Absetz offense: Distinguishing success variant from conferring benefit on third party based on perpetrator’s alignment
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (2nd Criminal Division) affirmed the referring Senate's view, explicitly abandoning its prior contradictory jurisprudence and establishing that the legal interpretation favored by general academic doctrine applies. This decision resolved a procedural conflict regarding the classification of "absetz" (abducting/concealing) under § 259 of the German Criminal Code, specifically addressing the systematic distinction between the success-offense variant and the variant of conferring a benefit on a third party. The court ordered that the previous rulings from 1978 and 1990 are no longer valid, finding them outdated due to legislative changes, textually incompatible, and systematically contradictory; consequently, the matter is remanded with the instruction that the judiciary must develop clear boundary criteria for differentiating these variants based on the objective and subjective alignment of the perpetrator with one side of the conflict.
Legislator-Regeste
KI-generiertAbsetz offense: Distinguishing success variant from conferring benefit on third party based on perpetrator’s alignment: Der Senat tritt der Ansicht des anfragenden 3. Strafsenats bei (vgl. schon Senat, Urteil vom 26. Mai 1976 - 2 StR 634/75, NJW 1976, 1698, 1699). An der unter anderem in den Urteilen vom 1. Februar 1978 - 2 StR 400/77 und 5. Dezember 1990 - 2 StR 287/90 - geäußerten entgegenstehenden Rechtsauffassung wird nicht festgehalten.
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KI-generiertVolltext
Der Senat tritt der Ansicht des anfragenden 3. Strafsenats bei (vgl. schon Senat, Urteil vom 26. Mai 1976 - 2 StR 634/75, NJW 1976, 1698, 1699). An der unter anderem in den Urteilen vom 1. Februar 1978 - 2 StR 400/77 und 5. Dezember 1990 - 2 StR 287/90 - geäußerten entgegenstehenden Rechtsauffassung wird nicht festgehalten.
[GRUENDE]
Die vom anfragenden Senat dargelegten Gründe werden in der Literatur allgemein vertreten (vgl. etwa Fischer, StGB, 60. Aufl., § 259 Rn. 21 - 23 mwN). Der Senat tritt ihnen bei. Soweit die Abgrenzung zwischen einer als Erfolgsdelikt verstandenen Tatvariante des Absetzens und der Tatvariante des Einem-Dritten-Verschaffens inmitten steht, wird es Aufgabe der Rechtsprechung sein, klare Abgrenzungskriterien zu entwickeln. Es liegt nahe, die beiden Varianten danach zu differenzieren, in wessen "Lager" der Täter objektiv und subjektiv steht. Aus der Notwendigkeit dieser Differenzierung ergibt sich jedenfalls kein tragfähiger Grund dafür, an der bisherigen Rechtsprechung festzuhalten, die aus den vom vorlegenden Senat zutreffend referierten Gründen durch die gesetzlichen Änderungen der Vergangenheit überholt, mit dem Wortlaut kaum vereinbar und systematisch widersprüchlich ist.
Fischer Appl Eschelbach
Ott Zeng