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XI ZB 2/26 ECLI:DE:BGH:2026:040526BXIZB2.26.0 KI-generiert

Selection of representative parties for appeal against reference decision in pattern proceedings

Geschäftsnummer XI ZB 2/26
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) issued an order designating a joined party (Beigeladene) as the lead appellant (Musterrechtsbeschwerdeführerin) and the primary defendant as the lead respondent (Musterrechtsbeschwerdegegnerin) for appeal review, while simultaneously mandating the publication of a formal notice in the lawsuit register to inform pending cases. This procedural ruling was triggered by the filing of a legal appeal (Rechtsbeschwerde) against a reference decision (Musterentscheid) previously issued by the Hanseatic Higher Regional Court, which had established the standard outcome for a class-action-style pattern proceeding. The dispute concerns the admissibility and form of the appeal against the reference judgment, specifically addressing the administrative steps required to update the registry for cases filed between November 2012 and August 2024. The decisive legal basis is Section 21(1) and (2) and Section 20(2) of the Model Act for Pattern Proceedings (KapMuG), in their application prior to 19 July 2024, which governs the selection of representative parties for the appellate instance and the obligation to publish notices regarding the pendency of the appeal against the reference decision.

Legislator-Regeste

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§ 575 Abs. 1 ZPO; Selection of representative parties for appeal against reference decision in pattern proceedings: Die Beigeladene M. GbR ist gemäß § 21 Abs. 2 KapMuG in der bis zum 19. Juli 2024 geltenden Fassung (im Folgenden für alle Vorschriften: aF) zur Musterrechtsbeschwerdeführerin zu bestimmen. Nach Anhörung des Musterklägers, der Musterbeklagten und der Beigeladenen wird die Musterbeklagte zu 1 nach billigem Ermessen zur Musterrechtsbeschwerdegegnerin auf Seiten der Musterbeklagten bestimmt (§ 21 Abs. 1 Satz 2 KapMuG aF).

Schlagwörter

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prozessleitende Verfügungen Leitverfahren Sammelklage Vorlage zur Vorabentscheidung Verpflichtungsgrund Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Beigeladene M. GbR wird zur Musterrechtsbeschwerdeführerin bestimmt.

Die Musterbeklagte zu 1, die N. E. GmbH & Cie. KG, wird zur Musterrechtsbeschwerdegegnerin bestimmt.

Es ist folgende Mitteilung zur Bekanntmachung im Klageregister (für Musterverfahren vom 1. November 2012 bis 31. August 2024) zu veranlassen:

Gegen den Musterentscheid des 13. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts (13 Kap 4/21) vom 11. Februar 2026, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 23. Februar 2026, ist beim Bundesgerichtshof (XI ZB 2/26) durch eine Beigeladene Rechtsbeschwerde eingelegt worden.

[GRUENDE]

I. Das Oberlandesgericht hat am 11. Februar 2026 den verfahrensgegenständlichen Musterentscheid erlassen. Dieser ist am 23. Februar 2026 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Gegen den Musterentscheid hat die Beigeladene M. GbR Rechtsbeschwerde eingelegt, die am 13. März 2026 eingegangen ist.

II. Die Beigeladene M. GbR ist gemäß § 21 Abs. 2 KapMuG in der bis zum 19. Juli 2024 geltenden Fassung (im Folgenden für alle Vorschriften: aF) zur Musterrechtsbeschwerdeführerin zu bestimmen. Nach Anhörung des Musterklägers, der Musterbeklagten und der Beigeladenen wird die Musterbeklagte zu 1 nach billigem Ermessen zur Musterrechtsbeschwerdegegnerin auf Seiten der Musterbeklagten bestimmt (§ 21 Abs. 1 Satz 2 KapMuG aF).

III. Die nach § 20 Abs. 2 Satz 1 KapMuG aF erforderliche Mitteilung über den Eingang der Rechtsbeschwerde hat zu erfolgen, sobald gegen den Musterentscheid Rechtsbeschwerde durch einen beschwerdeberechtigten Beteiligten des Musterverfahrens (§ 20 Abs. 1 Satz 4, § 9 Abs. 1 KapMuG aF) in der gesetzlichen Form und Frist (§ 575 Abs. 1 ZPO) eingelegt worden ist und der Rechtsbeschwerdeführer auch beschwert ist (vgl. Senatsbeschluss vom 2. Oktober 2012 - XI ZB 12/12, WM 2012, 2092 Rn. 9 f.). Diese Voraussetzungen liegen hier vor.

Ellenberger

Grüneberg

Derstadt

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Ettl