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IV ZR 130/23 ECLI:DE:BGH:2024:100724BIVZR130.23.0 KI-generiert

Objection to GKG court cost assessment: limited scope of review to cost law violations and waiver criteria under § 21 GKG

Geschäftsnummer IV ZR 130/23
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (4th Civil Senate) dismissed the plaintiff's objection to the court cost assessment, confirming the costs billed by the court registry; the decision is exempt from court fees and grants no cost reimbursement. The dispute concerned a procedural objection filed by the plaintiff against the specific itemized costs charged for the court's dismissal of the plaintiff's non-admission complaint in a civil matter. Relying on § 66 Abs. 1 and 6 GKG, the single judge determined that the objection was admissible but substantively unfounded, as it did not demonstrate a violation of cost law, and the specific cost calculation based on § 3 Abs. 2 GKG (Cost Schedule No. 1242) was legally unassailable; additionally, the waiver of costs under § 21 Abs. 1 GKG was rejected because no obvious legal error or severe procedural defect in the underlying judgment on the non-admission complaint was established.

Legislator-Regeste

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§ 66 Abs. 1 Satz 1 GKG, § 66 Abs. 6 Satz 1 Halbs. 1 GKG, § 3 Abs. 2 GKG, § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG; Objection to GKG court cost assessment: limited scope of review to cost law violations and waiver criteria under § 21 GKG: Die Erinnerung des Klägers ist gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG statthaft und auch im Übrigen zulässig. Über die Erinnerung entscheidet gemäß § 66 Abs. 6 Satz 1 Halbs. 1 GKG der Einzelrichter (vgl. Senatsbeschlüsse vom 9. September 2019 - IV ZR 241/18, juris Rn. 2; vom 19. März 2019 - IV ZR 30/18, juris Rn. 1).

Schlagwörter

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Kostenfestsetzung Verfahrensrügen Anwaltskosten Zivilurteil Kognitionsbefugnis Streitgegenstand

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 66 Abs. 1 Satz 1 GKG
Die Erinnerung des Klägers ist gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG statthaft und auch im Übrigen zulässig.
§ 66 Abs. 6 Satz 1 Halbs. 1 GKG
Über die Erinnerung entscheidet gemäß § 66 Abs. 6 Satz 1 Halbs. 1 GKG der Einzelrichter (vgl.
§ 3 Abs. 2 GKG
1242 der Anlage 1 zu § 3 Abs. 2 GKG (Kostenverzeichnis) ist nicht zu beanstanden.
§ 21 Abs. 1 Satz 1 GKG
Auch eine Nichterhebung der Kosten gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG scheidet mangels fehlerhafter Sachbehandlung durch das Gericht aus.

Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Erinnerung des Klägers gegen den Kostenansatz gemäß Kostenrechnung vom 18. Juni 2024 zum Kassenzeichen 7 wird zurückgewiesen.

Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei. Kosten werden nicht erstattet.

[GRUENDE]

Die Erinnerung des Klägers ist gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG statthaft und auch im Übrigen zulässig. Über die Erinnerung entscheidet gemäß § 66 Abs. 6 Satz 1 Halbs. 1 GKG der Einzelrichter (vgl. Senatsbeschlüsse vom 9. September 2019 - IV ZR 241/18, juris Rn. 2; vom 19. März 2019 - IV ZR 30/18, juris Rn. 1).

Die Erinnerung ist jedoch unbegründet. Eine Erinnerung gegen den Kostenansatz kann nur auf eine Verletzung des Kostenrechts gestützt werden (Senatsbeschluss vom 9. September 2019 - IV ZR 241/18, juris Rn. 3). Eine solche macht der Kläger nicht geltend. Der Kostenansatz gemäß Nr. 1242 der Anlage 1 zu § 3 Abs. 2 GKG (Kostenverzeichnis) ist nicht zu beanstanden.

Auch eine Nichterhebung der Kosten gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG scheidet mangels fehlerhafter Sachbehandlung durch das Gericht aus. Dies setzte einen Verstoß gegen eine klare gesetzliche Regelung, insbesondere einen schweren Verfahrensfehler, der offen zu Tage tritt, voraus (vgl. Senatsbeschluss vom 10. März 2003 - IV ZR 306/00, NJW-RR 2003, 1294 [juris Rn. 4]). Die Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers beruhte nicht auf einem solchen Fehler, insbesondere hat der Senat seine Zuständigkeit nicht zu Unrecht angenommen.

Dr. Bußmann