gilt auch dann nicht, wenn die Ablehnung - wie hier - mit einem Antrag nach § 33a StPO verbunden wird, der sich jedoch deswegen als unbegründet erweist, weil die gerügte Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG nicht vorliegt, so dass nicht mehr in eine erneute Sachprüfung einzutreten ist, ob der Anspruch auf rechtliches Gehör in entscheidungserheblicher Weise verletzt worden ist (vgl. OLG Celle NStZ-RR 2015, 219; Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 59. Aufl., § 25 Rn. 11). Denn § 33a StPO verfolgt - ähnlich wie § 356a StPO - allein den Zweck, dem Gericht, das durch Beschluss entschieden hat, Gelegenheit zu geben, im Falle eines Verstoßes gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör diesem Mangel durch erneute Sachprüfung selbst abzuhelfen, und hierdurch die Notwendigkeit eines Verfassungsbeschwerdeverfahrens zu vermeiden. Dagegen dient er nicht dazu, einem unzulässigen Ablehnungsgesuch durch die unzutreffende Behauptung einer Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG doch noch Geltung zu verschaffen (vgl. jeweils zu § 356a StPO, BGH, Beschlüsse vom 22. November 2006 - 1 StR 180/06, und vom 13. Februar 2007 - 3 StR 425/06, BGHR StPO § 26a Unzulässigkeit 17).

2. Der Antrag auf Nachholung rechtlichen Gehörs (§ 33a StPO) hat keinen Erfolg. Der Senat hat mit seinem Beschluss vom 26. Januar 2017 die Beschwerde schon deshalb als unzulässig zurückgewiesen, weil ihre Rechtsbeschwerden unstatthaft sind, da sie vom Oberlandesgericht nicht zugelassen worden sind (§ 29 Abs. 1 EGGVG) und der Rechtsweg mithin erschöpft ist.

3. Gleichgelagerte Eingaben der Beschwerdeführerin in dieser Sache wird der Senat nicht mehr bescheiden.

Mutzbauer

Sander

Schneider

Dölp

Mosbacher